Partner von:
Anzeige

“Bleiben Score Media deutlich überlegen” – Nienhaus’ Kampfansage an den Regionalvermarkter

Media Impact-Chef Christian Nienhaus
Media Impact-Chef Christian Nienhaus

Im Interview mit Horizont hat Christian Nienhaus, Chef des gemeinsamen Springer/Funke-Vermarkters Media Impact, sein Angebot an Regionalverlage erneuert. In der Branche dürfte dies als Kampfansage an den gerade gebildeten Regionalzeitungs-Vermarkter Score Media verstanden werden.

Anzeige
Anzeige

Die Vermarkter-Landschaft der Medien ist in Bewegung. Der Regionalzeitungs-Vermarkter Score Media ist aus dem Verlagsprojekt “Lotus” hervorgegangen. Media Impact vermarktet die Zeitungen, Zeitschriften und Digital-Angebote von Axel Springer und der Funke Mediengruppe, gemeinsam mit Viacom vermarktet Springer im Joint Venture Visoon Video Impact Bewegtbild-Inhalte, Ströer hat sich einen Großteil des Digital-Kuchens gesichert.

Als Geschäftsführer von Media Impact und Axel Springer All Media (hält 51% an Visoon) sitzt Nienhaus an zentralen Schaltstellen der neuen Vermarkterlandschaft. Media Impact ist bei Print die Nummer eins. Dass dies so bleiben soll, daran lässt Nienhaus im Gespräch mit Horizont keinen Zweifel, wenn er den Vergleich mit Score Media aufmacht:

„Es gibt drei Bereiche, in denen wir Score Media auf lange Sicht deutlich überlegen bleiben werden: das Agenturgeschäft, Digital und die Beziehungen zur Markenartikelindustrie. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass ein Verlag einen Bereich von uns vermarkten lässt, zum Beispiel Markenartikel, und einen anderen von Score Media. Wir haben hier eine große und sehr effiziente Organisation sowie einen hervorragenden Kundenzugang.”

Als Zeitungsverlag könne man schon die Frage stellen, wie sinnvoll es sei, mit “riesigem Aufwand einen neuen Vermarkter aufzubauen”, der nur Print im Angebot hat, so Nienhaus weiter. Und: “Gerade die großen Handelskunden setzen immer stärker auch auf Digital. Media Impact bietet die komplette Bandbreite: Print, Display, Bewegtbild, Programmatic. Aber um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe überhaupt nichts gegen Score Media und glaube auch, dass sich der Vermarkter am Markt etablieren kann. Unser Angebot an die Verlage lautet einfach: Testet uns aus.“

Anzeige

Auch wenn Nienhaus beteuert, “überhaupt nichts gegen Score Media” zu haben, seine Aussagen lesen sich wie eine Kampfansage an den neuen Marktteilnehmer und werden garantiert auch so verstanden. Media Impact kann es sich nämlich auch nicht leisten, Marktanteile abzugeben. 2015 war ein schwieriges Jahr, das auch bei Media Impact unter Plan lief, wie Nienhaus einräumt. Das Flaggschiff Bild verliert kontinuierlich an Auflage und Ströer hat in der Digitalvermarktung die Nase vorn.

Nienhaus über den Wettbewerb im Digitalen: „Wir sind im Digitalgeschäft die Nummer 2 nach Ströer und liegen sehr deutlich vor Wettbewerbern wie Gruner + Jahr und Burda. Und wir haben ja auch einiges an Mandantengeschäft im Digitalen. Wenn wir sehen, dass sich ein Geschäft mit einem Partner nicht rechnet, lassen wir die Finger davon oder beenden auch mal eine Zusammenarbeit. Wir haben jetzt mit Business Insider und Upday zusätzliche qualitativ hochwertige Angebote im Portfolio, wir setzen stark auf Programmatic und beschäftigen uns sehr intensiv mit Native Advertising. Ich glaube auch, dass wir im Drittvermarktungs- und Mobile-Geschäft sehr große Chancen haben. Es ist viel im Fluss und als Vermarkter des führenden digitalen Verlags werden wir von den aktuellen Entwicklungen stark profitieren.“

 

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia