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„Verbale Lynchjustiz“: Hamburger Staranwalt Gerhard Strate attackiert Jan Böhmermann

Gerhard Strate spricht im Abendblatt von einer "verbalen Lynchjustiz"

Der Hamburger Jurist Gerhard Strate hat die Kritik des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann an dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verurteilt. In einem Gastbeitrag für das Hamburger Abendblatt nennt Strate die Satire „eine Art verbaler Lynchjustiz“. Böhmermann verwechsle Humor chronisch mit Beleidigung und habe das Prinzip der Menschenverachtung tief verinnerlicht.

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„Niemand hat das Recht, einen anderen Menschen als minderwertig auszugrenzen und verächtlich zu machen. Das ist so selbstverständlich wie auch das Strafverfahren, das auf Jan Böhmermann wegen seines mit bewussten Verleumdungen gespickten Gedichts zukommen wird.“

Der ZDF-Moderator hatte vor zwei Wochen in seiner Sendung „Neo Magazine Royale“ bewusst beleidigend formuliert. Er kündigte das Gedicht in der Sendung als Beispiel für herabwürdigende Schmähkritik an, die nicht erlaubt sei.

Der Jurist, früherer Anwalt von Gustl Mollath, der zu Unrecht mehr als sieben Jahre in der Psychiatrie saß, kritisierte auch die öffentliche Debatte und den „Medienhype“ um Böhmermann.

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