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Böhmermanns erbitterte Abrechnung mit Merkel in der Zeit: „Die Kanzlerin hat mich filetiert“

Jan Böhmermann äußert sich in der Zeit erstmals selbst über die Affäre rund um sein Erdogan-Schmähgedicht

Alle haben auf die ersten Äußerungen Jan Böhmermanns nach der Affäre um sein Schmähgedicht auf den türkischen Staatspräsidenten Erdogan gewartet. Jetzt ist raus, welche Plattform er sich ausgesucht hat: Böhmermann hat der Zeit ein Interview zur Affäre gegeben. Darin übt er scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie habe ihn „filetiert“ und „einem Despoten zum Tee serviert“.

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Das Interview mit Jan Böhmermann erscheint in der neuen Zeit-Ausgabe, die wegen dem Feiertag Christi Himmelfahrt schon am  morgigen Mittwoch erscheint. Böhmermann sagt darin wörtlich: „Die Bundeskanzlerin darf nicht wackeln, wenn es um die Meinungsfreiheit geht. Doch stattdessen hat sie mich filetiert, einem nervenkranken Despoten zum Tee serviert und einen deutschen Ai WeiWei aus mir gemacht.“

Merkel hatte das Gedicht beim türkischen Ministerpräsidenten als „bewusst verletzend“ bezeichnet und diese Formulierung dann über ihren Sprecher öffentlich gemacht. Später hat merkel die Äußerung als Fehler bezeichnet. In dem Zeit-Interview spricht Böhmermann über sein Leben in den vergangenen Wochen der totalen Abschottung, seine Bitte an Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) um Hilfe, seine Rolle als Auslöser einer Staatskrise sowie seine Erwartungen an den Prozess, der auf ihn zukommt.

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