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Focus-Herausgeber gibt rechter Wochenzeitung Interview: Markworts Medienschelte in der Jungen Freiheit

Focus-Gründer Helmut Markwort hat der Jungen Freiheit ein Interview gegeben

Focus-Gründer und Herausgeber Helmut Markwort hat der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit für ihre Ausgabe zum 30. Jubiläum ein Interview gegeben. Darin kritisiert er eine linke „Schieflage“ in der ARD und kritisiert den Umgang der Medien mit der AfD.

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Ganz nebenbei outet sich Markwort in dem Interview als Leser der Jungen Freiheit: „Habe ich nicht bei Ihnen gelesen, daß Karlheinz Weißmann eine neue konservative Zeitschrift gründen will?“

Markwort beklagt ansonsten eine linke „Schieflage“ bei der ARD, speziell beim „Presseclub“. Dazu, dass die Junge Freiheit dort noch nie eingeladen wurde sagt er: „Was für eine Schieflage! Die taz ist fast ständig im Presseclub, und sogar der Jakob Augstein vom Freitag, der eine kleinere Auflage hat als die Junge Freiheit, wird immer wieder ins Fernsehen eingeladen – das ist einseitig.“

Markwort nimmt die Junge Freiheit gegen Kritiker, die die Zeitung als Sprachrohr der Neuen Rechten bezeichnen, in Schutz: „Ich habe, wie Sie wissen, immer öffentlich gesagt, daß ich die Vorbehalte gegen die Junge Freiheit für unsinnig halte. Ich meine, wir brauchen in Deutschland auch ein konservativ-intellektuelles Blatt.“

Auch zur AfD äußert sich Markwort in dem Interview. Viele würden die rechtspopulistische Partei „am liebsten totschweigen“ und hoffen, dass sie so verschwindet. „Aber die Medien kommen wegen der vielen Wähler einfach nicht drum herum, sich mit ihr auseinanderzusetzen“, so Markwort. Die Berichterstattung über die AfD in den Medien hält der Focus-Gründer für „beklagenswert“ und urteilt: „Ich fühle mich von den meisten Medien miserabel über die Partei informiert.“ Dabei schließt er sogar die Marke Focus mit ein. Auf den Einwurf der Jungen Freiheit: „Ist allerdings nicht auch die Berichterstattung des Focus kritikwürdig? Es gab da auch schon etliche einschlägige AfD-Beiträge: Unheildräuend und alarmistisch, voller Höcke, Höcke, Höcke!“ – sagt Markwort: „Ja, das sehe ich durchaus auch – etwa bei Focus Online.“

Markwort selbst bezeichnet die AfD in dem Interview als „rechte Partei, die nationale Interessen in den Vordergrund stellt, aber keine rassistische Bewegung“. Mit dem „Schimpfwort Populismus“ könne er „sowieso nichts anfangen“.

Das komplette Interview gibt es hier als PDF der Jubiläumsausgabe der Jungen Freiheit.

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