Partner von:
Anzeige

Apple, der Underperformer: Wie hart wird der Aufprall bei den Quartalszahlen?

Von der Lebensversicherung zum Sorgenkind: Tim Cook und das iPhone
Von der Lebensversicherung zum Sorgenkind: Tim Cook und das iPhone

Heute nach Handelsschluss gibt Apple Geschäftszahlen für das abgelaufene zweite Quartal bekannt. Schon jetzt steht fest: Eine Ära geht zu Ende. Erstmals seit Einführung des iPhones dürften die Verkäufe sinken – und das wohl gleich zweistellig. Weil auch die iPad- und Mac-Sparte weiter an Absatz verlieren dürfte, machen sich Anleger und Analysten seit Monaten auf einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang gefasst. Doch das Schlimmste könnte erst noch kommen: Der Ausblick auf das laufende Quartal. 


Anzeige
Anzeige

Exakt 365 Tage ist es her, dass Apple nach Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das zweite Quartal nochmals Allzeithochs aufstellte – bei 134,54 Dollar blinkte der Kursticker auf. Ein Jahr später hat die Marke als Rekordkurs weiter Bestand, während die Apple-Aktie in einen beständigen Sinkflug übergangenen ist, der zu Jahresbeginn gar wieder in zweistelligen Notierungen bei 92 Dollar gipfelte.

Bei 105 Dollar hat sich die Apple-Aktie zwar wieder leicht erholt, notiert aber seit Jahresbeginn schon wieder im Minus und läuft damit erneut dem marktbreiten S&P 500 als auch dem Leitindex Dow Jones hinterher, in dem Apple seit März 2015 geführt wird und seitdem zweistellige Rückgänge angehäuft hat. Mehr noch: In den vergangenen zwölf Monaten hat der iKonzern allein 22 Prozent an Wert verloren und dabei einen Börsenwert von mehr als 150 Milliarden Dollar pulverisiert.

Ende der iPhone-Ära: Apple schrumpft

Apple, der Underperformer: An der Börse, die stets die Zukunft vorwegnimmt, ist das inzwischen längst Alltag.  Warum, wird heute um 22.30 Uhr deutscher Zeit in Dollar, Cent und Prozent klar: Apples Wachstum verlangsamt sich nicht – es ist zu Ende gegangen.

Tatsächlich ist das Apple des Jahres 2016 in eine neue Ära eingetreten, vor der sich Fanboys seit Jahren gefürchtet haben: Der Zenit ist überschritten, Apple schrumpft. Und das nach jeder Lesart: Erstmals seit dem Launch 2007 wird Apple rückläufige iPhone-Absätze vermelden, wie CEO Tim Cook auf der Analystenkonferenz im Januar bereits vorwegnahm.

Apple brechen mutmaßlich seine Kassenschlager weg: Erosion beim iPhone, iPad und Mac
Anzeige

Damit ist im Grunde schon alles über das März-Quartal gesagt: Hustet das iPhone, bekommt Apple fast eine Lungenentzündung. Einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von gleich 10 Millionen Einheiten auf nur noch 51 Millionen verkaufte iPhones erwarten Analysten – das entspricht einem saftigen  Minus von gleich 16 Prozent.

Auch die anderen Konzernsparten dürften keine Hilfe sein: Kaum mehr als 10 Millionen iPads dürfte Apple zwischen Anfang Januar und Ende März verkauft haben – ein Absturz auf das Niveau von 2011 und gleichzeitig eine Halbierung gegenüber dem Bestwert 2013.

Die in den vergangenen Jahren noch so solide Mac-Sparte dürfte mit 4,6 Millionen abgesetzten Computern ebenfalls leicht nachgeben, schätzen Analysten, während die Apple Watch mit geschätzt 2,8 Millionen verkauften Einheiten vor dem schwächsten Quartal seit der Einführung vor einem Jahr steht.

Hoffnung aus weitere Aktienrückkäufe, Sorge vor dem Ausblick

Ein möglicher Hoffnungsschimmer? Vielleicht die Servicesparte iTunes, die von Cook zuletzt immer weiter hochgeredet wurde und zweistellige Umsatzzuwächse verbuchen dürfte. Darüber hinaus erhoffen sich Anleger weiteren Zugriff auf die prall gefüllten Barreserven in Form von steigenden Dividendenausschüttungen und noch größeren Aktienrückkäufen.

Doch die Freude über die Kunstgriffe des financial engineerings könnten schnell wieder verpuffen, wenn Tim Cook den Ausblick auf das laufende Geschäft abgibt, in dem sich die Implosion des iPhones nach Einschätzung von Ming-Chi Kuo noch weiter beschleunigen dürfte. So oder so: Es wird ein besonderes Quartal für Apple und seine Anhänger.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Kein Wunder.
    Inzwischen ist jedes neue Android-Smartphone besser als die iPhone je waren.

    Das neue Samsung S7, LG G5 beispielsweise rollen gerade den Markt mit großen Innovationen auf.

    Vielleicht wird es nächstes Jahr wieder ein Apple Wurf. Derzeit wohl eher nicht.

    1. Das denke ich nicht. Diese Begründung ist zu einfach.
      Vielleicht sind die Preise bei Apple einfach zu hoch.
      Das Grundlegende ist aber:
      iOS wird nicht lizensiert. Android hingegen schon.
      Das schafft Vorteile. Daher ist Verbreitung hier höher.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia