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Apple: Die Wall Street wird optimistischer für den iPhone 7-Launch

Mehrfach gute Nachrichten für Apple zu Wochenbeginn: Die Upgrade-Bereitschaft zum iPhone 7 könnte doch größer ausfallen als von Analysten zuletzt erwartet. Wie die taiwanische Wirtschaftszeitung Economic Daily News berichtet, soll Apple 72 bis 78 Millionen Exemplare bis Jahresende produzieren. Das wäre deutlich mehr als zuletzt beim iPhone 6s. Die Investmentbanken BMO Capital Markets und Pacific Crest gehen wegen der gestiegenen Kundenbasis zudem von einem deutlich robusteren Upgrade-Zyklus aus.

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Als Apple vor nunmehr drei Wochen schwer enttäuschende Quartalszahlen vorlegte, brach an der Wall Street ein Orkan los. Es war nicht nur die Geschäftsbilanz für das abgelaufene Quartal, das die Analystenerwartungen deutlich verfehlte und auch nicht der Ausblick auf das laufende Quartal, in dem die Schussfahrt nach unten weiter an Dynamik gewinnen dürfte, als die vielmehr die grundsätzliche Sorge vor dem Ende des iPhone-Booms.

„iPhone-Alarmsignale: Die Wachstumsstory geht zu Ende, und das Management hat die Kontrolle über die Situation verloren“, watschte etwa der bislang sehr wohlwollende berichtende Apple-Blogger Neil Cybart den Kultkonzern aus Cupertino in seinem Blog Above Avalon ab.

Economic Daily Times: Apple soll 72 bis 78 Millionen iPhone 7 bis Jahresende bestellt haben

Für vorläufige Entwarnung sorgte am gestrigen Montag nun die taiwanische Wirtschaftszeitung Economic Daily Times, die erfahren will, dass Apple bei seinen Zulieferern Foxconn und TSMC Bestellungen für das iPhone 7 in Höhe von 72 bis 78 Millionen iPhone abgegeben haben soll, wie Barron’s berichtet. Bislang hatte die Wall Street lediglich mit 65 Millionen Bestellungen gerechnet. Selbst beim iPhone 6, das alle Rekorde brechen sollte, hatte Apple zunächst angeblich nur 68 Millionen Einheiten geordert.

Sollte Apple tatsächlich in den kolportierten Dimensionen das neue iPhone 7 verkaufen können, wäre im Weihnachtsquartal möglicherweise wieder ein neuer Verkaufsrekord drin – im vergangenen Jahr setzte der Kultkonzern aus Cupertino bekanntlich zu Weihnachten 74,8 Millionen iPhones ab. Je nachdem, wann das iPhone 7 in den Handel kommt, dürften die ersten Millionen Einheiten noch in das September-Quartal fallen. Gleichzeitig dürfte der Techpionier ebenfalls einige Millionen Exemplare des neueingeführten Mittelklasse-Geräts iPhone SE absetzen.

Analysten: iPhone 7-Zyklus robust

Unterstützt wurde die These einer robusten Nachfrage nach dem iPhone 7 gestern von zwei Investmentbanken. Die Analysten von Pacific Crest weisen darauf hin, dass Apple seine Kundenbasis durch das iPhone 6 um 100 Millionen Nutzer erweitert hätte. Weil Apple bekanntermaßen über die loyalsten Kunden verfügt, habe sich das Upgrade-Potenzial entsprechend vergrößert.

„Kunden, die ein iPhone 6 erworben haben, dürften im iPhone 7-Zyklus upgraden, was wieder zu einem iPhone-Wachstum im Fiskaljahr 2017 führen könnte, egal wie innovativ das iPhone 7 ist“, mutmaßen die Analysten von Pacific Crest, die im laufenden Geschäftsjahr einen Einbruch der iPhone-Absätze um 8 Prozent und 2017 dann wieder ein Anziehen von 10 Prozent prognostizieren.

BMO Capital Markets: Hohes Upgrade-Potenzial bei Nutzern von älteren iPhones

Fast unisono äußerten sich die Analysten von BMO Capital Markets, die darauf verwiesen, dass Apple über eine Kundenbasis von 120 Millionen Nutzern verfügt, die noch iPhones verwenden, die bereits zwei Jahre und älter sind. In anderen Worten: Das Upgrade-Potenzial ist so hoch wie nie.

Ob Nutzer von älteren iPhone-Modellen am Ende vielleicht doch kein iPhone 7 erwerben, sondern noch länger bei einem iPhone 5 oder 5s bleiben bzw. zu einem anderen Hersteller wechseln, bleibt abzuwarten – die Wall Street reagierte auf die zahlreichen positiven Nachrichten unterdessen erleichtert. Die Apple-Akktie legte um rund ein Prozent auf 96,43 Dollar zu und notiert zumindest wieder auf dem höchsten Stand seit drei Wochen.

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