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Facebooks f8-Konferenz: Mark Zuckerberg legt 10-Jahresplan vor

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Mann auf seiner Mission: Mark Zuckerberg hat einen großen Plan für Facebook in der nächste Dekade

Mark Zuckerberg gibt sich staatstragend: Auf der Keynote zur Eröffnung der Entwicklerkonferenz f8 stimmte der 31-Jährige erneut das Mantra einer vernetzen Welt an. Vor allem aber gab der Facebook-Chef einen erstaunlich weiten Ausblick auf die Zukunft des weltgrößten Social Networks und rollte einen 10-Jahresplan aus, in dem Chat-Roboter und Virtual Reality eine tragende Rolle spielen.

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Ungewöhnlich pathetischer Einstieg von Mark Zuckerberg zur jährlichen Entwicklerkonferenz f8: “Statt einer Mauer wollen wir eine Brücke bauen. Statt Menschen zu teilen, wollen wir sie verbinden”, erklärte der Facebook-Chef in San Francisco – eine deutliche Anspielung auf die zuletzt schrillen Töne im US-Wahlkampf und in der polarisierenden Flüchtlingskrise.

“Wir müssen optimistisch sein, um die Welt zu verändern”, gab sich Zuckerberg missionarisch und erinnerte für einen Moment an den größten Visionär der Tech-Branche – Apple-Gründer Steve Jobs.

Entsprechend ambitioniert schien dann auch das Programm, das Zuckerberg in seiner halbstündigen Keynote ausrollte: Nicht auf die nächsten drei oder fünf Jahre beschränkt sich Zuckerbergs Masterplan – der erste 31-Jährige hat eine Grand Vision für die nächsten zehn Jahre!

Mark Zuckerberg enthüllt Facebooks 10-Jahresplan

Und so soll Facebooks 10-Jahresplan aussehen: Bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt das inzwischen 1,6 Milliarden Menschen umfassende Social Network das beherrschende Produkt im Facebook-Universum, das Zuckerberg immer weiter verbessern und optimieren will.

Schließlich gibt es noch viele Nutzer zu erreichen: 4 Milliarden Menschen sind immer noch ohne Internet – potenzielle Facebook-Nutzer, die der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt mit seiner Initiative Internet.org vernetzen will, für die etwa ein solargetriebenes Flugzeug entworfen wurde.

Facebook 2020: Mit Instagram, WhatsApp, dem Messenger und Live Videos in die nächste Dekade

In den nächsten drei bis fünf Jahren werden zugekaufte und ausgekoppelte Produkte wie Instagram, WhatsApp und der Messenger immer weiter an Bedeutung gewinnen und weiter miteinander vernetzt werden.

Dabei ist schon die Gegenwart beeindruckend:  Bereits jetzt bringen es WhatsApp und der Facebook Messenger auf 60 Milliarden täglich verschickte Nachrichten – das ist dreimal mehr als der Spitzenwert der weltweit verschickten SMS.

Facebooks Zukunft liegt in der künstlichen Intelligenz  und Virtual Reality

Weitere Meilensteine für die Zukunft: Die Suche wird verfeinert, Gruppen-Kommunikation wird verbessert, vor allem aber der Videobereich gewinnt immer weiter an Bedeutung, wie der weltweite Rollout von Facebook Live in der vergangenen Woche unterstreicht. Mark Zuckerberg sprach bereits vom “goldenen Zeitalter der Online-Videos”.

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In den kommenden zehn Jahren vollzieht sich dann ein technologischer Wandel, der manchen Zukunftspessimisten das Fürchten lehren dürfte: Die künstliche Intelligenz (AI) wird ebenso zum Alltag gehören wie Virtual Reality, die mit dem Launch der Augmented Reality-Brille Oculus Rift bereits ihre Schatten vorauswirft.

Die Bots kommen: Firmen lassen im Messenger antworten

Futuristisch muten auch die Veränderungen bei Facebooks Kommunikationszentrale Messenger an,  der in der vergangenen Woche gerade erst den 900 millionsten Nutzer verkündete. Durch eine Messenger-Schnittstelle (API) für Chatrobots erhalten Unternehmen wie erwartet eine ganz neue Möglichkeit zur Kundenkommunikation.

Der Chatrobot simuliert die Interaktion mit dem Nutzer, indem er auf bestimmte Schlagworte reagiert – Mark Zuckerberg präsentierte das am Beispiel von CNN, das dem Nutzer auf Anfrage die Topstories des Tages pushte.

Sponsored Ads: Werbebotschaften im Messenger

Nicht minder interessant ist der Einsatz von Chat-Robots aus E-Commerce-Sicht. Marken können  Nutzern auf Anfrage neue Angebote senden. Wer bei einem bestimmten Anbieter nach “Schuhen” sucht, bekommt entsprechende Offerten.

Das könnte in der Folge allerdings auch Werbenachrichten nach sich ziehen. Wie das Techportal TechCrunch erfahren haben will, sollen “Sponsored Ads” in den Messenger kommen. Entsprechend euphorisch äußerte sich Messenger-Chef David Marcus, der im Messenger “die nächste große Plattform sieht, um Dinge private zu teilen”.

“Account-Kit”,  “Quote Sharing”, „Beitrag speichern“: Neue Facebook-Features vorgestellt

Vorgestellt wurden auf der f8 ebenfalls zahlreiche kleinere Neuerungen für den Alltagseinsatz im weltgrößten Social Network: “Account-Kit”, mit dem sich Nutzer auf Facebook mit ihrer Telefonnummer oder eMail-Adresse in neuen Apps anmelden können, wodurch Anmeldehürden abgebaut werden.

Neu ist auch das Feature “Quote Sharing”, durch das Zitate, die im Web oder in Apps gefunden wurden, mit Freunden direkt auf Facebook geteilt werden können. Mit dem neuen Button „Beitrag speichern“  können Nutzer interessante Artikel, Produkte oder Videos aus dem gesamten Web direkt in ihrem „Gespeichert“-Ordner auf Facebook ablegen.

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Alle Kommentare

  1. Facebook wurde mit CIA Geld gegründet…..siehe google und Wikipedia: in-Q-Tel

    Der ständihe Hype um angelsächische Unternehmen von deutschen und europische Medienkonzern offenbart eine wiederliche Unterwürfigkeit und Vasallen Stellung!

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