Partner von:
Anzeige

Die Panama Papers und der große Unbekannte: Wie glaubhaft ist die Saga vom hehren Whistleblower?

Die Panama Papers werden als Enthüllungs-Scoop des Jahres gehandelt – aber viele Fragen sind noch offen
Die Panama Papers werden als Enthüllungs-Scoop des Jahres gehandelt – aber viele Fragen sind noch offen

Das internationale Medienecho auf die Veröffentlichung der Panama Papers ist gewaltig. Die Süddeutsche Zeitung hat dabei vorgeführt, wie man einen Investigativ-Scoop in der heutigen Zeit perfekt orchestriert und über die Kanäle Print, Online und TV mit maximalem Effekt ausliefert. Doch trotz der akribischen Reporterleistung und der Fülle an Material bleiben Fragen – vor allem die nach der Quelle.

Anzeige
Anzeige

Wenn 400 Rechercheure und Reporter aus 80 Ländern an einer Story arbeiten und dabei 11,5 Millionen Dokumente auswerten, dann sind das Verhältnisse, die im Journalismus früher schlicht unvorstellbar gewesen wären. Die Nutzung professioneller Schwarmintelligenz bietet viele Vorteile und macht es möglich, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ganze Konvolute von Artikeln erscheinen, vorbereitete TV-Dokumentationen ins Programm geschoben werden und reihenweise Interviews mit beteiligten Investigativen in allen möglichen Medien auftauchen.

Ab Sonntagabend waren die Panama Papers in der Medienwelt – und wie! In das Stakkato der Meldungen und Hintergrundberichte mischten sich schnell Statements aus der Politik mit den üblichen Rufen nach “Konsequenzen”, “Gesetzesverschärfungen” oder mindestens mehr “Transparenz” bei Geldgeschäften. Die Geschichte, die die Süddeutsche Zeitung und die vielen von ihr ins Boot geholten weiteren Medien da präsentierten, klingt unfassbar, ist aber auch schwer zu fassen. Worum es eigentlich geht, ist nicht leicht zu verstehen. Im immer schneller sprudelnden Nachrichtenstrom reichen aber längst Vokabeln, die alle möglichen Machenschaften nahe legen: Briefkastenfirmen, Offshore-Deals, Steueroasen, Panama-Connection. Alles ziemlich dubios, leider auch an entscheidenden Stellen nebulös.

Während vermutlich sehr viele Leser, TV-Zuschauer oder Radio-Hörer noch damit beschäftigt sind zu begreifen, wo genau der Skandal und der Schaden liegt, hagelte es schon die nächsten Enthüllungsschlagzeilen. “Mehrere Tausend Deutsche nutzten Briefkastenfirmen”, schrieb die Süddeutsche Zeitung, natürlich “EXKLUSIV”, und fügte hinzu: “Fast alle großen deutschen Banken gründeten oder verwalteten Briefkastenfirmen.” Das ist entweder ein Riesenskandal, vielleicht aber auch irgendwie legal. Damit soll nicht gesagt sein, dass hinter den Transaktionen nach Mittelamerika nicht mutmaßlich jede Menge krimineller Energie steckt – es ist aber das Problem der Panama Papers, dass die Geschichte nirgends richtig “rund” bzw. von Anfang bis Ende erzählt werden kann. Ganz sicher gehört es zum Geschäft der Geldwäscher und internationaler Netzwerke der Steuerhinterzieher, dass die Geldflüsse mit allen Mitteln verschleiert werden. Die 400 beteiligten Journalisten haben diesen Schleier angehoben, konnten ihn aber nicht vollends lüften. Sie liefern serienweise Verdächtige, Helfer und Helfershelfer, nur eben keinen überführten Täter (außer womöglich den isländischen Premierminister, der am Dienstagnachmittag zurücktrat).

Das ist auch nicht Aufgabe der Medien und würde die Leistung der beteiligten Investigativ-Teams nicht mindern. Es irritiert aber angesichts der Art, wie die Enthüllung mit viel Getöse inszeniert wird. Vor allem Medien, die als Zweitverwerter darüber berichten, unterliegen da leicht einer Schuldig-bei-Verdacht-Mechanik, weil sie die komplexe Materie in der Eile nicht durchdringen. Die New York Times hat deshalb sehr zurückhaltend berichtet, weil sie bei dem Rechercheprojekt außen vor war und sich erst selbst ein Bild machen will.

Für die beteiligten Medien, allen voran für die Süddeutsche Zeitung, sind die Panama Papers indes auch ein Marketing-Tool, wenn es darum geht, sich als investigatives Leitmedium zu profilieren. Grundregel dabei: Je größer der aufgedeckte Missstand, um so besser für das eigene Image. Vielleicht ist das der Grund, warum der Skandal gefühlt etwas übertemperiert dargeboten und zu laut “verkauft” wird. Wer die Artikel genau liest, entdeckt neben vielen, vielen Fakten und Details an zentralen Punkten oft auch lose Enden und Geraune. Die Geschichte hinter der Geschichte ist noch zu diffus, als dass abzuschätzen wäre, wie gravierend die Enthüllungen am Ende sind.

Und es verwundert, dass die Süddeutsche Zeitung nicht an prominenter Stelle darauf hinweist, dass sie selbst bereits vor über einem Jahr das Thema schon aufgebracht und die Grundzüge der zwielichtigen Geschäfte öffentlich gemacht hat. Am 25. Februar 2015 erschien ein Artikel unter der Überschrift “Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung: Wie Fahnder gegen das System Luxemburg losschlagen”, in dem es u.a. hieß: 

Zahlreiche Luxemburger Banken und fast neunzig Rechtsanwälte und Vermögensverwalter sollen deutschen Kunden bei Steuerhinterziehung geholfen haben, durch die Gründung von Offshore-Gesellschaften bei einem Dienstleister in Panama. Vermutlich wird es in dem Ermittlungsverfahren, das von der Staatsanwaltschaft Köln eingeleitet wurde, bald auch um den Vorwurf der Geldwäsche gehen. Jedenfalls ausschließlich um Illegales.

Es geht um exotische Schauplätze und um viel dreckiges Geld. (…) Erst vor Kurzem wurde eine neuartige Ermittlungsgruppe “Organisierte Kriminalität und Steuerhinterziehung” (EOKS) beim Landeskriminalamt Düsseldorf eingerichtet. Organisierte Steuerhinterziehung und Schwerkriminalität haben manches gemein, das ist der Gedanke. EOKS hat den Ablauf des Verfahrens konzipiert, und die EK “Kanal” in Marsch gesetzt. Es ist der erste große Einsatz der neuen Ermittlungsgruppe.

Die Aktion wurde von den Fahndern in Nordrhein-Westfalen geplant, aber am Dienstag waren auch hessische und bayerische Fahnder sowie Steuerfahnder aus Trier beteiligt. In Rheinland-Pfalz wurden, weil grenznah, Wohnungen von Mitarbeitern luxemburgischer Finanzdienstleister durchsucht, die der Beihilfe verdächtig sind. Auch bei der Commerzbank in Frankfurt tauchten Fahnder mit einem Durchsuchungsbeschluss auf. Sehr diskret soll es zugegangen sein. Es geht um die Aktivitäten der Luxemburger Commerzbank-Tochter, auch sie soll jahrelang systematisch Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben.

Über die Praxis der Geldflüsse schrieben die SZ-Autoren damals:

Dazu liegen den Ermittlern viele Dokumente und der dazugehörige Mailverkehr vor. Also etwa: Commerzbank-Manager erfragen Namenslisten verfügbarer Offshorefirmen, sie erbitten Passkopien der Strohmänner für irgendwelche Geschäfte, sie schicken Dokumente, in denen der wahre Bevollmächtigte genannt wird.

Und sogar die ominöse Finanz-Company Mossack Fonseca taucht in dem Beitrag von 2015 bereits auf:

Es geht auch gegen Verantwortliche der in Panama ansässigen Mossack Fonseca Group, sie hat schließlich all jene Briefkastenfirmen gegründet, deren Innenleben jetzt die Ermittlungskommission “Kanal” erforscht – auf der Basis von internen Dokumenten der Firma. Die Mossack Fonseca Group ist einer der großen internationalen Anbieter von Briefkastenfirmen, sie wird seit Jahren dafür kritisiert, mit so ziemlich jedem Geschäfte zu machen, der etwas zu verbergen hat.

Nach Darstellung der SZ basierten die damals eingeleiteten Ermittlungen auf Informationen, die die nordrhein-westfälischen Ermittler offensichtlich 2014 durch den Ankauf eines Datensatzes mit den Adressen von Hunderten mutmaßlichen deutschen Steuerhinterziehern erhalten hatten.

In einem aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung wird das Archiv-Material nur am Rande erwähnt:

Anzeige

Panama war dabei lange Zeit ein sicherer Hort für schmutziges Geld. Deutsche Behörden hatten viele Jahre keinen wirklichen Einblick, was da lief. Das änderte sich erst, als vor zwei Jahren ein Whistleblower Ermittlern aus Nordrhein-Westfalen interne Dokumente von Mossack Fonseca für knapp eine Million Euro verkaufte. Der Datensatz ist zwar schon ein paar Jahre alt und umfasst nur einige Hundert Offshore-Firmen – während die Panama Papers mehr als 214.000 Offshore-Firmen betreffen. Aber den Ermittlern reichten die überschaubaren Belege aus, um gegen mehrere deutsche Banken vorzugehen, deren Luxemburger Töchter betroffen waren.

Im Frühjahr 2015 holten sie zum Schlag gegen die Commerzbank aus und durchsuchten den Hauptsitz in Frankfurt sowie Wohnungen mehrerer Bankmitarbeiter und von fast hundert Kunden. Was sie fanden, waren eine Vielzahl von Belegen für Steuerdelikte.

Wenn das so stimmt, dann wurde der SZ von ihrem Whistleblower praktisch bedingungslos weit aktuelleres und umfangreicheres Material zugeschanzt als das auf dem Datenträger, der seinem Verkäufer immerhin fast eine Million Euro legales Geld einbrachte. Das ist nicht auszuschließen, wirklich plausibel erscheint es nicht. Die SZ-Autoren haben dazu der dpa ein Interview gegeben. Die Agentur schreibt:

Eine anonyme Quelle hatte der “SZ” riesige Datenmengen zugespielt – E-Mails, Verträge und andere Dokumente. “Als wir die ersten Datensätze einsehen konnten, wurde ziemlich schnell die Trageweite klar”, sagte Frederik Obermaier im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. “Wir waren schnell auf einer Ebene von Staats- und Regierungschefs.”

Frage: Wie begründete die anonyme Quelle ihre Motivation für die Weitergabe der Daten?

Antwort: Die Quelle hat uns gegenüber sehr klar einen moralischen Antrieb vorgebracht, auch mit dem Satz “Ich will, dass diese Straftaten öffentlich werden”.

Man fragt sich, warum die offenbar mindestens seit dem Frühjahr vergangenen Jahres laufenden Ermittlungen und die “Großrazzia” (SZ) bei der Commerzbank und verdächtigen Kunden in der Panama Papers-Berichterstattung nicht deutlicher benannt wird. Zu welchen Ergebnissen sind die Fahnder in den vergangenen zwölf Monaten gekommen? Warum war darüber in der Zwischenzeit in der Presse nichts zu lesen? War möglicherweise der damalige SZ-Artikel Auslöser dafür, dass sich der Informant ausgerechnet die Süddeutsche als Lieferadresse aussuchte? Zwischenzeitlich hatten sich laut SZ die Commerzbank, die HSH Nordbank sowie die Hypovereinsbank wegen der Geschäfte mit Mossack Fonseca zu Strafzahlungen in Millionenhöhe bereit erklärt.Wie die Süddeutsche weiter berichtet, haben haben auch andere Länder Daten aus dem älteren, kleineren Bestand erworben, etwa die USA, Großbritannien und Island.

Auf MEEDIA-Anfrage verwies das Landeskriminalamt Düsseldorf – Dienststelle der Ermittlungsgruppe Organisierte Kriminalität und Steuerhinterziehung – “in laufenden Verfahren” an die zuständige Staatsanwaltschaft in Köln. Der dortige Pressesprecher für Wirtschaftsstrafsachen, Ingo Kaiser, erklärte nur: “Zu steuerlichen Sachverhalten geben wir im Hinblick auf das Steuergeheimnis keine Auskünfte, weder positiv noch negativ.” Somit darf weiter gerätselt werden, ob das Ausmaß der 2015 gestarteten Ermittlungen so umfangreich ist, dass bislang noch kein Ergebnis vorliegt. Oder auch, ob möglicherweise Verfahren im Sande verlaufen sind, weil sich Verdachtsmomente nicht erhärtet haben.

Das ist der strafrechtliche Teil, der dem Anschein nach durch die Panama Papers einen neuen Schub bekommen könnte. Auf der anderen Seite stehen die Medien, die jetzt so extensiv über mutmaßliche Geldschiebereien berichten, aber rasch darüber hinweg gehen, wie der Fall ans Licht kam. Dabei scheint die Quelle von zentraler Bedeutung. Ein Whistleblower, der aus Gewissensgründen ihm unbekannten Münchner Reportern 2,6 Terrabyte brisanter Daten frei Haus liefert, wie es nun kolportiert wird. Eine Tageszeitung als Anlaufstelle statt der international bekannten Plattform Wikileaks? Das wäre alles nicht undenkbar, aber kann man das einfach so glauben? Wenn nicht einmal die SZ ihren Informanten kennt, wie sie erklärt, wie will man ausschließen, dass hier der Journalismus nicht instrumentalisiert wird, um politischen Druck auszuüben?

Cui bono? Diese Frage muss gestellt und beantwortet werden. Wem nützen die Enthüllungen, wer hat ein Interesse, eine Armada von 400 Investigativ-Journalisten auf dieses Thema anzusetzen? Dass es dabei nur um Wahrheit und Moral geht, wäre die ideale und angenehmste Variante, aber längst nicht die einzige. Deshalb wundert es nicht, dass bereits Spekulationen über eine von Institutionen oder Lobbyisten gesteuerte Weitergabe im Internet kursieren.

So ist womöglich auch das internationale Investigativ-Netzwerk ICIJ, das die SZ um Hilfe bat, nicht ganz frei von Einflüssen. Wie der Publizist und frühere britische Diplomat Craig Murray in seinem Blog schreibt, wird das ICIJ-Netzwerk vollständig vom US-amerikanischen Center for Public Integrity finanziert und organisiert. Zu den Finanziers dieses Centers gehören u.a. die Ford Foundation,  Carnegie Endowment, Rockefeller Family Fund, W K Kellogg Foundation und die Open Society Foundation (von US-Investor George Soros). Die Oberklasse des US-Kapitalismus. Murray stellt die These auf, die Panama-Rechercheure seien quasi auf dem westlichen Auge blind gewesen, indem sie bei ihren Suchanfragen die “schmutzigen Geheimnisse des westlichen Kapitalismus” ausgeklammert hätten:

Expect hits at Russia, Iran and Syria and some tiny “balancing” western country like Iceland. A superannuated UK peer or two will be sacrificed – someone already with dementia.

Murray bezeichnet es als Fehler, dass der Daten-Schatz in die Hände von westlichen Medienunternehmen gegeben wurde und nicht zu Wikileaks, die die Daten – bereinigt – für jedermann zugänglich gemacht hätten. Und dann stellt Murray noch eine interessante Frage:

What if they did Mossack Fonseca database searches on the owners of all the corporate media and their companies, and all the editors and senior corporate media journalists? What if they did Mossack Fonseca searches on all the most senior people at the BBC? What if they did Mossack Fonseca searches on every donor to the Center for Public Integrity and their companies?

Was würde wohl passieren, wenn man die Panama Papers durchforsten würde nach den Namen der Medien-Eigentümer und deren Führungspersonal? Oder nach den Sponsoren des Center for Public Integrity? Würde man Treffer finden? Das sind Fragen, auf die man gerne Antworten hätte. Man darf gespannt sein, ob sie kommen.

(ga)

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Es mehr als erstaunlich nach Ihrem Fragenkatalog die übergroße Hysterie der Deutschen Politgrößen zu sehen/ hören und zu lesen ist . Die in Deutschland in Sachen Geldwäsche , waschen von Drogengelder , Fördermittelbetrug in Milliardenbereichen , unerlaubtes abziehen von in Deutschland erwirtschaftet Baugelder ins Ausland , natürlich mit Wissen , Handeln , können von Deutschen Banken auf ihren Augen blind zu scheinen sind . Und das das diese blindgehaltenen Augen von Politiker dann auch noch juristisch Rechtskundige helfend in die Arme greifen das gegen die vorbenannten Straftatbestände nicht ermittelt werden darf . Indem ein Angestellter der G. Staatsanwaltschaft vor zeugen ausführt , wörtlich : Wir kennen seit Jahren die mafiösen Strukturen in Anwaltschaft und der benutzten Justiz , die ja auch Kinder in die Privatschule schicken wollen . Wenn wir eingreifen sollen , müssen auf Grund unseres Auftrages werden wir von ganz Oben , also von den doch sehenden Augen beim Ermitteln zurückgepfiffen . Soll heißen , indem Moment hat wieder einer mit blinden Augen de seinen Kinder auch zur Privatschule schicken möchte beim zählen des Schwarzgeldes die Augen doch aufmachen können . Das ist der Zustand der Deutschen Politik , die ihr Unvermögen mit immer wieder schimpfen auf andere von sich ablenkt und sich wundert das fast alle zur AfD überlaufen . Denke das es den blinden deutschen Politiker auffallen wird wenn der Bürger, der Wähler nur noch AfD gewählt hat . Somit welch große Freude unsere Politversager auch auf Harz 4 zurückgreifen müssen . Vorsorglich weise ich an diesem Punkt auf meinen Person / Gesundheit hin ; ich bin kein wahnhafter Querulant , noch habe ich paranoide Zustände , sondern kann diese Zustände einem Rechtsstaat unwürdig mit außer Hausgesicherten Unterlagen belegen . Weder Herr Maas noch der Innenminister haben bislang mitbekommen das gerade große teile juristisch Rechtskundige unter den großen Betrügern befinden , oft einmal sogar Prof.Dr.—- Dr. Dr. jur . als Rechtsbrecher und Förderer von Geldwäsche , doch nicht in Deutschland . Wer mehr wissen will zu blinden Augen kann sich bei mir ( uns ) melden . MfG Manfred

    1. Na da hat ja jemand Druck auf dem Schlauch. In Nordkorea wäre ein Feuer in einem Reaktor zu löschen. Das wäre doch was fürs Kollektiv und die Genossen, oder Manfred?

  2. Als ich Herrn Mascolo bei Ännie sah, wußte ich, dass hier irgendwas mal wieder grundsolide faul ist. Die Frage ist nur: Was geschieht in diesen Tagen, wovon uns die Ananas Pampers ablenken sollen? Verschwörungstheorie? Abwarten. –

  3. Die alles entscheidende Frage ,cui bono’, wem nutzt es?, – man darf wohl sagen: Endlich und Gott sei Dank rückt dieser Aspekt bei dem, was alles (m.E. niemals per Zufall zum Zeitpunkt x) von den Medien berichtet wird, wieder an die ihm gebührende = zentrale Stelle. „Wenn 400 Rechercheure und Reporter aus 80 Ländern an einer Story arbeiten und dabei 11,5 Millionen Dokumente auswerten […] und „die Süddeutsche Zeitung […] darauf hinweist, dass sie selbst bereits vor über einem Jahr das Thema schon aufgebracht und die Grundzüge der zwielichtigen Geschäfte öffentlich gemacht hat“ und von „offenbar mindestens seit dem Frühjahr vergangenen Jahres laufenden Ermittlungen“ zu erfahren ist, dann stellt sich außer ,cui bono’ noch eine Frage: Seit wann wussten Politiker von dem, was sie j e t z t Konsequenzen ankündigen lässt?

  4. Seit einem Jahr sitzen “400 Investigativ-Rechercheure” vor einem Haufen Registrierungs-Formulare von 280 000 Briefkasten-Firmen. Doch leider sind die “11,5 Millionen Dokumente” der Registrierungen jenseits des Namens quasi inhaltsleer, denn die tatsächlichen Aktivitäten und Umbuchungs-Identitäten sind darin ja nicht enthalten. Es gibt ja bekanntlich im “Briefkasten” keine “Geschäftstätigkeit”. Es gibt nur Datum und Account-Nummer, deren Funktion ja – unrecherchierbar – dem Bankgeheimnis unterliegt. That’s all!

    Keine einzige konkrete Enthüllung wurde von den “Investigativen” aufgedeckt, kein Korruptionsskandal, kein großes schmutziges Geschäft. Nur Verdacht (“auf Verdacht”) und eine private Bank-Heimlichtuerei in Island. Das stört das angefixte Volk derart, so, dass der Island-Premier zurücktreten musste.

    Es fehlten – nach einem ganzen Jahr! – noch immer echte Recherche-Ergebnisse über etwaigen Missbrauch beim Offshore. Das sieht auch weiterhin danach aus. Doch der Verdacht plus Neid-Rassismus sind auch ‘ne Story. Arabische Staaten etwa wickeln über anonyme ihre gesamten Auslands-Investitionen in Billionenhöhe “off shore” ab, alle Aktienkäufe bei VW, Deutsche Bank, Siemens-Einkäufe – weil mit ihrem islamischen Bankensystem öffentliche Groß-Invests bei Ungläubigen nicht erlaubt sind, sonst droht dort ein Aufstand islamistischen Proletariats. Wenn man bei diesem Thema den letzten Satz unterschlägt, redet Lüthgarths & Co sofort (ratlos im Gegenschuss) einen “offenkundigen Milliarden-Betrug” herbei. Gesicherte Arbeitsplätze in Deutschland? Ist ungeiles Thema, Idiot!.

    Betrüger gibt es auch unter dem Kundenstamm der Mainzer Sparkasse. Nur kann man im deutschen Bank-System nicht so rasch eine Blitzbezahlung “Zug um Zug” erledigen, wie es z.B. im internationalen Ölhandel verlangt wird. Der Transfer ist erlaubt, es wird gemacht. Passt auch nicht zur “Reality”.

    Hochgerechnet: 400 Rechercheure müssten wöchentlich weit über 1000 kaum entzifferbare Dokumente “investigativ” ausgewertet und zusammengeführt haben – tagtäglich, ein ganzes Jahr lang. Alleine das zeigt schon die Hybris der Selbstdarsteller. Das einzige, was sie tun können, sind die Namen der Besitzer zu entziffern und dann mit diesem Hinweis zu recherchieren, ob sie etwa Steuern hinterziehen. Das unterliegt jedoch weltweit dem Steuergeheimnis. Darum haben “400 Rechercheure in 80 Ländern” bisher nicht liefern können. Das bemerken sie jetzt allmählich.

    Ich wünsche allen 400 Kollegen , dass sie doch noch eine Enthüllungskette starten. Und warte auch gerne noch ein weiteres Jahr. Doch bitte ohne die gezählten 1100 Gegenschüsse von Lüthgarth-Ratlos wie in der gestiegen ARD-“Story”

  5. Außer Hype und Belanglosigkeiten auch nach einem Jahr nichts konkretes.
    Aber von Gesinnungsjournalisten erwartet man wohl dieser Tage anderes;
    zumindest ist es belustigend zu sehen, wie sich die Enthüllungsjournalisten bei jedem zweiten Satz sich vorsichtig absichernd von ihrem eigenen Ermittlungsergebnis distanzieren wollen.
    Wäre man doch lieber bei Begleittexten zu 5 Jahre alte Fotos von traurigen Kindern geblieben. Aber so wartet der Bürger noch immer auf den Knaller mit Substanz.

  6. Großer Humbug was Sie da schreiben. Wieso ist das Netz voll mit Verschwörungstheorien? Das Internet hat uns wirklich vor allem eins gebracht – Spinner

  7. “In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat.”

    Carl von Ossietzky

  8. Schon immer war Panama eine Oase, für Steuerpflichtige sich der Besteuerung legal und auch illegal zu entziehen, und das nicht erst seit gestern. Als ich in den 60ziger und 70ziger zur See fuhr, haben viele Reeder auch große deutsche Reeder, Schiffe ausgeflaggt also auch u.a. unter Panama Flagge fahren lassen, um die Tariflöhne zu umgehen. Mit der Folge, zigtausende deutsche Seeleute haben damals ihre Arbeit verloren, wenn sie nicht bereit waren unter Panama Flagge zu fahren.

  9. ->”Was würde wohl passieren, wenn man die Panama Papers durchforsten würde nach den Namen der Medien-Eigentümer und deren Führungspersonal?…”

    Und natürlich auch nach den Namen von Politikern, Schauspielern, Künstlern welche unter dem Schutzschirm der Süddeutschen stehen bzw. vice versa.

  10. Tja, den Link kann man nur empfehlen. Dass das Abkommen über den Automatischen Informationsaustausch (AIA) von den USA (und einigen Bananenrepubliken) nicht in Kraft gesetzt wurde, dass es in den USA ja mehrere sog. Steueroasen nebst Tausenden von Briefkastenfirmen gibt, und es ferner offenbar keinen einzigen USA-Bürger gibt, der in diesen sog. Panama-Papers steht, impliziert die Botschaft: Euer Schwarzgeld ist in den USA sicherer als in Panama und anderen Offshore-Paradiesen. Diese Botschaft ist m. E. das zentrale Anliegen; es geht wohl weniger darum, Putin und Konsorten anzuschwärzen. Dem kann eh kein westlicher Journalist irgendetwas.

    Stellt sich die Frage nach der Quelle. Möglich, dass es ein uneigennütziger Informant war, der die Welt vor dem Übel der Briefkastenfirmen retten will. Als Insider wird er wissen: Das Ziel ist unerreichbar. Möglich auch, dass die allwissende NSA diese Masse von Infos abgeschnorchelt hat. Und jetzt natürlich unters Volk bringen muss, damit es sich für die US auch finanziell lohnt.

    Ich werde den Verdacht nicht los, dass sich Mascolo et al da ganz schön naiv haben vor den Karren spannen lassen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia