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Eine Milliarde Dollar frische Mittel: Spotify bereitet Börsengang vor

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Der schwedische Streaming-Pionier Spotify scheint bei seinen Börsenplänen Ernst zu machen. Wie das Wall Street Journal und die New York Times gleichlautend berichten, nehmen die Schweden eine Milliarde Dollar frische Mittel auf, um gegen die wachsende Streaming-Konkurrenz mitzuhalten, die von Apples neuer Plattform Apple Music angeführt. Der Deal wird als Startschuss zum Börsengang verstanden, denn Spotify zahlt an die Investoren Strafzinsen, je länger sich das IPO verschiebt.

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Die Uhr tickt. Bis vor neun Monaten war Spotify der unangefochtene Platzhirsch auf dem wachsenden Streaming-Markt. Dann kam Apple stemmte mit der geballten Marketingpower des wertvollsten Konzerns der Welt sein Streaming-Angebot Apple Music in den Markt.

Zwar ist Spotify mit inzwischen 30 Millionen zahlenden Abonnenten weiter die unangefochtene globale Nummer eins, doch Apple hat seit dem Launch im vergangenen Juni mehr Nutzer hinzugewonnen und bringt es immerhin auch schon auf mehr als 11 Millionen zahlende Kunden.

“Start-up ohne Cashflow” besorgt sich eine Milliarde von Investoren

Auch öffentlichkeitswirksam haben die Schweden einige Mal gegen die Konkurrenz aus Cupertino den Kürzeren ziehen müssen, als etwa Taylor Swift mit viel Getöse zu Apple überlief und Spotify als “Start-up ohne Cashflow” abwatschte.

Während der Cashflow ein Problem bleibt (Spotify verlor im Geschäftsjahr 2014 bei Umsätzen von 1,08 Milliarden Euro 165 Millionen Euro),  hat das von CEO Daniel Ek geführte Unternehmen nun zumindest bei den Mittelzuflüssen nachgebessert. Wie die New York Times und das Wall Street Journal berichten, nimmt Spotify in einer Finanzierungsrunde, die von Private-Equity-Investoren TPG und Dragoneer angeführt wird, eine Milliarde Dollar auf.

Neue Finanzierungsrunde deutet auf konkrete IPO-Pläne hin
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Den Deal eingefädelt hat die Wall Street-Institution Goldman Sachs. Und das zu ganz speziellen Konditionen, die stark auf ein IPO hindeuten: So bekommen die Geldgeber Spotify-Aktien mit einem Abschlag zum Ausgabepreis um 20 Prozent, wenn die Schweden bis Ende 2017 an die Börse gehen. Für jedes weitere Halbjahr, das verstreicht, erhöht sich der Discount um 2,5 Prozent.

Spotify zahlt seinen Gläubigern zudem 5 Prozent Zinsen auf die geliehene Summe und muss alle sechs Monate, die ohne IPO vergangen sind, ein Prozent mehr bezahlen. In anderen Worten: Das Interesse, bis Ende 2017 an der Wall Street zu debütieren, ist in Dollar und Cent spürbar.

Kommt das IPO zu spät?

Am Sekundärmarkt wurde Spotify zuletzt mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet. Doch Spotify könnte bei seinen Börsenplänen spät dran sein: Nicht nur Apple erhöht mit jedem Monat den Druck – auch Google Videotochter YouTube forciert mit seiner Music-App und dem Premium-Kanal YouTube Red seine Streaming-Ambitionen.

Und dann ist da noch das sich immer weiter eintrübende Umfeld für Börsengänge. Seitdem sich die Aktienmärkte seit Monaten abwärts bis seitwärts bewegen, haben neue Börsenkandidaten immer weniger Exit-Chancen. Die letzten größeren IPOs aus dem Internet- und Tech-Sektor, Square und die Match Group, debütierten trotz erheblichen Zugeständnissen an Investoren mit einigen Startschwierigkeiten.

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