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Townhall-Talk: Bild baut Live-Aktivitäten bei Facebook weiter aus

Julian Reichelt hat künftig in allen wichtigen Fragen das letzte Wort bei Springers roter Gruppe

Keine andere deutsche Medienmarke setzt so stark auf Distributed Content wie Bild. Seit einigen Monaten probiert sich die Redaktion mit verschiedenen Formaten bei Facebook Live aus und legt nun nach. Am Mittwoch soll mit „Townhall“ ein Talk-Format getestet werden, bei dem Zuschauer ihre Fragen beisteuern können. Gast der ersten Sendung wird Gerhard Schindler sein, Chef des Bundesnachrichtendienstes.

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Der Präsident des Geheimdienstes wird den Bild-Journalisten Julian Reichelt und Nikolaus Blome gegenübersitzen, die ihn zwei Stunden lang mit Fragen löchern wollen. Unter anderem soll es um die Terrorgefahr vor allem zur EM in Frankreich gehen, aber auch um das seit Jahren anhaltende Thema der Ausspähungen.

Für das Format, das um 18.00 Uhr live gehen soll, habe Bild ein eigenes Studio bauen lassen. Publikum, wie man es aus den meisten TV-Talks kennt, wird es bei Bild Townhall nicht geben. Input bekommen die Moderatoren von außen. Das Format setzt auf Interkativität und sammelt Fragen und Anmerkungen unter dem Hashtag BildTownhall. Darüber hinaus sollen Nutzer im Vorfeld Fragen per Mail schicken können.

Neben BildTownhall ist Bild bereits mit seinem Daily-Format täglich ausschließlich bei Facebook on air. Während der EM geht zudem ein weiteres Format mit Franz Beckenbauer an den Start, der als Experte im Nachgang die Spiele kommentieren soll. Darüber hinaus setzen verstärkt Redakteure auf die Live-Berichterstattung über das soziale Netzwerk.

Wie sich der Distributet Content vermarkten lässt, ist bislang unklar. Seitens Springer wird gerne betont, dass der Fokus zuerst auf der Produktion der Inhalte liege. Man sei mit Facebook im stetigen Austausch und stelle gemeinsam Überlegungen an, das Gesendete zu monetarisieren.

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