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18 Stunden-Arbeitstag: Jack Dorsey erklärt, wie er Twitter und Square gleichzeitig managt

Die Square- und Twitter-Büros liegen in der selben Straße in San Francisco
Die Square- und Twitter-Büros liegen in der selben Straße in San Francisco

Erster Showdown für Square seit dem Börsengang im vergangenen November: Nach Handelsschluss an der Wall Street legte der mobile Bezahldienst gestern sein Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal vor, in dem die Umsätze immerhin um 49 Prozent anzogen. Mindestens ebenso gespannt waren Analysten, wie Dorsey als CEO von gleich zwei börsengelisteten Unternehmen seine Arbeitsteilung zwischen Twitter und Square bewältigt. Ergebnis: mit 18 Stunden-Arbeitstagen.

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Man kann sich Jack Dorsey als einen der am härtesten arbeitenden Manager der Tech- und Internetbranche vorstellen. Der 39-Jährige ist bekanntlich Chef von gleich zwei börsengelisteten Unternehmen: dem von ihm gegründeten Bezahldienst Square und seit Oktober auch permanent CEO des strauchelnden Social Media-Dienstes Twitter.

Bislang scheint die Wall Street ihre Zweifel zu haben, ob die Arbeitsteilung, die ständig zu Arbeitstagen zwischen 15 und 18 Stunden führt, zum Besten der beiden Unternehmen ist. Die dramatisch abgestürzte Twitter-Aktie liegt allein seit Anfang des Jahres um 24 Prozent im Minus und hat sich seit Übernahme der Amtsgeschäfte durch Dorsey im vergangenen Juli gar halbiert; seit den Allzeithochs beträgt das Minus gar mehr als 75 Prozent.

Squares Umsätze wachsen um 49 Prozent

Square debütierte zwar im November mit einem satten Kursplus, nachdem der Bezahldienst seinen Ausgabekurs immer weiter reduziert hatte. Bei nunmehr 12 Dollar notiert Square aber auch schon wieder unter dem Schlusskurs des ersten Handelstages, der noch bei 13 Dollar gelegen hatte.

Daran änderte auch das das gestern vorgelegte Zahlenwerk für das abgelaufene vierten Quartal nichts. Die Erlöse stiegen um 49 Prozent auf immerhin schon 374 Millionen Dollar und konnten damit die Analystenschätzungen, die bei 343 Millionen Dollar gegen hatten, deutlich schlagen. Die operativen Verluste vergrößerten sich aber auf 48 Millionen oder 34 Cent je Aktie.

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Jack Dorsey: Arbeitsteilung funktioniert “sehr gut”

Angesprochen auf den Spagat zwischen Square und Twitter erklärte Dorsey, die Arbeitsteilung würde “sehr gut” funktionieren. Dorsey hat eine feste Struktur eingeführt, nach der er die Vormittage bei Twitter und die Nachmittag bei Square verbringe.

Möglich sei das, weil beide Unternehmen in San Francisco einen Steinwurf voneinander entfernt seien. “Zur Erinnerung: Beide Unternehmen befinden sich in derselben Straße, was es mir ermöglicht, in beiden Firmen jeden Tag präsent zu sein”, unterstrich Dorsey gegenüber Analysten.

Das 2009 von Jack Dorsey gegründete Square versteht sich als das physisch fehlende Bindeglied des mobilen Bezahlens für Smartphones – ein Kreditkartenlesegerät, das auf das iPhone oder Android-Smartphone gesteckt wird. 70 bis 80 Prozent der Erlöse werden dabei an die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard abgeführt.

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