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IVW-News-Top-50: Große Anbieter verlieren, Süddeutsche gewinnt gegen den Trend dank Panama Papers

Die Panama Papers in der Süddeutschen Zeitung
Die Panama Papers in der Süddeutschen Zeitung

In einem Monat ohne nachrichtliche Mega-Themen ging es für die großen Online-News-Anbieter fast komplett nach unten. In der Top Ten legte laut IVW nur einer zu: die Süddeutsche Zeitung - dank der Veröffentlichung der Panama Papers. Die größten prozentualen Absteiger heißen hingegen Focus Online, n-tv.de und FAZ.net - mit einem Minus von jeweils über 11%.

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Ganz vorn im von MEEDIA aus den IVW-Daten zusammen gestellten Ranking der Nachrichten-Angebote, die sich mindestens um Politik und Wirtschaft kümmern, bleibt Springers Bild. Mit einem Rückgang um 4,4% verlor das Boulevardportal sogar weniger als die Branche insgesamt (6,1%). Dadurch wuchs auch der Vorsprung auf die Verfolger deutlich an, denn Spiegel Online verlor 10,0% gegenüber dem März, Focus Online 11,6% und n-tv.de 11,9%.

Auf Platz 6 zog die Süddeutsche erstmals seit September 2015 wieder an Zeit Online vorbei. Der Grund dafür dürften vor allem die Panama Papers gewesen sein, die der SZ wie MEEDIA schon am 14. April berichtete, am Veröffentlichungstag Traffic-Rekorde bescherte. Deutlich nach unten ging es hingegen noch für die FAZ, die um 11,7% nach unten fiel. Der Rückstand auf die Süddeutsche wuchs von 1,7 Mio. Visits im März auf nun über 9 Mio.

Auf den Rängen 11 bis 25 gibt es einige weitere Aufsteiger, die sich gegen den Branchen-Trend positiv entwickelten. So wuchs RP Online um 1,9%, DerWesten sogar um 7,5%, die tz um 9,5% und das Hamburger Abendblatt um tolle 10,1%. Auch Merkur.de, der Spiegel-Online-Ableger bento, das manager magazin (+9,1%) und die Neue Osnabrücker Zeitung liegen über den März-Zahlen. Es zeigt sich also, dass eine lahme Nachrichtenlage vor allem den Großen schadet, Regionalmedien leiden oft weniger.

IVW April 2016: Top 50 Nachrichtenangebote
Visits (Online+Mobile) Marktanteile
April 2016 vs. März April 2016 vs. März
1 Bild.de 299.140.173 -4,4 19,84 0,33
2 Spiegel Online 211.580.203 -10,0 14,04 -0,63
3 Focus Online 150.922.345 -11,6 10,01 -0,63
4 n-tv.de 110.164.987 -11,9 7,31 -0,48
5 Die Welt 80.134.545 -5,5 5,32 0,03
6 Süddeutsche.de 54.184.615 2,8 3,59 0,31
7 Zeit Online 53.217.629 -7,0 3,53 -0,04
8 FAZ.net 45.049.632 -11,7 2,99 -0,19
9 stern.de 37.050.071 -6,0 2,46 0,00
10 N24 Online 25.316.941 -9,5 1,68 -0,06
11 Huffington Post 19.932.984 -9,3 1,32 -0,05
12 RP Online 19.220.648 1,9 1,27 0,10
13 Handelsblatt.com 19.090.350 -7,8 1,27 -0,02
14 DerWesten 17.076.772 7,5 1,13 0,14
15 Express Online 16.534.396 -5,2 1,10 0,01
16 Tagesspiegel.de 13.785.369 -1,7 0,91 0,04
17 tz 11.113.134 9,5 0,74 0,10
18 Stuttgarter Zeitung online & Stuttgarter Nachrichten online 9.112.151 -8,2 0,60 -0,01
19 Hamburger Morgenpost Online 9.096.953 -4,4 0,60 0,01
20 Hamburger Abendblatt Online 8.470.455 10,1 0,56 0,08
21 Merkur.de 8.260.743 4,9 0,55 0,06
22 bento 7.731.949 1,8 0,51 0,04
23 Augsburger Allgemeine Online 7.565.664 -1,5 0,50 0,02
24 manager magazin online 7.550.390 9,1 0,50 0,07
25 Neue OZ online 6.995.956 7,7 0,46 0,06
Rohdaten-Quelle: IVW / Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Auch auf den Rängen 26 bis 50 finden sich mit OVB24, Mopo24, Nordbayern.de, der Hannoverschen Allgemeinen, der Südwest Presse, der Mediengruppe Thüringen, der Rhein Main Presse und der Berliner Zeitung einige Kontrahenten, die gegen den Branchentrend wuchsen. Deutliche Verluste verzeichnen hingegen vor allem shz.de mit einem Minus von 10,7% und die Frankfurter Rundschau mit einem von 18,7%.

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IVW April 2016: Top 50 Nachrichtenangebote
Visits (Online+Mobile) Marktanteile
April 2016 vs. März April 2016 vs. März
26 Kölner Stadt-Anzeiger Online 6.867.541 -2,2 0,46 0,02
27 HNA online 6.373.120 -4,7 0,42 0,01
28 Badische Zeitung Online 6.205.039 -0,8 0,41 0,02
29 OVB24 6.009.767 1,9 0,40 0,03
30 Abendzeitung München 5.720.578 -3,1 0,38 0,01
31 BZ-Berlin 5.652.741 -2,1 0,37 0,02
32 Mopo24 5.634.341 0,7 0,37 0,02
33 WirtschaftsWoche 5.614.491 -8,2 0,37 -0,01
34 Nordbayern.de 5.385.472 1,4 0,36 0,03
35 Berliner Morgenpost 5.330.637 0,0 0,35 0,02
36 News.de 5.131.059 -8,1 0,34 -0,01
37 Hannoversche Allgemeine Zeitung 4.955.240 6,8 0,33 0,04
38 taz.de 4.767.316 -4,3 0,32 0,01
39 Passauer Neue Presse 4.740.881 -2,8 0,31 0,01
40 Mitteldeutsche Zeitung 4.696.150 -3,3 0,31 0,01
41 Südwest Presse Online 4.466.625 10,9 0,30 0,05
42 News Republic 4.455.001 -5,9 0,30 0,00
43 Mediengruppe Thüringen Online (TA, OTZ, TLZ) 4.391.159 0,7 0,29 0,02
44 LVZ-Online 4.368.658 0,0 0,29 0,02
45 shz.de 4.286.930 -10,7 0,28 -0,01
46 Frankfurter Rundschau online 4.222.285 -18,7 0,28 -0,04
47 Medienhaus Lensing / Ruhr Nachrichten 3.834.071 -1,7 0,25 0,01
48 Rhein Main Presse 3.765.643 1,0 0,25 0,02
49 SZ-Online 3.601.987 -2,1 0,24 0,01
50 Berliner Zeitung Online 3.557.982 13,8 0,24 0,04
Rohdaten-Quelle: IVW / Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Schaut man auf die getrennten Zahlen für die mobilen Angebote und die herkömmlichen Websites, so haben sich die mobilen Zahlen etwas schlechter entwickelt. Hier verlor sogar Bild.de zweistellig, ebenso Spiegel, Focus und n-tv, sowie weiter hinten die FAZ, die Huffington Post und der Express. Nach oben ging es nur für Süddeutsche.de, das nun auch hier Sechster ist, RP Online, die tz, Tagesspiegel.de und bento, das sich erstmals in der mobilen Top 20 findet.

IVW April 2016: Top 20 Nachrichtenangebote (nur Mobile)
Visits April vs. März
1 Bild.de 129.603.680 -15.969.947 -11,0%
2 Spiegel Online 109.151.692 -14.553.245 -11,8%
3 Focus Online 85.571.230 -11.193.471 -11,6%
4 n-tv.de 75.012.239 -10.348.491 -12,1%
5 Die Welt 35.282.973 -1.637.007 -4,4%
6 Süddeutsche.de 21.854.083 261.698 1,2%
7 Zeit Online 21.728.203 -1.819.642 -7,7%
8 stern.de 20.313.935 -1.331.174 -6,1%
9 FAZ.net 18.357.448 -2.324.801 -11,2%
10 N24 Online 16.299.712 -527.312 -3,1%
11 Huffington Post 8.947.131 -1.299.023 -12,7%
12 RP Online 8.230.178 289.677 3,6%
13 Express Online 8.182.677 -1.201.565 -12,8%
14 DerWesten 7.679.782 724.227 10,4%
15 tz 5.544.430 466.202 9,2%
16 Handelsblatt.com 4.545.790 -402.966 -8,1%
17 News Republic 4.455.001 -277.610 -5,9%
18 Stuttgarter Zeitung online & Stuttgarter Nachrichten online 4.328.941 -372.328 -7,9%
19 Tagesspiegel.de 4.214.109 10.473 0,2%
20 bento 3.881.124 38.063 1,0%
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Bei den Zahlen der Websites für stationäre Rechner gewann Bild.de hingegen Visits hinzu, bauste seinen Vorsprung massiv aus, da es für Spiegel und Focus bergab ging. Die etwas positiveren Entwicklungen gegenüber den mobilen Zahlen dürften sich u.a. mit Ostern erklären lassen. Die Feiertage sorgten im März dafür, dass die Leute frei hatten und wohl eher ihre Smartphones nutzten, im April waren sie dann wieder an ihren Büro-Rechnern und informierten sich dort.

IVW April 2016: Top 20 Nachrichtenangebote (nur Online)
Visits April vs. März
1 Bild.de 169.536.493 2.108.542 1,3%
2 Spiegel Online 102.428.511 -9.048.117 -8,1%
3 Focus Online 65.346.420 -8.559.708 -11,6%
4 Die Welt 44.851.572 -2.999.671 -6,3%
5 n-tv.de 35.152.748 -4.468.943 -11,3%
6 Süddeutsche.de 32.330.532 1.234.778 4,0%
7 Zeit Online 31.489.426 -2.177.039 -6,5%
8 FAZ.net 26.692.184 -3.630.159 -12,0%
9 stern.de 16.736.136 -1.017.492 -5,7%
10 Handelsblatt.com 14.544.560 -1.210.893 -7,7%
11 RP Online 10.990.470 61.622 0,6%
12 Huffington Post 10.985.853 -755.799 -6,4%
13 Tagesspiegel.de 9.571.260 -246.086 -2,5%
14 DerWesten 9.396.990 465.826 5,2%
15 N24 Online 9.017.229 -2.115.726 -19,0%
16 Express Online 8.351.719 302.960 3,8%
17 manager magazin online 6.168.293 603.326 10,8%
18 Mopo24 5.634.341 37.634 0,7%
19 tz 5.568.704 496.472 9,8%
20 Hamburger Morgenpost Online 5.521.407 -264.699 -4,6%
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

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