Partner von:
Anzeige

Konkurrenz für Media Impact: Mega-Vermarkter Score Media mit 23 Verlagen gegründet

Heiko Genzlinger ist Chef von Score Media – und hat noch viel zu tun
Heiko Genzlinger ist Chef von Score Media – und hat noch viel zu tun

Jetzt ist es amtlich: 23 Verlage – darunter die F.A.Z.-Gruppe, die Südwestdeutsche Medienholding, Madsack und DuMont – bilden den neuen Super-Zeitungsvermarkter Score Media. Er stellt sich als nationaler Crossmedia-Vermarkter auf und will damit ein Gegengewicht zu Vermarktern wie das Springer/Funke-Gebilde Media Impact bilden.

Anzeige
Anzeige

Wie MEEDIA bereits am Dienstag berichtete, firmiert der Vermarkter in Düsseldorf künftig unter Score Media Group GmbH & Co. KG. Operativ soll der Vermarkterriese in der zweiten Jahreshälfte aktiv werden. Dann will Firmenchef Heiko Genzlinger mit „werbewirksamen Produkten und Formaten für nationale Print- und Crossmedia-Kampagnen“ an den Markt gehen, die regional ausgesteuert werden können.

An dem neuen Zeitungsvermarkter sind 23 Verlagshäuser beteiligt. Weitere Medienunternehmen sind in dem Verbund willkommen. „Selbstverständlich steht die Tür für weitere Verlage offen, die sich der Score Media anschließen möchten, um so von den Vorteilen einer crossmedialen Vermarktung aus einer Hand zu profitieren“, wirbt der ehemalige Yahoo-Manager. Engagiert sind an der neuen Vermarkter-Allianz diverse namhafte Branchengrößen: Dazu gehören die Funke Mediengruppe, Mediengruppe Madsack, Verlagsgruppe Ippen, DuMont Mediengruppe, Südwestdeutsche Medien Holding, Rheinische Post Mediengruppe, Mediengruppe Pressedruck, NOZ Medien, Medien-Union, Verlagsgruppe Rhein Main, F.A.Z.-Gruppe / RheinMainMedia, Aschendorff Medien, DDV Mediengruppe, Mediengruppe Dr. Haas, Zeitungsverlag Neue Westfälische, Verlag Lensing-Wolff, Weser-Kurier Mediengruppe, Westfalen-Blatt Vereinigte Zeitungsverlage, Verlag Der Tagesspiegel, Zeitungsverlag Aachen, Mittelbayerischer Verlag, Mediengruppe Oberfranken und der Kieler Zeitung Verlag.

Damit hat sich die Branche der Regionalzeitungsverlage nach einer schweren Geburtsphase zu einem Vermarktungsriesen zusammengerauft. Vier Jahre lang hatten die Medienhäuser unter dem Arbeitstitel „Projekt Lotus“ gebraucht, um das national agierende Unternehmen zu schmieden. Fraglich ist noch, welche Mitarbeiter aus der bisherigen Kombi Ballungsraum-Zeitungen (NBRZ) und Medienhaus Deutschland (MHD) zu dem neuen Gebilde wechseln.

Anzeige

Um vor allem in der digitalen Vermarktung schlagkräftig zu sein, geben die Gesellschafter von Score Media Firmenchef Genzlinger den direkten Zugriff auf ihr Online-Inventar. Dadurch verfügt der Vermarkter nach eigenen Angaben über eine bundesweit flächendeckende Crossmedia-Reichweite von mehr als 41 Millionen Nutzern monatlich. „Wir werden weiter mit unserer geballten Digitalkompetenz und -technik für das OMS-Inventar die reine Digitalvermarktung betreiben und darüber hinaus unsere Kompetenz auch gern der Score Media für Crossmedia Angebote als Partner anbieten“, erklärt Christian Schmalzl, COO der Ströer SE & Co. KGaA, seinen Teil an der Allianz. Auch im Print-Bereich legt Score Media ein ordentliches Pfund in die Waagschale. So beziffert die Düsseldorfer Gesellschaft für die gedruckten Medien eine gebündelte Reichweite von rund 25 Millionen Lesern pro Tag.

Damit steht Christian Nienhaus, Chef des Springer/Funke Vermarkters Media Impact (MI), künftig ein gewichtiger Gegenspieler am Markt gegenüber. Er hatte daher im Vorfeld der Firmengründung die Vermarktungs-Allianz öffentlich mehrfach madig gemacht und dafür geworben, dass sich die Regionalverlage durch MI vermarkten lassen sollten. Dadurch hoffte Nienhaus auf neue Mandaten, um vor allem die nachlassenden Vermarktungsumsätze des Springer-Flaggschiffs Bild aufzufangen.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia