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Bento schrieb einen Text über Magazin-Cover, den Spiegel Online teilte – Sie werden nicht glauben, was dann passierte

Clickbaiting zieht (sogar die Konkurrenz an)
Clickbaiting zieht (sogar die Konkurrenz an)

Mit diesem Echo hat das Social-Media-Team von Spiegel Online wohl nicht gerechnet, als es auf seiner Facebook-Seite einen älteren Artikel von Bento teilte. Den hauseigenen Jugendableger über die sozialen Kanäle zu supporten, um deren Traffic zu erhöhen, ist nicht unüblich. Nicht ganz gewöhnlich sind aber die Reaktionen auf den Artikel beziehungsweise die Nutzer, die kommentierten – die Social-Media-Marken des Landes gaben sich ein Stelldichein.

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Die 15 seltsamsten Magazin-Cover des Frühjahrs” heißt der Text, in dem Bento-Autor Markus Böhm Preise für “besonders denkwürdige Cover” auslobt, und den Spiegel Online rausgesucht hatte, um ihn am Donnerstag über den eigenen Facebook-Kanal noch einmal zu teilen. Der Support der Mutterplattform birgt immer auch Risiken. Die Spiegel-Online-Nutzer könnten sich von den nicht für das Portal typischen Themen oder die Machart der Artikel gestört fühlen und letztlich abschrecken. Denn Bento setzt, wie andere Jugendformate auch, unter anderem auf Clickbaiting.

Dass sich auch Spiegel Online diese Art in gewissem Sinne aneignet, wenn es einen Bento-Text teilt und dazu auch noch textet “Bei Cover 5 mussten wir weinen”, wird in den Kommentaren deutlich gemacht – vom Konkurrenten Vice Deutschland. Das Hipster-Koks-Pimmel-Porno-Portal, das Zeilen wie “Ich habe Vogelscheisse gegessen und es war großartig” oder “Echte Porno-Milfs geben Erziehungstipps” tippen, kommentierte spöttisch: “Doch bei Cover 2 passierte etwas Unerwartetes und dann mussten wir weinen.”

Spiegel Online reagierte, woraufhin Vice ebenfalls wieder reagierte, usw.

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Doch was dann geschah, hat uns wirklich überrascht!

Dass Vice – vor allem die Konkurrenz von SpOn – gerne aufzieht, ist nichts wirklich Neues. Dass sich aber auch zahlreiche andere Social-Media-Marken dazugesellen, überrascht.

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Alle Kommentare

  1. Beim Lesen der Überschrift war ich sehr erschrocken, denn ich fürchtete versehentlich auf der Seite der berüchtigten “Huffington Post” gelandet zu sein, die für solche Machwerke ja sattsam bekannt ist.

    Als ich dann merkte, das dem glücklicherweise nicht so war und ich tatsächlich die Meedia-Seite offen hatte, hielt mein Erschrecken trotzdem an – wenn auch jetzt aus ganz anderen Gründen.

    “Denn Bento setzt, wie andere Jugendformate auch, unter anderem auf Clickbaiting.”

    Dann scheint mir auch die “Meedia-Redaktion” die obige Überschrift verantwortet, ein *sehr* junges Format zu sein…

    Zu “bento”:

    Ein genauso verzweifelter wie rat- und hilfloser Versuch des Spiegel neue Lesergruppen zu finden und zu binden.

    Im Prinzip nichts anderes, als bei den ÖR:

    Ein paar in die Jahre gekommene Leute entwickeln bei einem Glas Wein abends am Kaminfeuer ein Projekt mit dem Titel: “So stell ich mir die Jugend vor!”

    Dann setzt man ein paar sorgfältig (nein: *sehr* sorgfältig) ausgewählte Leute unterhalb einer bestimmten Altersgrenze zusammen, sagt Ihnen noch sie könnten “alles” machen und dann gehts los. – Allerdings so gut wie immer nach hinten.

    Dieses Ergebnis sieht man leider allenthalben.

  2. @Holger: Sie verstehen aber schon, dass die Überschrift hier bei Meedia kein Clickbait ist, sondern ein Seitenhieb auf die ganze lächerliche Entwicklung der Clickbait-Headlines und den “eigentlich” als seriös angesehenen Websites, die da mittlerweile auf den Zug aufspringen, oder? Ich glaub das ist hier sowas wie mit der Ironie und der Intelligenz beim Empfänger…

    1. “@Holger: Sie verstehen aber schon, dass die Überschrift hier bei Meedia kein Clickbait ist, sondern ein Seitenhieb auf die ganze lächerliche Entwicklung der Clickbait-Headlines und den „eigentlich“ als seriös angesehenen Websites, die da mittlerweile auf den Zug aufspringen, oder?”

      ======

      Nein, das habe ich nicht verstanden, weil es mir doch etwas sehr weit hergeholt erscheint um gerade *das* als die wahrscheinlichste mögliche Erklärung zu erkennen.

      Aber vielleicht traue ich der Redaktion ja tatsächlich zu wenig Ironie zu.

      ======

      “Ich glaub das ist hier sowas wie mit der Ironie und der Intelligenz beim Empfänger…”

      Im Gegensatz zu Ihnen möchte ich aber nun mal nicht glauben, sondern wissen, vielleicht auch, weil für mich letzteres mehr mit Intelligenz zu tun hat.

  3. Es ist übrigens recht leicht, von Bento in Kommentaren geblockt zu werden:

    Einfach Bento als „Schülerzeitung des SPIEGEL“ bezeichen, auch wenn der Rest vom Kommentar 100% harmlos ist. Und man ist draußen. Der Stachel sitzt wohl tief… ?????

    (dank Disqus-Profil kann man sich das wundervoll in der Übersicht anschauen, welche Kommentare geblockt wurden und welche nicht…)

  4. Insgesamt ein sehr gutes Beispiel für das

    ➝ Post-Postironische Zeitalter.

    (frei nach Marc-Uwe Kling). In diesem Zeitalter gibt es keine Ironie mehr. Nur noch „witzig“ und „nicht witzig“…

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