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Die Netflixisierung der ARD: Programmdirektor Herres denkt über individuelle Mediathek nach

ARD-Programmdirektor Volker Herres

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten der ARD leisten sich ein breites Video-on-Demand-Angebot, bei dem der Nutzer schon mal die Übersicht verlieren kann. Das könnte sich laut dem Programmdirektor Volker Herres vielleicht schon bald ändern. Man überlege, die Mediatheken der Anstalten zu bündeln und individualisieren. Die Personalisierung, die man von Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon kennt, könnte ein wichtiger Schritt sein.

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„Wir denken über eine Bündelung nach und über eine personalisierte Nutzung“, erklärte der Programmchef des Ersten Volker Herres im Interview mit dem Hamburger Rotary-Magazin. Dabei ließ er sich offenbar von Netflix inspirieren. Eine Möglichkeit sei es nämlich, dass „sich der einzelne Zuschauer mit seinen individuellen Interessen anmelden“ könne. So erkenne die Mediathek beispielsweise, ob ein Nutzer besonders gerne und häufig Krimis schaut oder sich doch eher für den politischen Talk interessiert.

Dass sich die ARD im Video-On-Demand-Geschäft verändern muss, um nicht nur für Zuschauer, sondern auch für Partner attraktiv zu bleiben, machte neulich Moderator Jan Böhmermann deutlich. Zum Start des Podcasts „fest & flauschig“ mit Olli Schulz kritisierte Böhmermann die mangelnde Flexibilität der öffentlich-rechtlichen und beklagte, dass es noch kein Angebot gebe, das die für ihn relevanten Radio-Inhalte aus den unterschiedlichen Anstalten bündele. Details zu den Plänen nennt Herres genauso wenig wie einen möglichen Termin die die Umstrukturierung des bestehenden Angebots.

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