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Trotz iPhone 7: Staranalyst prophezeit Apple 2016 den großen iPhone-Einbruch

Kommen neue iPads ohne Keynote von Apple-CEO Tim Cook?

Alarmsignale aus Fernost: Der notorisch treffsichere Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities äußert sich skeptisch zu Apples Absatzentwicklung im laufenden Jahr. Das iPhone dürfte demnach erstmals in einem Geschäftsjahr weniger Einheiten verkaufen als im Vorjahreszeitraum. Der Einbruch soll gleich zweistellig erfolgen und Apple weniger als 200 Millionen Einheiten absetzen, mutmaßt Kuo. Das iPhone SE soll demnach floppen und auch das iPhone 7 hinter den Erwartungen zurückbleiben.

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Die Zeitenwende wird in knapp drei Wochen eingeläutet: Am Montag, den 25. April, verkündet Apple sein Zahlenwerk für das abgelaufene erste Kalenderquartal, das bei Apple bereits das zweite des laufenden Fiskaljahres ist. Nach eigener Voraussage dürften die Umsätze erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder schrumpfen – und mit ihnen wohl auch der Gewinn.

Den Grund dafür führte Apple-CEO Tim Cook bereits auf der Analystenkonferenz zur Weihnachtsbilanz an: Erstmals seit dem Launch des iPhones 2007 dürften weniger Einheiten von Apple Kultsmartphone verkauft werden. Analysten rätselten schnell darüber,ob der Einbruch noch im einstelligen oder doch schon zweistelligen Prozentbereich liegen soll, waren sich aber weitgehend darüber einig, dass Apple spätestens gegen Ende des Jahres mit dem iPhone 7 wieder wachsen dürfte.

Treffsicherster Apple-Analyst prognostiziert iPhone-Einbruch von bis zu 18 Prozent

Dagegen hält nun einer der treffsichersten Analysten der Investmentszene: Ming-Chi Kuo, der sich in den vergangenen Jahren durch seine guten Zulieferer-Kontakte den Ruf des akkuratesten Apple-Analysten erworben hat, prophezeit für das Gesamtjahr Ungemach.

So soll Apple nach Kuos Analyse 2016 lediglich zwischen 190 und 210 Millionen iPhones verkaufen – „wahrscheinlich“ weniger als 200 Millionen Einheiten sollen es sein. Was viel klingt, entspricht im schlimmsten Fall einem Einbruch von über 18 Prozent: Im Kalenderjahr 2015 setzte Apple nämlich 232 Millionen iPhones ab.

Kuo: Keine Rückkehr zum Wachstum mit dem iPhone 7

Nach Kuos Einschätzung dürfte der wertvollste Konzern der Welt in den ersten sechs Monaten des Jahres lediglich zwischen 85 und 95 Millionen Einheiten absetzen – im ersten Halbjahr 2015 waren es dagegen noch 108 Millionen Stück. Auch danach zeigt der Trend weiter nach unten: Nach 123 Millionen verkauften iPhones im zweiten Halbjahr 2015 stellt der KGI-Analyst zwölf Monate später nunmehr nur noch 105 bis 115 Millionen verkaufte iPhones in Aussicht.

Mit anderen Worten: Die Trendwende mit dem iPhone 7 – und damit die Rückkehr zum Wachstum –fällt nach Kuos Einschätzung aus. Der notorisch öffentlichkeitsscheue Analyst macht für die anhaltende iPhone-Schwäche ein geringes Interesse am iPhone SE und keine erhöhte Upgrade-Bereitschaft bei iPhone 6 und iPhone 6s-Besitzern aus.

Das iPhone 7 soll bekanntlich optisch nur geringfügige Veränderungen erfahren. Glaubt man Ming-Chi Kuo, dürfte auch nur das 5,5 Zoll große iPhone 7 Plus mit der anspruchsvolleren Dual-Kamera ausgestattet werden, bei der zwei Objektive zum Einsatz kommen. Für das mutmaßlich beliebtere 4,7 Zoll große iPhone 7 fiele damit ein Kaufargument weg.

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