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Gute Quoten für den ProSieben-Völkerball, aber chancenlos gegen “DSDS”

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"Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft": Thorsten Legat (l.) aus dem Team "Dschungel" und Annica Hansen aus dem Team "Roter Teppich"

Der erste große ProSieben-Sport-Event der Nach-Raab-Ära hat dem Sender sehr ordentliche Quoten beschert: 1,21 Mio. 14- bis 49-Jährige sorgten für immerhin 14,9%. Gegen "DSDS" (1,62 Mio. / 17,6%) verlor die Show aber. Im Gesamtpublikum gewann "Wilsberg" den Tag, gute Zahlen gab es hier auch für Florian Silbereisens "Schlagerfest".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. “ProSieben Völkerball Meisterschaft” mit besseren Marktanteilen als die Raab-Sport-Events 2015

1,21 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die kompletten 4:43 Stunden der ersten “ProSieben Völkerball Meisterschaft” im Durchschnitt. Das entsprach einem guten, wenn auch etwas unspektakulären Marktanteil von 14,9%. Der Sender kann die Show aber absolut als Erfolg verbuchen. Verglichen mit Stefan Raabs Sport-Events des Vorjahres lag der “Völkerball” Marktanteils-technisch sogar davor. So erreichte die “TV total Wok-WM” 2015 nur 13,9%, “Das große TV total Turmspringen” 13,3% und “Die große TV total Stock Car Crash Challenge” 12,5%. Bei den Zuschauerzahlen lag der Völkerball in etwa auf dem Niveau der “Wok-WM” (1,29 Mio.) und dem Turmspringen (1,22 Mio.). Im Gesamtpublikum war die “Wok-WM” 2015 zudem noch einen Tick besser als der Völkerball: 1,98 Mio. bescherten der “Wok-WM” damals 8,0%. Dennoch: ProSieben kann und wird sich ermutigt fühlen, auch ohne Raab weitere solcher Events zu erfinden.

2. “DSDS” gewinnt im jungen Publikum und leidet kein bisschen unter dem Völkerball

Der Tagessieg bei den 14- bis 49-Jährigen ging aber nicht an den Völkerball von ProSieben, sondern an “Deutschland sucht den Superstar”. 1,62 Mio. junge Menschen entschieden sich für die Casting-Show – 17,6%. Damit lag sie auf Vorwochenniveau (1,65 Mio. / 17,0%), litt also offenbar gar nicht unter der Konkurrenz durch die ProSieben-Show. Sat.1 konnte mit seinem Film “Jack and the Giants” nicht mit RTL und ProSieben mithalten, blieb bei Werten von 900.000 und 9,2% hängen.

3. “Wilsberg” siegt souverän im Gesamtpublikum und muss sich bei 14-49 nur “DSDS” geschlagen geben

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Das insgesamt populärste TV-Programm des Samstags hieß aber “Wilsberg”. 6,99 Mio. Krimifans schalteten den neuesten Fall des Münsteraner Ermittlers ein – grandiose 22,8%. Damit landete der Film in der Prime Time klar vor dem “großen Schlagerfest” des Ersten, das mit 4,90 Mio. und 17,2% dennoch ein Erfolg war – und noch klarer vor “DSDS” mit 3,23 Mio. und 11,5%. Auch im jungen Publikum war “Wilsberg” ein Erfolg: Mit 1,38 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 14,1% musste sich das ZDF hier nur “DSDS” geschlagen geben, besiegte aber alle anderen Programme wie auch “Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft”.

4. kabel eins und RTL II versagen mit “Blue Bloods” und “10.5 – Apokalypse”

Zu den Verlierern des Abends gehörten auch an diesem Samstag kabel eins und RTL II. Beide blieben mit ihren Prime-Time-Serien meilenweit unter dem Soll. So wollten nur 250.000 und 200.000 14- bis 49-Jährige die beiden “Blue Bloods”-Episoden bei kabel eins sehen – katastrophale Marktanteile von 2,6% und 2,0%. RTL II, das den Flop der vergangenen Wochen “The Closer” durch den oft wiederholten Film “10.5 Apokalypse” ersetzte, lockte damit 380.000 junge Menschen an – ebenfalls schwache 4,2%. Immerhin, denn “The Closer” lag vor einer Woche bei 1,3% bis 1,8%. Etwas besser lief es für “Lara Croft – Tomb Raider” bei Vox: 570.000 14- bis 49-Jährige und 5,8% sind allerdings auch nicht das Gelbe vom Ei.

5. Tolle Quoten für “Die Kelten” auf arte, Sky holt doppeltes Millionenpublikum mit der Bundesliga

Weit über seinem Normalniveau landete am Samstagabend arte: Mit dem Doku-Dreiteiler “Die Kelten”, der ab Sonntag auch auf dem “Terra X”-Sendeplatz des ZDF zu sehen ist, lockte man zwischen 20.15 Uhr und 22.55 Uhr 830.000, 940.000 und 910.000 Neugierige an, die Marktanteile lagen mit 2,8%, 3,0% und 3,3% meilenweit über dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von aktuell 1,0%. Im Pay-TV setzte sich die Bundesliga bei Sky durch: 1,07 Mio. Fans (7,8%) sahen die Übertragungen ab 15.30 Uhr, 1,08 Mio. (4,6%) das Topspiel zwischen Bayern München und Schalke 04 ab 18.30 Uhr.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Die Qualität der Privatfernsehen lässt immer mehr nach.
    Jetzt werden sogar schon TV-Shows auf einem Killerspiel aufgebaut, bei dem es nur darum geht möglichst viele Gegner abzuknallen…

  2. Brot und Spiele.

    Das hat schon das Römische Reich lange am Leben erhalten aber genau das war eben auch ein entscheidender Faktor für seinen Untergang.

    Als Alarichs Horden den siebenten Hügel Roms überwanden war die Fassade der Stadt zwar noch großartig aber innerlich war alles verfault und morsch.

    Auf diesem Weg befindet sich meiner Meinung nach auch unsere Gesellschaft – sonst könnte Merkel nicht schon seit Jahren in allem so schalten und walten, wie sie wollte.

    Von der Finanzkrise über die Griechenlandkrise bis hin zur Flüchtlingskrise, sie macht immer eine katastrophale Politik, gestùtzt nur auf einen Haufen von Feiglingen, denen ihr Abgeordnetensitz und Dienstwagen wichtiger als alles andere ist und auf Journalisten, die sich zu ihren Lakaien machen.

    So wird aus Schwarz in den Medien dann regelmäßig weiss.

    Das Volk wird mit Fuss- oder ersatzweise eben Völkerball abgelenkt und ruhig gehalten. – Und mit DSDS natürlich.

    Kaiser Honorius überlebte die Eroberung und Plünderung Roms (die Folge seiner Unfähigkeit und genauso dummen wie einsamen Entscheidungen war) bekanntlich in der sicheren Festung Ravenna und musste sich nicht verantworten.

    Auch für Merkel wird sich sicher ein Plätzchen finden, wenn uns allen hier ihre Politik bald jämmerlich auf die Füße fällt.

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