Anzeige

Red Bull-Sender geht vom Netz: Mateschitz sagt dem TV ganz leise Servus

Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz (Foto) wollte Servus TV einstellen – und lässt nun doch weiter senden.

Der österreichische TV-Sender Servus TV, der zum Medienreich des Red Bull-Gründers Dietrich Mateschitz gehört, stellt seinen Betrieb überraschend ein. Die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation lasse „keine wirklich positive Entwicklung erwarten“, heißt es in einer Mitteilung. Der Sender sei für das Unternehmen „wirtschaftlich untragbar“ geworden.

Anzeige

Servus TV wurde 2009 gestartet. Seither hat Red Bull nach eigenen Angaben einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in den Sender investiert. In einer Mitteilung schreibt das Unternehmen nun zum Aus: „Wir haben uns der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes entsprechend entschlossen, den Betrieb von Servus TV einzustellen. Die Veränderungen am globalen Medienmarkt bestärken uns in dieser Entscheidung, weil digitale Angebote die klassischen, linearen Programme verdrängen.“

Servus TV gehört zur Red Bull Media House GmbH, einer Tochterfirma der Red Bull GmbH und ging 2009 aus dem regionalen TV-Sender SalzburgTV hervor. Servus TV zeigte vor allem einen Mix aus Dokus, Talkshows und auch zeitweise Übertragungen der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der Sender experimentierte auch mit 3D-Fernsehen.

Das Printmagazin Servus in Stadt und Land sei von Einstellung des Betriebs bei Servus TV nicht betroffen.

Anzeige