„Vor nichts wird halt gemacht“: Pegidas peinliche Hetze gegen Schoko-Werbung mit Kinderfotos von Boateng und Gündogan

Wer derzeit im Supermarkt zur Kinderschokolade greift, könnte an der Kasse durchaus einen dummen Spruch von Pegida-Anhängern abbekommen. Ferrero hat auf der Packung seines Erfolgsprodukts die Fotos ausgetauscht – und zeigt u.a. ausländische Kinder. Pegida entdeckte das und startete eine Hetzkampagne – offenbar ohne zu bemerken, dass es sich bei den neuen Testimonials um Kinderfotos der deutschen Fußballnationalspieler handelt.

„Vor Nichts wird Halt gemacht. Gibts die echt so zu kaufen? Oder ist das ein Scherz?“, schreibt Pegida Baden-Würrtemberg bei Facebook. Nein, ist es nicht. Die Kinder-Schoki gibt es wirklich so zu kaufen. Die Empörung ist freilich groß. „Die versuchen einem echt die Scheisse als normal unterzujubeln, armes Deutschland“, heißt es in den Kommentaren. Oder: „Wird nicht mehr gekauft! Warum können da nicht mal nackte Frauen rauf, oder wenn man mal was für die Ausländer machen will ne Ziege oder so … Aber das?“ Verquaste Hetze eben.

Tatsächlich hat Ferrero zur EM eine kreative Idee umgesetzt und das über die Jahre immer gleiche Gesicht einfach mal durch elf andere ausgetauscht – dabei handelt es sich um eine besondere Aktion. Den Hinweis zur Sonderedition, auf der linken Seite der Verpackung, hat Pegida beim Posting einfach weggeschnitten.

Dort steht nämlich: „Unsere Fussballstars als Kinder! Wir gratulieren!“

Zum Fußball-Event in diesem Sommer hat Ferrero die Kindergesichter der Nationalelf auf die Packungen gedruckt. Auf dem Pegida-Fotos sind Dortmund-Kicker Ilkay Gündogan und Bayern-Verteidiger Jerome Boateng zu sehen – die sicherlich auch von zahlreichen Pegida-Fans in den kommenden Wochen wieder bejubelt werden.

Ferrero hatte übrigens bereits zur WM 2014 eine ähnliche Aktion gestartet, damals aber noch ohne Fotos von Boateng und Gündogan.