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Solidarität mit Jan Böhmermann: Warum Mathias Döpfner unseren Respekt verdient

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Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner

Überraschendes Bekenntnis eines Top-Managers der deutschen Medienszene: In der Welt am Sonntag hat sich Mathias Döpfner, Vorstandschef von Axel Springer vollinhaltlich mit der Schmähkritik von Jan Böhmermann gegen den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan solidarisiert. Da Döpfner explizit bereit ist, auch juristische Konsequenzen zu tragen, könnte der Rechtsstreit außer Kontrolle geraten.

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Die Meldung über den Gastbeitrag des Springer-Vorstandschef in der Welt am Sonntag machte am Sonntagmorgen die Runde. Sie war, zwischen den Zeilen, eine Sensation. Noch nie in den vergangenen Jahren hatte sich der Chef eines Medienhauses so entschieden für einen Medienschaffenden eingesetzt. Man darf nicht vergessen: Es ist leicht, als Verlagschef gegen Google, Mehrwertsteuersätze oder Werbeverbote zu sein und das öffentlich kund zu tun. Aber es erfordert eine Menge Mut, in der aktuellen Situation eine Breitseite gegen die Regierung, gegen die Bundeskanzlerin abzufeuern, wie es Mathias Döpfner an diesem Wochenende getan hat. Das ist so bemerkenswert wie wichtig für die Medien.

Wer bislang der Meinung war, dass Axel Springer sich sukzessive zugunsten digitaler Aktivitäten in Rubrikenmärkten, Preisvergleichen etc. aus dem Publishing und Agenda Setting zurückzieht, wurde hier eines Besseren belehrt. Mathias Döpfner hat mit seinem Böhmermann-Bekenntnis ein Zeichen gesetzt – auch in Richtung der Türkei und ihres Staatspräsidenten. Denn Döpfner ist nicht irgendwer, sondern der wohl mächtigste Verlagschef der Republik und Verleger von Europas auflagenstärkster Zeitung. Geballte Meinungsmacht. Wenn so einer Partei für einen Underdog ergreift, einen Mittdreißiger und hochtalentierten Comedian, der bislang aber in der Nische wirkt, dann bekommt die Causa Böhmermann eine neue Fallhöhe.

Es war wohl kein Zufall, dass nur Stunden nach Veröffentlichung von Döpfners Erklärung das Strafersuchen der türkischen Regierung publik wurde, inklusive der irritierenden Anmerkung, dass die Bundesregierung das Anliegen “prüfe”. Wer den Kunstliebhaber Mathias Döpfner kennt, weiß, dass für ihn die Freiheit der Kunst und der “Anderen” unverhandelbar ist und dass er aus Überzeugung handelt: an einem Comedian, der die Grenzen der Satire auslotet, darf kein Exempel statuiert werden, schon gar nicht in einem internationalen Kontext – egal, was die wankelmütige Staatsräson gerade befiehlt. Ein Wink mit dem Zaunpfahl an Angela Merkel für den Last Exit Anstand der Bundespolitik. Nach derzeitigem Anschein ist der Ausgang ungewiss.

Man kann nur spekulieren, ob Döpfner in dieser Weise oder überhaupt reagiert hätte, wenn es in der vergangenen Woche mehr Politiker und Medienleute gegeben hätte, die in Sachen Böhmermann unmissverständlich die Freiheit der Kunst eingefordert hätten. Doch da kam fast nichts. Stattdessen war zu lesen, dass die Staatsanwaltschaft gegen den ZDF-Moderator ermittelt, und dass jetzt auch noch die Bundesregierung “prüft”. Die Politikerin Angela Merkel hat sich in eine Lage gebracht, in der es mit Blick auf das Verhältnis zu einem autoritären Herrscher wie Erdoğan kein Zurück mehr gibt, wenn sie ihr Gesicht (und das von Europa) wahren will.

Die Kanzlerin hat dies fahrlässig aus freien Stücken getan, denn ohne ihre Verurteilung des Verhaltens von Jan Böhmermann (und ihre mutmaßliche, wenn auch nicht bestätigte Entschuldigung bei der türkischen Regierung) wäre sie gar nicht in diese Zwickmühle geraten. Hätte sie der türkischen Regierung eine Klage vor einem deutschen Gericht empfohlen, wäre sie besser geraten gewesen. Mit dem Urteil eines Zivilgerichts nach deutschem Recht könnte in diesem Fall jeder leben. Das Satiremagazin Titanic ist trotz der Regel “Satire darf alles” verschiedentlich wegen Schmähkritik verurteilt worden, und dies war, wie jeder weiß, kein Untergang.

Auch Jan Böhmermann dürfte klar sein, dass er mit seiner Erdoğan-Schelte zu weit gegangen ist. Aber dies festzustellen, ist eben nicht Sache der Politik, sondern – auf Antrag des Betroffenen – der Justiz. So, wie es jetzt läuft, ist Meinungs- und Kunstfreiheit in diesem Land offenbar wieder verhandelbar. Niemand in den Medien, der diesen Gedanken weiter und zu Ende denkt, darf hinnehmen, was hier im Namen von Angela Merkel geschieht. Die Kanzlerin, die mit ihrer mutigen Haltung zum Schicksal von Millionen Bürgerkriegsflüchtlingen vom US-Magazin Time zur “Person of the Year” gewählt wurde, ist im Begriff, eine populäre Medienfigur zu opfern und ihren Nimbus nicht nur bei Menschenrechtsaktivisten komplett einzubüßen.

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Wenn es eines Beweises bedurft hatte, dass Regierungschefs anderer Länder sich in innerdeutsche Angelegenheiten einmischen können, dann ist er hier – ohne echte Not – erbracht worden. Das ist der größte Schaden, der durch das Verhalten von Angela Merkel und ihrer Administration in den vergangenen Tagen angerichtet worden ist. Das ZDF hat sich dabei als verlängerter Arm der eigenen Regierung gezeigt, ein Tiefpunkt in der Historie eines Senders, der durch seine Gebührenfinanzierung eigentlich unabhängig von schnelllebigen äußeren Einflüssen sein sollte. Ein beleidigter Staatschef scheint zu reichen, um ein deutsches Grundrecht zumindest vorübergehend außer Kraft zu setzen. Jan Böhmermann als Staatsfeind. In welchem Land leben wir eigentlich?

Jan Böhmermann scheinen die Geschehnisse viel tiefer getroffen haben, als es viele seiner Fans ahnen. “Ich fühle mich erschüttert in allem, an das ich je geglaubt habe”, postete der 35-Jährige am Freitagmorgen auf Facebook und sagte seine Präsenz bei der Verleihung seines Grimme-Preises ab: “Mein Team von der Bildundtonfabrik und ich bitten um Verständnis, dass wir heute Abend nicht in Marl feiern können.” Auch einen Auftritt bei Anne Will am Sonntagabend im Ersten lehnte er ab; nach MEEDIA-Infos auch auf Drängen des ZDF. Stattdessen diskutierten dort No-Names und Außenstehende. Das war alles längst keine Satire mehr, real bleibt der erschreckte Hilferuf eines Künstlers, dessen Welt aus den Angeln geraten ist. Man muss ihn nicht mögen oder seinen Humor teilen, denn darum geht es hier nicht.

Was Satire darf, entscheiden in einem freien Land im Zweifel die Gerichte, niemals die Politik. In diesen Tagen wird mit Unterstützung der deutschen Politik ausgetestet, wie schnell und wie weit sich Medien und Kunstschaffende einschüchtern lassen. Als die Titanic den Papst mit einer bepinkelten Soutane zeigte, waren Bischöfe und Vatikan auf den Rechtsweg angewiesen. Die (aussichtsreiche) Klage wurde von der Kirche zurückgezogen, weil der öffentliche Schaden zu überwiegen drohte. Bei Böhmermann dagegen sprang die Kanzlerin für den angegriffenen Staatschef in die Bresche. Sie hat damit den Bogen überspannt, mit unabsehbaren Folgen. Das hat der Axel Springer-CEO Mathias Döpfner erkannt, und genau deshalb ist sein Beitrag zur Debatte so wertvoll.

Der Welt-Beitrag von Mathias Döpfner ist dabei eine gezielte Provokation. Sollte der Comedian rechtlich belangt werden, fordert der Springer-Chef einen eigenen Platz auf der Anklagebank. Und man kann sicher sein, dass er diese ungewohnte Rolle nutzen würde, um einen derartigen Prozess zum Tribunal gegen die Einschränkungen der Medienfreiheit geraten zu lassen.

 

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Alle Kommentare

  1. Eure ewige Verteidigung von Böhmermann nervt. Ich kann auch nicht einen Polizisten beleidigt und vorher sagen Das darf man in Deutschland nicht und denken dass ich damit durchkomme.

    1. Denken können Sie was Sie wollen, das tut aber überhaupt nix zur Sache.

      Am Ende entscheidet in einer Demokratie aber immer noch ein unabhängiges Gericht und nicht das Kanzleramt oder irgendeine Partei Vorsitzende.

    2. Ach, der Massenmörder und Folterer Erdoğan, der Wahlen fälscht und die Bewohner ganzer Städte in ihre Häuser sperrt, bis ihr politischer Widerstand bricht, ist ein deutscher Polizist?

      Merkel hätte mit diesem Despoten, der Saddam Hussein oder Bashar al Assad in nichts nachsteht, nie einen Vertrag schließen dürfen. Aber sie wil lihn als Kettenhund gegen unschuldige Flüchtlinge, die aufgrund westlicher Fehler überhaupt nur auf der Flucht sind.

      1. Ist es nicht paradox, dass ausgerechnet Deutschland, das sich dem Irak-Feldzug von 2003 verweigert hat, die Suppe auslöffeln muss, die die USA, GB und die “Koalition der Willigen” (u.A.auch Solidaritäts-Verweigerer, wie z.B. die Polen…!) einst eingebrockt hatten?
        Ausgerechnet Deutschland, das sich mit der europäischen Integration soviel Mühe gemacht hat, müsste nun zusehen, wie dieses historische Friedens-Projekt Europa sukzessive innerlich zerbröselt, dass ihm einige der mit viel Geduld und Aufwand seinerzeit “ins Boot Geholte” einfach die kalte Schulter zeigen… Eine herbe Enttäuschung für alle EU-Romantiker, die an so etwas wie “Solidarität” zu glauben wagten…
        Hätte sich hierzulande jemals jemand ernsthaft vorstellen können, dass irgendwann unsere Bundeskanzlerin als Bittstellerin an den Bosporus eilen hätte müssen? Und das noch dazu zu jemandem, der, im Unterschied zu Frau Merkel, mit Humanismus absolut nichts am Hut hat und absolut keine Fähigkeit erkennen lässt, Konflikte im eigenen Land lösen zu können – ein Brandbeschleuniger par excellence.
        Unerträglich so etwas.

    3. Nicht die Böhmermann-Verteidigung nervt, sondern dessen Vorverurteilung durch u.A. auch die Bundeskanzlerin.
      Für sie steht ja ein wenig mehr auf dem Spiel: Ist Erdogan eingeschnappt und das Abkommen mit ihm platzt, steht sie mit ihrer Administration vor unlösbaren Problemen.
      Es ist nicht leicht, mutig der Humanität das Wort zu reden, das hat Angela Merkel schmerzhaft erfahren müssen. Und jetzt muss sie lieb zu Onkel Rajip Tayyip sein, ausgerechnet zu ihm!!
      Da soll einer sagen, er hätte schon immer gewusst, wie alles kommen würde – es war vielleicht zu ahnen, mehr aber auch nicht! Eines muss ich aber schon beobachten: Jeder von uns kennt jemanden, der nach außen hin absolut kontrolliert und immer Herr/Frau der Lage zu sein scheint. Und doch gibt’s da Momente mit Entscheidungen “aus dem Bauch raus”, wo er/sie scheinbar alle Zurückhaltung fahren lässt und auch seine/ihre intimsten Kenner überrascht, bzw. vor den Kopf stößt. –
      Und so habe ich das nun mal gesehen und wir erleben gerade die Konsequenzen daraus…
      Erdogan’s Mimosenhaftigkeit ist nicht der Maßstab – allein die deutsche Jurisprudenz wird letztlich zu einem Urteil kommen müssen, ob Böhmermann tatsächlich zu dick aufgetragen hat oder nicht. der türkische Präsident hätte womöglich besser getan, nicht so viel Staub aufzuwirbeln, aber er ist es gewohnt, gleich den Knüppel zu schwingen.
      Schlimm genug, dass er dies in seinem eigenen Land so ungehemmt darf.

    4. Man Hinze, die verteidigen nicht Böhmermann sodern dein Recht auf frei Meinungsäuserung und dass auch du keine Represalien dafür befürchten musst wenn du dich hier gegen die Meinung der Mehrheit stellst.

      Dass mein lieber ist gelebte Demokratie…….

  2. Man muss Döpfner und seinen Konzern nicht mögen (ich tue es insbesondere wegen der BILD nicht), um dessen Solidarität für Böhmermann nun doch zu schätzen. Und damit die nötige Fallhöhe tatsächlich erreicht wird, habe ich vorhin dem Wunsch von Döpfner entsprochen und gegen ihn eine Strafanzeige gestellt. Es bleibt spannend…

  3. Quis custodiet ipsos custodes?

    Ich erwarte in den nächsten Tagen Identisches von allen relevanten Medien, die klug sind zu erkennen, dass der Einknickbereitschaft der aktuellen Regierung von allen demokratischen Kräften Einhalt geboten werden muss.

    Die Medien sind nicht nur Kommentaren, sondern auch Wächter. Ihre Aufgabe war es immer, den Rechtsstaat mitzugestalten. Das Bauernopfer Böhmermann muss verhindert werden, soll der Erdrutsch nicht auf die gesamte Branche niederregnen.

    Herr Döpfner hat das erkennt und mit dem selbstverständlichen Mut eines sehenden Mannes gekontert. Chapeau! Oh, und wer jetzt mit Springer-Polemik kommt, darf sich diese ausdrucken und so lange auf den verblödeten Schädel kloppen, bis Hirn wächst.

    Handelt. Bezieht Stellung. Oder ihr verliert alle Relevanz.

    1. “Ich erwarte in den nächsten Tagen Identisches von allen relevanten Medien.”

      Würde das in einer Zielrichtung geschehen, die Ihnen politisch nicht passte, dann schrieben Sie vermutlich “Gleichschaltung der Medien”, gell?

  4. Ja, der tapfere Herr Döpfner. Im Jahr 2012 noch durfte unwidersprochen vom Vorstand die Zeitung “Die Welt” kommentieren, dass die Klage des Papstes gegen die Satirezeitschrift Titanic völlig richtig sei.

    So ist das mit den Predigten zum Thema Kunstfreiheit.

    Und, jede Wette: ein Böhmermann-Schmäh-Gedicht über Israels Netanyahu, und Döpfner hätte mindestens geschwiegen.

    Der tapfere Herr Döpfner.

    Aber wenn der Türke sein Recht wahrnehmen möchte, das ihm der deutsche Rechtsstaat mit diesem bescheuerten §103 nun mal anbietet, dann droht der Untergang des Abendlandes. Und auf Tucholsky verweisen, immer gut, man hört schon die Sturmtruppen der türkischen SA.

    Aber nett, dass Georg Altrogge mal wieder Gelegenheit zum Antichambrieren bei den Verlagsbossen erhielt.

    1. Zitat:

      “Aber wenn der Türke sein Recht wahrnehmen möchte, das ihm der deutsche Rechtsstaat mit diesem bescheuerten §103 nun mal anbietet, …”

      ==========

      §103 bietet ihm genau dies “Recht” eben gerade NICHT.

      Der gilt nur für die Beleidigung von Staatsoberhäuptern, die sich gerade zu einem Staatsbesuch im INLAND aufhalten, was zum Zeitpunkt von Böhmermanns Satire nun eindeutig NICHT der Fall war:

      “§ 103 – Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten

      (1) Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt oder wer mit Beziehung auf ihre Stellung ein Mitglied einer ausländischen Regierung, das sich in amtlicher Eigenschaft im Inland aufhält, […] wird […] bestraft.”

      Quelle und zum Nachlesen (acu ohne die Punkte):

      http://dejure.org/gesetze/StGB/103.html

      Fazit:

      Merkel oder wer auch immer i9m Kanzleramt, hat also überhaupt kein Recht hier tätig zu werden, denn dafür fehlt ihr nämlich schlicht die entsprechende Rechtsgrundlage.

      Erdogan war zum Zeitpunkt der Satire nicht im Inland und deshalb greift auch § 103 nicht.

      Erdogan müßte sich also selbst bemühen und bei einem deutschen Gericht Strafantrag stellen, so wie jeder andere auch.

      1. Sie irren leicht, was den §103 betrifft. Der Passus mit dem Inlandsaufenthalt gilt nicht für Staatsoberhäupter, sondern für “ein Mitglied einer ausländischen Regierung”. Das erkennt man schon an dem trennenden “oder wer”.

      2. Ich bin zwar kein Jurist und deshalb ist es durchaus möglich, das ich mich auch irren kann aber:

        So wie das geschrieben ist, kann sich das durchaus auch so darstellen, das gemeint ist:

        1.) das Staatsoberhaupt

        Dann das “oder” und damit

        2.) das Regierungsmitglied

        Dann allerdings kommt das Wort “das”, welches sich wie eine Klammer, gleichermaßen auf das Staatsoberhaupt und das Regierungsmitglied beziehen kann, welche sich im Inland aufhalten müssen.

        Im Übrigen, selbst wenn ich damit falsch lag, was sein kann, weil ich gegoogelt habe:

        Paragraph 104 zumindest sagt eindeutig, das die Bundesregierung zustimmen muss, um den Staatsanwalt von der Leine zu lassen.

        Er verpflichtet die Regierung jedoch nicht dazu, diese Zustimmung zu erteilen, sondern läßt ihr dabei võllig freie Hand.

        Es ist eine reine Ermessensfrage der Regierung, die auch ablehnen kann, was sie nach Paragraf 104 noch nicht mal begründen muss.

        Und genau deshalb ist es wichtig, ihr aus den Medien und aus der Bevölkerung ” Entscheidungshilfen” in Formen wie sie z.B. Herr Döpfner oder auch Didi praktizieren, an die Hand zu geben, meinen Sie nicht?

  5. DA schreibt ein Hr. B ein “Gedicht”, die Türkei moniert nachdem die gesamte DE Presse & Politik dass zum Frühjahreshoch erhoben hat u. macht ein Drama daraus…, als käme der Weltuntergang, einige mit dem Nutzen der Profilierungssucht…!!!
    Der Präsi E. wird sich eins lachen…, wie sich die gesamte bauernschlaue DE Presse & Politik da rein steigert…!!!

    DABEI stehen tausende von Frauen, Männern u. Kindern in Europa am Abgrund, umzäunt von Stacheldraht, Tränengas u. Blendgranaten, gejagt wie die Tiere im Mittelalter…!!!

    DA kann man wirklich sagen: Die gesamte Presse, auch MEEDIA hat wirklich große, große Sorge um dieses “Gedicht” des Hr. B….!!!

    WAS geht in so Köpfen vor…, die sich an solchen “Dingen” des Hr. B. bejubeln, dies beschreiben, dies diskutieren und dafür stundenlange Meetings abhalten:
    Was können wir dazu noch sagen, bzw. schreiben…, während ein paar Kilometer weiter eine Menschenverachtung getrieben wird…, die in unserer Zeit seines Gleichen sucht…!!!

    DA sollten sich mal die Oberen der gesamten DE Presse & Politik an die Grenzzäune stellen, die “Luft” atmen u. die “Geräusche” hören…, aber da sieht man keinen, warum sieht man da keinen…???

    AUS 3 bis 4 Tausend Kilometer Entfernung tut man sich halt leichter im warmen Bürosessel, als bei Minustemperaturen, umgeben von Feldern, Gras, Wald und Kot…, vom geregelten Essen im Sterne Restaurant gar nicht zu reden…!!!

    UND MEEDIA wird natürlich auf die Tausendstel % nachmessen…, bei der gesamten DE Presse wie es um des Erbarmen des Gedichtes” des Hr. B. steht…!!!

  6. Das Herr Döpfner das Schmähgedicht gut findet, glaube ich sofort. Auch der Spielgel hat ja schon einiges an diffamierenden und diskriminierden Artikeln veröffentlicht – und auch manchmal Stürmer Niveau erreicht.
    Böhmermanns Text ist eindeutig Rassistisch – er bedient die rassistischen Klischees von Dönergestank bis Ziegen, er ist diffamierend, er ist zudem grottenschlecht – und er bringt überhaupt nichts: er deckt nicht auf, er bringt nicht zum Nachdenken, er überspitzt nicht satirisch – nur ein Wust von Beleidigungen und Klischees. Hätte ich diesen Text geschrieben und veröffentlicht, hätte ich schon längst ein Anzeige wegen Beleidung und Volksverhetzung am Hals und etlicht Gutmenschen wären schon in Schnappatmung verfallen. Unabhängig davon, an wen sich der Text richtet.
    So sagt Döpfers Applaus und wem er seinen Respekt zollt, etwas über ihn aus, ist aber sonst wohl von keiner Relvanz.
    Es ist übringes niemals eine gute Idee, Machtpolitiker wie Erdogan zu beleidigen – die Konsequenzen für die eitle Selbstdarstellung eines einzelnen müssen viele andere tragen.

    1. Ich glaube Sie haben die Aufregung um den Fall nicht richtig verstanden.
      JA, das Gedicht ist rassistisch und diffamierend.
      JA, es ist geschmacklos und beleidigend.
      JA, wenn ihm durch eine entsprechende Rechtsgrundlage eine Straftat nachgewiesen werden kann muss er sich SELBSTVERSTÄNDLICH vor Gericht dafür verantworten.

      Aber das hat NICHT die Regierung und/oder die Bundeskanzlerin zu entscheiden, sondern die Gerichte. DAS ist das Problem, dass sich die Politik in den Fall masgeblich einmischen will!

      1. Und weil das, wie Sie zu Recht formulieren, eine Sache der Gerichte sein sollte, müssten Sie doch einverstanden sein, wenn die Bundesregierung einer gerichtlichen Klärung auf Antrag Erdogans nicht im Weg steht. Oder?

  7. Es kann nicht sein das ein krimineller Diktator mehr Rechte in Deutschland hat, als ein Satiriker bzw. ein Komiker.
    Verklagt werden kann nur die Kanzlerin, die wissentlich einen Diktator unterstützt und unsere Freiheit verkauft.
    Einen Diktator kann man gar nicht genug beleidigen……..
    Ich fordere Straffreiheit für Böhmermann und Mediale Freiheit für Deutschland.

  8. Das wäre ein ganz schwarzer Tag für die Bundesrepublik, sollte Angela Merkel einem Strafantrag zustimmen. Dann hätten wir DDR Verhältnisse und das war mein Grund, die DDR 1881 nach langem Gefängnissaufenthalt zu verlassen. Man sollte generell mit den Türken nicht mehr weiterverhandeln. Das alles ist der falsche Weg.

  9. Nach ausführlicher Prüfung durch die hausinterne Rechtsabteilung sowie naheliegender Sicherstellung einer Nichtverurteilung “wagt” Herr Döpfner den “mutigen” Schritt…

    Sorry, mehr als plakatives Dafürsein springt wie immer bei der Springer-Presse nicht heraus. Sich jetzt zu Wort zu melden, wo bereits alle Optionen abgewägt, alle möglichen Motivationen Herrn B.’s zerpflückt und etwaige Bestrafungen ausgeschlossen wurden, ist fast so wie im Sportunterricht “Hier!” zu rufen, wenn alle Geräte bereits von anderen Willigen weggeräumt wurden.

    Wer glaubt, dass sich Herr Döpfner gerade heldenhaft an Böhmis Seite stellt, glaubt auch dass in Adventstee eine Prise Advent enthalten ist.

  10. Meinen Sie diesen Satz wirklich ernst? Das ist auch Ironie oder Satire?

    “Aber es erfordert eine Menge Mut, in der aktuellen Situation eine Breitseite gegen die Regierung, gegen die Bundeskanzlerin abzufeuern …”

  11. Es geht doch nicht darum, wer für wen und weshalb in die Bresche springt. Sondern darum, dass wir in unserem Lande das Recht der Meinungsfreiheit haben. Und falls sich einer auf den Schlips getreten fühlt, muss er sich privat mit dem Schlipstreter auseinandersetzen. Der türkische Diktator nimmt sich sehr viel heraus, oder hat man seine Wahlreden in Deutschland vergessen, wo er unsere türkischen Mitbürger gegen unseren Staat und seinen Umgang mit Religion aufhetzt? Das müsste verboten werden. Kniefälle vor dem Machthaber lassen ihn nur noch arroganter und erpresserischer werden.

  12. Ja, Satire soll alles dürfen – ausser geschmacklos sein wie im Fall Böhmermann. Da besteht doch ein grosser Unterschied zum gelungenen Spottlied in der WDR-Sendung extra drei.

  13. Stimmt, das Gedicht des Herrn B. war saumäßig und es wird durch die Aufregung drum nicht besser. Aber leider sind schlechter Geschmack, idiotische Ansichten, dämliche Äußerungen jeglicher Art – Gott sei Dank! – nicht strafbar oder nur in seltenen Fällen.
    Dass ein Land mit einer autokratischen Regierung verhandelt, mag der aktuellen politischen Situation geschuldet sein: Man kann es kritisieren, aber totales Schweigen hilft niemand. Aber dass ein Staat, der immerhin rund 70 Jahre recht erfolgreich demokratische Strukturen entwickelt hat, beflissen den Wünschen eines Beinahe-Dikators nachkommt, das ist unerträglich und geht gar nicht, egal, wie dämlich das Gedicht war.
    Ich denke, nun ist jeder aufgerufen, unsere Demokratie und ihre Einrichtungen zu verteidigen – Frau Merkel kann und tut das ja nicht!

  14. Wenn ich dies richtig verstanden habe, dann gibt es den § 103 und 104a des Strafgesetzbuches. Nach 104 entscheidet die Bundesregierung, ob der Strafantrag der Türkei überhaupt ans Gericht weitergeleitet wird. Dann kommt es zu einem normalen Gerichtsprozess. Schade, das der Autor dies nicht berücksichtigt. So bleibt ein schaler Nachgeschmack: keine vernünftige Recherche und deswegen vieles falsch und vieles Spekulation. Schade. Wirft ein fahles Licht auf die Qualität von Meedia.

  15. Es ist erstaunlich, wie die Presse geschlossen aufschreit, wenn es um das Thema Pressefreiheit geht. Ich bin weder Jurist noch aufmerksamkeitsgeiler Journalist. Für mich bleibt eine Beleidigung eine Beleidigung, selbst wenn Sie raffiniert als Schmähschrift in vermeintlicher Satire verpackt wird. Pressefreiheit (und auch Satire) sollte nicht Narrenfreiheit bedeuten und einfachste Anstandsregeln verletzten dürfen. Herr Erdogan hat allen Grund, sich beleidigt zu fühlen. Selbstredend wäre es klüger gewesen, das auszuhalten. Dann wäre die Sache längst vergessen. So dürfen sich die ach so objektiven und (“selbst”gerechten) Medienvertreter über viele neue Schlagzeilen freuen. Den “Erdowahn-Beitrag” fand ich witzig, die Schmähschrift samt Inszenierung durch Herrn Böhmermann nur widerlich.
    Es passt zum Niveau einiger Produkte aus dem Hause Springer, dass Herr Döpfner sich persönlich einbringt. Angeblich spielt sich der Witz auf einer höheren Ebene ab, die Zensur des Gedichts von Herrn B. verschafft ihm erst Aufmerksamkeit. Niemand – auch nicht ein Herr Erdogan – sollte ungestraft als Pädophiler oder Sodomist bezeichnet werden dürfen – das ist für mich einfach nur geschmacklos, beleidigend und Missbrauch der Pressefreiheit. Eine offizielle Entschuldigung von Herrn Böhmermann halte ich für angemessen, eine Abmahnung durch den Presserat sowie eine saftige Geldstrafe ( z.B. an den Kinderschutzbund) . Dabei kann sich Herr Döpfner gern solidarisieren und ihm finanziell unter die Arme greifen.

    1. Danke für das posten Ihrer m. E. sehr klaren, klugen und ‘geerdeten’ und eigentlich von jedem auch nur mittelmäßig intelligenten Menschen nachvollziehbaren Position!

      Sie sticht m. E. textlich wie inhaltlich weit aus allem auf dieser Seite zu lesenden heraus – da schließe ich den ‘Beitrag’, dem alle diese Postings zu Grunde liegen sogar mit ein!

      Dass mich Ihr Posting so ‘versöhnt’ und ich Ihnen direkt danke, hat übrigens einen einfachen Grund: Ich bin selbst seit nunmehr fast drei Jahrzehnten Journalist – allerdings kein ‘aufmerksamkeitsgeiler’.
      Und empfinde bei dem, was heute so alles wie selbstverständlich unter Journalismus firmiert und vom Publikum offenbar auch so wahrgenommen wird, auf ‘Haltungsfragen’ bezogen als in nicht unerheblichen Teilen derart unterste Schublade, dass ich Ihr diesem Beruf etwas pauschal zugeordnetes Adjektiv nicht einmal anstößig empfinde, sondern sehr gut nachvollziehen kann.

  16. Mir erscheint Herr Erdogan als einer der gefährlichsten Politiker zur Zeit. mit dem Ziel einen islamistischen osmanischen Staat in Eurasien zu errichten. Dennoch ist dieses Spiel um die Attacken von Herrn Böhmermann ein absolut übles. Zeigt es doch, von wem der Rechtsstaat permanent aber schleichend zerstört wird. Hätte die gleiche Äußerung etwa ein AfD Politiker getan, so wäre die Parteinahme eindeutig für den Musterdemokraten Erdogan gewesen. So aber steht der eigene Pressefilz mit seiner mehr als merkwürdigen Agenda im Visier, sofort gelten andere Regeln. Genau deshalb empfinde ich die deutsche Medienmafia als zutiefst abstoßend, widerwärtig und verlogen.

  17. Nur weil ein Mensch der Döpfner heißt etwas zum Besten gibt ist dies noch lange nicht der Weisheit letzter Schluß ! Presse – und Meinungsfreiheit ist in der Tat ein hohes Gut. Es ist konstituierend für die freiheitlich demokratische Grundordnung. Gerade ihr in der politischen Auseinandersetzung so wichtiger Schutz kann aber nur in Anspruch genommen werden, wenn sie sachlich bleibt und das allgemeine Persönlichkeitsrecht anderer nicht erheblich verletzt. Sicher muß an Satiere ein großzügiger Maßstab angelegt werden, jeden noch so banalen Schwachsinn mit dem Label “künstlerische Freiheit” zu versehen wird dem Anspruch guter, geistreicher Satiere nicht einmal im Ansatz gerecht.

  18. Danke, meedia, für diese Einordnung. Denn jetzt kann ich endlich benennen, was mir an dieser ganze Affäre so unangenehm ist. Eben nicht ein trotteliges, geschmackloses und unpassendes Gedicht des unfassbar selbstverliebten Herrn Böhmermann, der den Kollegen von extra3 das Podest nicht allein überlassen kann – sondern, dass sich die Kanzlerin dazu genötigt fühlt, ebenselbiges Gedichtchen öffentlich zu verurteilen. Natürlich darf der Privatmann Herr Erdogan das Gedicht nicht gut finden und natürlich darf er dagegen wegen Beleidung strafrechtlich vorgehen – ebenso wie die Kirche seinerzeit gegen die Papst-Karikatur der Titanic vorgehen durfte. Und das Gericht muss dann im Einzelfall entscheiden, ob das Gedicht Satire war und sein darf oder Beleidigung und nicht sein darf. Aber Frau Merkel und jeden anderen Politiker hat der ganze Vorfall in ihrer oder seiner Rolle als politischen Vertreter des deutschen Staats einen Scheißdreck anzugehen. Denn nach ihrer Äußerung muss ich mich jetzt auf einmal mit dem mir zutiefst unsymphatischen Jan Böhmermann solidarisieren, einfach, weil es eben nicht an der Kanzlerin ist, einem Satiriker das Maul zu verbieten, egal, welchen Mist er verzapft hat. Das dürfte nur ein Gericht – und wenn dieses Gericht, dessen Richter mein vollstes Mitleid hat, jetzt wirklich entscheidet, dass das Gedicht Beleidigung war und Herr Böhmermann in den Knast muss, muss es sich dem Vorwurf stellen, von der Politik beeinflusst worden zu sein – weswegen es eigentlich von vorneherein anders entscheiden muss. Und schon ist unsere Justiz nicht mehr unabhängig. Vielen Dank, Frau Merkel.

  19. Wie meist, schlagen auch in dieser Angelegenheit zwei Herzen in meiner Brust. Natürlich ist die Pressefreiheit eines der höchsten Güter unserer Demokratie. Ob Herr Döpfner die aktuelle Solidarität mit Herrn Böhmermann völlig uneigennützig zu markte trägt, darf durchaus bezweifelt werden. Natürlich sollte in unserem Staat alles über einen evtl. anstehenden Diktator geäußert werden dürfen, ohne dass sich ein Politiker in die Arbeit der Judikative einmischt. Gerichte sollten noch immer in einer Demokratie exklusiv entscheiden dürfen, wann eine Äußerung als Beleidigung angesehen werden darf und wann nicht. Dies ist nicht die Aufgabe der Politik, allerdings auch nicht der Presse. Satire sollte alles dürfen, solange es als Satire klar definiert wird. Ob eine sogenannte Pressefreiheit restlos alles darf, wie in den Fällen Wulff oder Kachelmann, sollte aber auch einmal hinterfragt werden.

  20. Wir sind einfache Bürgerinnen/Bürger Deutschlands und möchten unsere Meinung zum “Fall Böhmermann” aufzeigen. Schon Stunden vor der Ausstrahlung der Sendung “Anne Will”,stand für unsere private Diskusionsrunde fest,daß die politische Einmischung zu diesem oben genannten Fall eine Angstentscheidung der Regierung war. – Aus Furcht vor einem unberechenbaren Herrn Erdogan????!!!! – Hat sich aus diesem Grund die Politik in innerdeutsche Gerichtsangelegenheiten eingeschaltet??? – Eir sind einhellig zu dem Ergebnis gekommen: Es ist eine Angstentscheidung!!! Dahin gehend,daß ein persönlich beleidigter Herr Erdogan seine Landesgrenze für Flüchtlinge öffnet. – Nur,in wie weit kann man Diesem Herrn (ver) trauen? Wir denken,wird jetzt der Forderung des Herrn Erdogans nachgegeben und Herr Böhmermann erhält sogar die Höchststrafe,würden sich für Herrn Erdogan alle Türen öffnen,um sich bei jedweder,für ihn empfundenen persönlichen Beleidigung,in innerdeutsche Gerichtsbarkeiten einmischen zu können und ihm somit ein Recht gewährt wird,das nicht akzeptiert werden darf.Der Großteil der deutschen Bevölkerung ist der gleichen Meinung.Wurde das von der Regierung überhaupt hinterfragt? Hat doch in der Vorzeit Herr Erdogan ausdrücklich verboten,daß ausländische Regierungsvertreter sich nicht in SEINE Rechtssprechung einzumischen haben!!! Somit kann die deutsche Regierung Herrn Erdogan mit seinen eigenen “Waffen” schlagen und jede Einmischung,bzw. Forderung seinerseits zurückweisen. – Will die deutsche Bevölkerung es zulassen ,fremdbestimmt von Herrn Erdogan bevormundet, sogar erpressbar zu werden?? NEIN!! Diese Regierung ist von uns gewählt worden im Vertrauen auf Demokratie und Schutz wie in dem Fall Böhmermann, vor vielleicht erpresserischen Machenschaften! Wir hoffen unsere Regierung,allen voran Frau Merkel,zeigen Stärke,bieten Herrn Erdogan die Stirn und setzen deutsche Rechtsgrenzen!! Dieses wird von der Mehrheit der deutschen Bevölkerung erwartet!!!!

  21. Herr Döpfner kann über die Aneinanderreihung von Schweinereien und Perversitäten (Verkehr mit Tieren) durch Herrn Böhmermann herzhaft lachen. Diese Offenlegung eigener Primitivität des CEO von Springer ist schon beachtlich. Der Mann ist ein schofeliger Nachahmungstäter, das ist alles.
    Er sieht Schweinigeleien als Kunst an, wenn es denn gereimt ist; mag er, aber sich dann auch keinesfalls wundern, wenn es ihn oder seine Arbeitgeberin durch einen drittklassigen Täter trifft.

  22. Interessant auch von dem Hintergrund, daß die Axel Springer SE immer noch eine Beteiligung an einem wichtigen türkischen Medienunternehmen hält.

  23. Ein wichtiger Punkt wird in all den Diskusionen meist vergessen: Es geht in dieser Satire eben NICHT um die Türkei, auch NICHT um das türkische Volk, vielleicht auch nicht um einen türkischen Presidenten, wenn man sich an die Art und Weise der Wahlmodalitäten erinnert. Es geht in diesem Beitrag von Herrn Böhmermann um Satire, das betont er in seinem Beitrag immer wieder.
    Es geht in dieser Satire einzig und allein um diesen Herrn Erdogan. Es geht um den Menschen, der in der Türkei die größte freie Zeitung eliminiert, bei der betreffenden Gerichtsverhandlung gegen diese Zeitung den deutschen Botschafter versucht, des Saales zu verweisen, mit den Worten: “Das hier ist die Türkei – das ist nicht Deutschland”. Und was fordert dieser Mensch jetzt von Deutschen Politikern nochmal…? Ich glaube, ich hab’s schon vergessen. Das ist sicher auch besser so.

  24. “Darüber entscheidet nicht die Politik, darüber entscheiden die Gerichte.” Genau, und deswegen möge die Regierung dem Strafverlangen zustimmen, sodass ein Gericht entscheidet, m.E. am besten mit Freispruch. Döpfner hat nicht den Mut, das Gedicht auch abzudrucken, und wenn man den ganzen Text liest, merkt man, dass es ihm nur darum geht, dass seine BILD weiter stänkern kann wie bisher. Döpfner lügt außerdem, wenn er sagt, diverse Titanic-Cover seien unbeanstandet geblieben. Auch wenn ich im konkreten Fall auf Seiten von JB bin, finde ich bei sowas immer geschmacklos, wenn auf einmal alle Presseorgane von FAZ bis BILD sich solidarisieren. Ihr müsst dann auch die Konsequenzen tragen, also Sie, Herr Döpfner, ebenfalls einen Hinweis auf Ihre mutmaßlichen Schrumpelklöten und sodomitischen Aktivitäten, und alle BILD-Kritiker, dass dieses Schmierblatt Nacktfotomontagen von Ihnen zeigt, Sie beim Sackkratzen im Garten stalkt und Ihre Adresse veröffentlicht, klar?

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