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Streit um Spiegel-Zitate: Theo Zwanziger und Günter Netzer einigen sich außergerichtlich

Günter Netzer (li.)  und Theo Zwanziger sind sich einig uneinig zu sein, verzichten aber auf einen Prozess
Günter Netzer (li.) und Theo Zwanziger sind sich einig uneinig zu sein, verzichten aber auf einen Prozess

Mit seinen zwei Titelgeschichten zur WM-Vergabe 2006 löste Der Spiegel im Deutschen Fußball-Bund ein nie da gewesenes Erdbeben aus. In der Folge musste der Präsident gehen. Die juristische Aufarbeitung läuft noch immer. Ein Baustein der ersten Argumentationskette des Nachrichten-Magazins waren vermeintliche Aussagen von Günter Netzer, die dieser nie getätigt haben will. Jetzt einigte er sich außergerichtlich mit dem Spiegel-Kronzeugen Theo Zwanziger.

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Wie das Landgericht Köln in einer knappen Mitteilung kommunizierte, erklärten beide Parteien “übereinstimmend” ihren Rechtsstreit “für erledigt”. Damit entfällt einer der spannendsten Gerichtstermine der kommenden Wochen. Eigentlich sollte es am 27. April darum gehen, was Netzer bei einem Treffen in Zürich 2012 zu Zwanziger gesagt hatte.

Nach Angaben des ehemaligen DFB-Präsidenten soll der Ex-Kicker zu ihm gesagt haben, dass man für die WM-Bewerbung asiatische Stimmen gekauft hätte. Das schrieb so Der Spiegel und das bestritt Netzer stets.

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Jetzt teilten Netzer und Zwanziger mit, dass man sich “unter vier Augen” über die Inhalte des damaligen Gespräches ausgetauscht hätte. “Nicht in allen Punkten haben wir ein übereinstimmendes Erinnerungsvermögen”. So lege Günter Netzer “Wert auf die Feststellung, dass es in dem besagten Gespräch keine Aussage von ihm gegeben habe, die so interpretiert werden könnte, dass die vier asiatischen Stimmen bei der WM-Vergabe 2006 gekauft wurden”. Theo Zwanziger wiederum “nimmt dies zur Kenntnis und erklärt, für ihn gebe es nach Vorlage des Freshfields-Berichtes keinen Grund mehr, die streitgegenständliche Aussage zu wiederholen.”

Offenbar beharren beide auch weiterhin auf ihre Position. Trotzdem scheinen beide kein große Interesse an einer öffentlichen Verhandlung zu haben.

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