Anzeige

Zeit-Recherche über die Finanzen beim Verschwörer-Magazin Compact

Die Wochenzeitung Die Zeit berichtet über die wirtschaftliche Situation beim Verschwörermagazin Compact von Jürgen Elsässer. Laut Zeit wird dem Magazin von der Wirtschafts-Auskunftei Creditreform eine „schwache Bonität“ bescheinigt. Das Magazin habe seit seiner Gründung vor allem Verluste gemacht.

Anzeige

Compact habe fast keine Werbung. Einnahmen kämen von Beilagen und über den Verkaufspreis von 4,95 Euro herein. Zeitweise wurde Compact laut Zeit auch über Lesezirkel vertrieben. Für 1.500 Euro Versandgebühr habe das Blatt so 250.000 Leser erreicht.

Die Compact-Auflage beziffert die Zeit (Link führt auf kostenpflichtigen Artikel bei Blendle) auf 80.000 Exemplare, laut „Insidern“ werde rund die Hälfte davon verkauft. Trotz „monatelanger Recherche“ konnte die Zeit keine Hinweise auf Geld aus Russland für Compact finden. Es gab Gerüchte, dass die Zeitschrift aus dem Kreml finanziert wird – offenbar ist da nichts dran.

2014 habe der Compact Verlag erstmals einen Gewinn von 30.000 Euro ausgewiesen, so die Zeit. Immerhin verkauft der Verlag neben dem Magazin auch DVDs, T-Shirts, veranstaltet Reisen und Konferenzen. Im Geschäftsjahr 2013 habe Compact ein Darlehen über 100.000 Euro von einer oder mehreren Personen erhalten, so die Zeit weiter. Von wem, weiß man nicht.

Somit bleibt Compact auch nach intensiver Recherche der Zeit weitgehend im Dunkeln. Die Wochenzeitung beschreibt ansonsten den bereits bekannten Weg von Compact-Chefredakteur Elsässer, der sich früher in linken und sogar kommunistischen Kreisen bewegte. Ein Interview verweigerte Elsässer der Zeit. Er rede nicht mit dem Mainstream.

Anzeige