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Twitter auf neuem Tiefpunkt: „Hoffnung ist keine Strategie“

Twitter-CEO Jack Dorsey startet die größte Löschaktion der Firmengeschichte
Twitter-CEO Jack Dorsey startet die größte Löschaktion der Firmengeschichte

Es hilft alles nichts: Twitter hat sein 140-Zeichen-Limit neu definiert und Nutzern, die Fotos und Videos posten, mehr Platz spendiert – doch die Wall Street reagiert mit Kopfschütteln auf die mikroskopischen Änderungen. Die schwer abgestürzte Twitter-Aktie kam an einem freundlichen Handelstag weiter unter die Räder und markierte unter 14 Dollar neue Allzeittiefs. Der Tenor der Börse bleibt unverändert: Jack Dorseys Maßnahmen kommen zu spät und sind nicht grundlegend genug.

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“Too little, too late”: Die Börse ist in ihrem Urteil über Twitter wieder einmal gnadenlos. Der 140-Zeichen-Dienst habe zu wenig, zu spät verändert, lautet der Tenor an der Wall Street just am Tag, als Twitter Änderungen bei seinem Zeichenlimit bekannt ab.

So kostet Nutzer weder der Link zu einem Foto oder Video noch die Nennung eines @Nutzernamens künftig mehr wertvolle Zeichen – was allerdings nur marginal etwas in der Verwendung des Kurznachrichtendienstes ändern dürfte. Neue Nutzer dürften schließlich kaum zu Twitter zu kommen, nur weil ihnen künftig bis zu 25 Zeichen mehr zur Verfügung stehen.

” Ungenutztes Potenzial, das von Tag zu Tag erodiert”

Entsprechend harsch urteilt die Wall Street über die Zukunftsaussichten des früheren Social Media-Lieblings, der an der Börse so dramatisch abgestürzt ist. “Hoffnung ist keine Strategie”, gehen die Analysten von MoffettNathanson mit Twitter hart ins Gericht und raten zum Verkauf der Aktie.

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Kaum mehr Hoffnung macht Analyst James Cakmak von Monness Crespi, der sein Kursziel um vier auf 18 Dollar zusammenstrich. “Twitter zu analysieren, ist frustrierend geworden, nicht nur wegen des immer weiter fallenden Aktienkurses, sondern vor allem wegen des ungenutzten Potenzials, das von Tag zu Tag erodiert”, urteilt Cakmak nicht weniger scharf.

“Twitter hat noch eine Chance zum Turnaround, aber das Fenster schließt sich”

“Als regelmäßiger Nutzer fallen einem nur kleine Veränderungen auf, während große nötig wären. Twitter hat noch eine Chance zum Turnaround, aber das Fenster schließt sich”, lautet die wenig hoffnungsfrohe Einschätzung des Monness Crespi-Analysten.

In der vergangenen Woche äußerte sich der Business Insider bereits unisono: “Jack Dorsey handelt zu langsam, um Twitter zu retten”, tadelte auch das Blogkonglomerat von Henry Blodget den früheren Internetstar. An der Börse kam Twitter gestern erneut unter den Hammer und fiel bis auf 13,73 Dollar zurück – auf den tiefsten Stand aller Zeiten.

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