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Medienaktionen zum Tag der Pressefreiheit: Viral-Clips, Multikulti-Appell und Ai Weiwei für alle

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Der 3. Mai ist der internationale Tag der Pressefreiheit. Ob nun die Bild, Reporter ohne Grenzen oder auch der Verleger-Verband: Sie alle setzten auf besondere Aktionen zu diesem wichtigen Datum. So konnte der BDZV Ai Weiwei gewinnen eine Cover-Optik zu gestalten, die von hundert Zeitungen, u.a. Rhein Zeitung oder Weser Kurier, gedruckt wurde. Die Bild-Redaktion dagegen produzierte einen eindringlichen Video-Appell, während Serviceplan für RoG ein klassisches Viral produzierte.

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Die aufwändigste Aktion organisierte wohl der BDZV. Für den Verband gestaltet der chinesische Künstler Ai Weiwei die goldene Käfig-Collage „golden Age“, die aus Handschellen, Überwachungskameras und Twitter-Vögeln besteht.

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„Deutschland ist eines der wenigen Länder, in denen das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit nicht nur im Grundgesetz verankert ist, sondern täglich gelebt wird“, erklärt dazu der BDZV-Präsident Helmut Heinen. Doch auch hierzulande müsse dieses wichtige Grundrecht immer wieder verteidigt werden. Besorgt stimmten vor allem die zunehmenden Angriffe auf Journalisten. Vor diesem Hintergrund sei die Aktion der Verleger mit dem Künstler ein „Ereignis, das durch seinen Ausnahmecharakter ein weithin sichtbares Zeichen für Pressefreiheit setzen“ soll.

Die Bild-Redaktion prangert in einem vielsprachigen Appell die fehlende Pressefreiheit in vielen Ländern an. So wendet sich Politik-Redakteurin Viktoria Dümer auf chinesisch an die Zuschauer. Ihre Kollegin Jasim Beisiegel spricht koreanisch und Digital-Chef Julian Reichelt persisch. Während Print-Chefredakteurin Tanit Koch ihren Appell auf französisch an die Machthaber in Marokko richtet, meldet sich Herausgeber Kai Diekmann ganz am Ende des Videos auf deutsch zu Wort. Er sagt: „Wir fordern Freiheit für unsere inhaftierten Kollegen weltweit. Pressefreiheit ist ein Menschenrecht.“

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Ebenfalls auf die virale Kraft der sozialen Netzwerke setzten die Reporter ohne Grenzen zusammen Euronews und den Werbeprofis von Serviceplan. Unter dem Hashtag #Freeallreporters inszenierten die Drei eine Euronews-Live-Sendung, aus der Anchor-Woman Lise Pedersen spurlos aus dem Fernsehstudio in Lyon verschwindet.

 

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Alle Kommentare

  1. Ich habe die Zeichnung auch auf dem Deckblatt meiner Tageszeitung gehabt, habe nur noch nicht verstanden, was das mit Pressefreiheit zu tun hat. Einschränkung der individuellen Freiheit schon, aber Pressefreiheit?

    Wer kann mir da weiterhelfen?

  2. Der Wind bläst großen Teilen der Medien ins Gesicht. Keine Leser, sinkende Auflagenzahlen, immer mehr Rundfunkverweigerer, stumpfsinniges Weltbild, Opfer-Abo und der Bürger als Rechtspopulist und Putin-Troll.
    Da muss man natürlich winselnd das Grundrecht der Pressefreiheit bemühen. Schließlich kommt darin ja das Wort Presse vor. Für mehr Verständnis der Grundrechte reicht es bekanntermaßen nicht. Aber vielleicht erhört ja die Politik endlich das Flehen und sorgt für eine Demokratieabgabe für abgehalfterte Qualitätsjournalisten. Man zeigt sich doch schon unterwürfig und unkritisch seit Monaten dafür bereit. Muss denn als das Bücken und Kriechen umsonst gewesen sein?

  3. Deutschlqnd ist das einzige Land wo Pressefreiheit und gewährt und gelebt wird? Klar desshalb lebe ich jetzt auch außerhalb. Wer hat denn hier nachgeholfen? Oder meint Ihr man hat die Wahl der Freiheit zu sagen und zu schreiben was gewünscht wird. Oder die Freiheit wenn es einem nicht passt und nicht plötzlich als Terrorist oder Sexualtäter eingesperrt werden will die Klappe zu halten oder zu gehen. Ich kenne kein Land, dass sich jeder Unzufriedenheit der Bevölkerung stellt und gemeinsam bearbeitet. Und hierbei meine ich nicht mit mit Wasserwerfern und Schlagstöcken. Verzögerungen von Druckmaterialien damit Liefertermine nicht eingehalten werden können damit der Verlag ruiniert oder minimum als Warnung dem Nahe gebracht werden Internetseiten sehr oft nicht erreichbar sind, weil die Server “permanent gewartet werden” müssen. Der support dann “zeitweilig” nicht erreichbar ist. Auch ich schreibe und habe mehr als nur ein paar Kommentare geblockt bekommen. Habe aber niemanden vergewaltigt oder der Gleichen. Ja ich bin ausgewandert und da ich nun doch mal die Botschaft brauche, gibt es seit 2 Monaten keine Antwort mehr. Doch ohne Termin ist neuerdings nicht mehr drin. Zur Zeit heißt es eher je höher die Technik um so höher, die Diktatur und Manipulation. Dabei ist die Bevölkerung von der Maße an aufdeckung die trotzdem noch durchkommt, Ohnmächtig geworden und gößtenteils passive.

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