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Quartalsbilanz: Google-Mutter Alphabet bleibt unter den Erwartungen – Aktie verliert 6 Prozent

Google-Gründer Larry Page ist CEO von Alphabet
Google-Gründer Larry Page ist CEO von Alphabet Foto: dpa

Es kann nicht immer nur nach oben gehen: Die letzten drei Male, als Alphabet seine Quartalsbilanz vorgelegt hatte, reagierte die Wall Street mit explosionsartigen Kursaufschlägen. Diesmal jedoch schlug das Pendel in die andere Richtung aus: Die Alphabet-Aktie gab nach Präsentation der Geschäftsbilanz für das erste Quartal nachbörslich um mehr als sechs Prozent nach. Der Grund: Die Google-Mutter hatte sich den Luxus erlaubt, mit ihren Ergebnissen leicht unter den Analystenerwartungen zu bleiben.

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Das letzte Mal, als Alphabet sein Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal vorlegte, gab es eine ganz besonderes Belohnung: Die Aktie haussierte nicht nur um acht Prozent – die Google-Mutter übernahm auch gleichzeitig den Börsenthron von Apple. Es sollte der bislang eine und einzige Handelstag an der Spitze der Kapitalmärkte bleiben.

Gestern nach Handelsschluss schlug das Pendel in die andere Richtung aus: Anteilscheine von Alphabet brachen nachbörslich um mehr als sechs Prozent auf 732 Dollar ein; rund 32 Milliarden Dollar an Börsenwert wurden dabei ausradiert.

Ergebnisse unter den Erwartungen

Grund für den Kurssturz: Das vorgelegte Zahlenwerk für das erste Kalenderquartal lag leicht unter den Analystenerwartungen. Zwischen Anfang Januar und Ende März erlöste das Internet-Konglomerat 20,35 Milliarden Dollar.

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Das entsprach zwar einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent, lag jedoch minimal unter den Wall Street-Schätzungen von 20,38 Milliarden Dollar. Um Währungseffekte bereinigt, wären Alphabets Erlöse sogar um 23 Prozent gestiegen.

“Andere Wetten” verbrennen über 800 Millionen Dollar in drei Monaten

Netto verdiente der wertvollste Internetkonzern in den ersten drei Monaten des Jahres 4,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie nach Bilanzierungsstandard GAAP fiel mit 7,50 Dollar je Anteilsschein allerdings deutlich geringer aus als von Analysten erwartet, die mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 7,96 Dollar gerechnet hatten.

Auch die  “Anderen Wetten” (wie die Smart Home-Sparte Nest, das selbstfahrende Auto oder etwa  Project Loon), die Alphabet in der Holding-Struktur nun gesondert ausweist, waren kostspieliger als von der Wall Street erwartet. Zwar konnten die Erlöse von 80 auf 166 Millionen Dollar mehr als verdoppelt werden, doch die Nettoverluste weiteten sich erheblich von 633 auf 802 Millionen Dollar aus.

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