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“An den Haaren herbeigezogen”? Ströer-Aktie stürzt nach Vorwürfen von Muddy Waters ab

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Die Aktionäre des deutschen Zahlungsabwicklers Wirecard oder der französischen Supermarktkette Casino können ein Lied davon singen - nun hat ein Frontalangriff von spekulativen Vorwürfen am Donnerstag auch Ströer hart erwischt. Nach einem kritischen Bericht des Research-Dienstes Muddy Waters brachen die Papiere des führenden Digital-Vermarkters am Mittag um rund ein Drittel ein.

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Zuletzt erholte sich die Aktie leicht, lag aber noch mit gut 26 Prozent im Minus bei 39,58 Euro. Ströer scheine in seinem von Analysten hochgelobten Digitalgeschäft insgesamt weniger erfolgreich zu sein als viele Anleger gemeinhin glaubten, wirft Muddy Waters dem Unternehmen unter Berufung auf eigene Berechnungsmodelle vor. Daher werde auf Kursverluste gesetzt. Muddy Waters ist allerdings für kritische Berichte und Leerverkaufsempfehlungen bekannt. Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten und damit Geld verdienen wollen.

Auf diesen möglichen Interessenskonflikt wies dann auch Ströer in einer ersten Stellungnahme hin. Im Übrigen sei der Bericht “an den Haaren herbeigezogen, enthalte nichts Neues und sei diffamierend”. Muddy Waters stelle das gesamte Geschäftsmodell in Frage. Dabei hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge den besten Jahresbeginn seiner Geschichte erlebt.

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Mitte Dezember hatte Muddy Waters die französische Supermarktkette Casino ins Visier genommen. Mit dem “Erfolg”, dass die Aktie am gleichen Tag um über 20 Prozent in die Knie ging. Gar um etwa ein Viertel ging es für Wirecard-Papiere abwärts, nachdem ein bis dahin völlig unbekannter Research-Dienst mit spekulativen Vorwürfen auf den Plan getreten war.

In den Kursverlauf hat der Rutsch nun eine tiefe Scharte gerissen. Ströer war 2015 mit einem Kursgewinn von 134,22 Prozent Spitzenreiter im MDax. Anfang 2015 hatten die Papiere noch rund 25 Euro gekostet; im November waren es dann mehr als 60 Euro. Nun fielen sie zurück auf das Niveau vom Mai des Vorjahres.

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