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Barbara macht Männer zornig: Beschwerden bei Werberat über TV-Spot

In der Ausgabe 5 von Barbara dreht sich alles um….. na? … ja, MÄNNER!
In der Ausgabe 5 von Barbara dreht sich alles um..... na? ... ja, MÄNNER!

Damit hat bei Gruner + Jahr wohl niemand gerechnet: Barbara Schöneberger zieht den Zorn des starken Geschlechts auf sich und wurde nun zu einem Fall für den Deutschen Werberat. Dort haben sich zwei Männer gemeldet und eine angebliche Diskriminierung und Herabwürdigung des Mannes in einem TV-Spot beklagt. Darin witzelte Schöneberger unter anderem, dass sich Frauen "alle einen zu Hause" hielten.

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Mit “einen” ist natürlich der Mann gemeint. Das starke Geschlecht mit all seinen Facetten war Thema der Heftausgabe Nummer 5, für das der Verlag Gruner + Jahr zum ersten Mal eine TV-Kampagne gestartet hatte. Der Spot lief im April bei verschiedenen Publikums- und Frauensendern. Zu sehen war Schöneberger in Nahaufnahme, wie sie sich direkt an die Zuschauer wandte und sagte:

Als ich mein erstes Heft herausgebracht habe, da heben die Leute gestöhnt. Oooh, jetzt macht sie auch noch ‘ne Zeitschrift. Aber dann kam’s so gut an, da habe ich einfach weiter gemacht. In meinem neuen Heft geht es um MÄNNER. Wir halten uns alle ja einen zuhause. Wir reden über einfach alle. Supermänner, tolle Typen, Arschlöcher, Idioten, starke Männer. Jetzt in meiner neuen Barbara.

Zwei Männern ging das offenbar zu weit. Wie der Deutsche Werberat gegenüber MEEDIA bestätigte, sind bei den Reklamewächtern zwei Beschwerden wegen Herabwürdigung und Diskriminierung eingegangen. Beanstandet wurde zum einen, dass über den Mann wie ein Haustier gesprochen worden sei, aber – zum anderen – auch ein bisschen aus Prinzip. Die Beschwerdeführer haben auch deutlich machen wollen, dass Werbung nicht nur auf Frauen bezogen kritisiert werden könne, heißt es.

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Der Werberat forderte Gruner + Jahr zur Stellungnahme auf. Das Verlagshaus wies die Vorwürfe zurück und argumentierte, der kritisierte Satz  (“Wir halten uns ja alle einen zu Hause”) sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, gibt der Werberat wieder.

Darüber hinaus sei der Spot eindeutig ironisch, erklärt Gruner + Jahr auf Nachfrage. “Bei Gruner + Jahr nehmen wir jede Leser-Beschwerde sehr ernst. Als wir allerdings von der Beschwerde des Werberats gegen unseren Barbara-TV-Spot hörten, haben wir uns doch ein wenig gewundert. Wer Barbara Schöneberger kennt – und das sind über 90 Prozent der Deutschen–, sollte wissen, wie ironisch und humorvoll sie ist – das häufig auf Kosten der Männer”, so Iliane Weiß, Publisherin Women.

Dennoch hat sich das Hamburger Verlagshaus bereiterklärt, den Spot nicht weiter zu verbreiten. Nachdem der Werbezeitraum im TV ohnehin ausgelaufen war, ist der Beitrag nach dem Aktivwerden des Werberates auch bei Facebook verschwunden – für den Werberat hat sich die Sache damit erledigt.

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Alle Kommentare

  1. Das starke Geschlecht…???? Das kann man im 21. Jahrhundert wohl auch in Anführungszeichen setzen, wenn man auf dieses fragwürdige Synonym überhaupt zurückgreifen muss.

    1. Sehe ich genauso – das geht gar nicht! In einem Text über Männer, die sich herabgewürdigt fühlen, Frauen herabwürdigen… .

      1. Männer sind halt im Schnitt körperlich stärker als Frauen. Diese Tatsache zu nennen, würdigt niemanden herab.

        Als “schönes Geschlecht” betitelt zu werden stört euch beide sicher auch nicht…

  2. Super PR… Ist die Ausgabe schon ausverkauft? Wer waren die Männer? Vom Verlag? Oder Freunde? SO macht man das.. gell Barbara. Das eine ich ganz ernst!! Wenn man sich den Karlspreis oder die Bertelsmann-Stiftung oder diese tausend “Filmfeste” und “Preise” anschaut. Wer irgendeinen bekommt, ist ebenso ständig in den Medien wie die Preis-und-Stifter auch…. Der Karlspreis als Höhepunkt sogar beim Papst mit allen Politikern hahahahaha… Gratulation! Inglaublicher Erfolg für die Altvorderen aus dem Städtchen Aachen, die den irgendwann mal gegründet haben… Und jetzt Barbara mit der Beschwerde der Männer… beim Werberat… Immer weiter, immer höher, immer doller… bist zum Papst… der zum Dank den Politikern eine Strafpredigt gehalten hat…

  3. So viel ironie muss sein. Was denken sich diese mimosen-männchen eigentlich? Ein zeichen von souveränität ist das nicht.

  4. Ah ja. Super, das G&J für die nächsten sexistischen Untaten zu Lasten von Frauen der Verteidigung gleich die Argumentationsschiene liefert:
    Aus dem Zusammenhang gerissen, Ironie, nicht so ernst gemeint, harmlos.
    Wäre es nicht ehrlicher gewesen zu sagen, dass da ein paar hippe Gackerkaffeetanten nach dem Genuß von Fleischsalat und einer Dosis Haartonic zu viel weit über das Ziel hinausgeschossen sind?
    Aber ja, ich versteh das irgendwie schon. Niemand will Babsi im TV sehen, aber alle tun so, als sei sie der absolute Quotenburner. Niemand will “Barbara” lesen, aber angeblich ist das der totale heiße Sch****. Wüßte ich es aus dem Impressum der Bibel nicht besser, müßte ich glauben, Babsi gehört die ganze Welt.

  5. “Jeder Mann hält sich eine Frau zuhause”

    Lasst sich dieser Satz auch aus dem Zusammenhang reissen? Oder würde hier nicht sofort über die allgegenwertige Frauen Unterdrückung durch das Patriarchat gestöhnt werden?

    Es lässt sich nicht leugnen das hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

  6. Natürlich wird hier in der “BRD” schon längst mit zweierlei Maß gemessen. Man denke nur an Akif Pirinccis “KZ Satz”. Der wurde tatsächlich aus dem Zusammenhang gerissen, vom Feinsten und von der gesamten Mainstream Presselandschaft. Aber da war das ja “in Ordnung”, weil ein “böser Nazi” der Betroffene war. Wo sind wir hier, 80 Jahre nach dem 2 Weltkrieg nur wieder gelandet?

  7. Frau Schöneberger hält sich einen Elefant zu Hause. Oder mindestens ein Pferd. Nach dem Bild zu urteilen hatte sie einen bad blow job.
    Wirkt sie eigentlich auch bei der US – Präsidentschaftswahl mit?

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