Partner von:
Anzeige

Focus-Emnid-Umfrage: Pressefreiheit den Deutschen wichtiger als Gastfreundschaft und Integration

Trotz aller Lügenpresse-Vorwürfe: Den Deutschen ist die Pressefreiheit besonders wichtig
Trotz aller Lügenpresse-Vorwürfe: Den Deutschen ist die Pressefreiheit besonders wichtig

Trotz oder gerade wegen aller Lügen- und Systempresse-Vorwürfe, ist den Deutschen die Freiheit der Medien ein besonderes Anliegen. So ergab eine Focus-Umfrage, dass es hierzulande 66 Prozent wichtig ist, in einem Land zu leben, in dem frei berichtet werden kann. Die Pressefreiheit ist dabei Westdeutschen (68 Prozent) wichtiger als Ostdeutschen (57 Prozent).

Anzeige
Anzeige

Im Auftrag vom Nachrichten-Magazin führte TNS Emnid die Umfrage durch. Dabei wurden die Teilnehmer gebeten, zehn Aussagen nach ihrer Wichtigkeit für das gesellschaftliche Zusammenleben im Land zu bewerten.

Die zweithöchste Zustimmung erhielt der Satz, dass es wichtig ist, dass in einer Gesellschaft um den richtigen politischen Weg offen aber respektvoll gestritten werden kann. Dem stimmten 58 Prozent zu.

Anzeige

Die geringste Zustimmung gab es für die Aussage, dass man in einer Gesellschaft leben wolle, in der die Abstammung wichtig ist, um dazuzugehören. Das sagten nur neun Prozent der Befragten. Bei den Anhängern der AfD lag dieser Wert jedoch bei 26 Prozent.
Weitere interessante Ergebnisse:
– 53 Prozent der Deutschen wollen dagegen in einem Land leben, in dem sich alle integrieren und niemand abschottet. Dieser Aspekt ist Westdeutschen mit 56 Prozent signifikant wichtiger als Ostdeutschen (40 Prozent).
– 42 Prozent ist Gastfreundschaft wichtig und die Aufnahme Notleidender. Westdeutschen ist Gastfreundschaft zu 45 Prozent wichtig, Ostdeutschen lediglich zu 31 Prozent.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Als Schröder regierte, war die Presselandschaft auf Schröderkurs und kritisierte Bush unter anderm mit “Die 10 Lügen des George W. Bush”. Wenn ich mich Recht erinnere, waren die 10 Lügen Thema beim Spiegel und beim Stern – gleichzeitig.
    Umfragen waren gut genug, um zu behaupten, 90% der Bevölkerung stünden hinter seiner US-Politik.

    Wer die USA heute kritisiert für die Kriegstreiberei, landet ohne viel Federlesen in der rechte Ecke.

    Warum schwankt der Boden so verdächtig? Drehen hier alle ihre Meinung nach dem Wind?

    Auch bei Umfragen gilt: die Befragten haben eine Schere im Kopf. Woher sollen die wissen, was mit ihren Daten passiert? Oder glaubt da wirklich wer, die Befragung sei anonym: “Guten Tage Herr Müller, wir sind von Emnid, vertrauen Sie uns, wir garantieren den Datenschutz.”

    “Wie? So wie die Telekom den garantiert?”

    Im übrigen ist das Wahlprogramm der CDU von 2002 wieder aufgetaucht. Was stand da eigentlich so drinnen? “Die Umgestaltung in eine multikulturelle Einwanderergesellschaft lehnen wir ab“.

  2. Wie neuerdings immer in Selbstdarstellungen des vermachteten Journalismus gehen hier einige Begriffe durcheinander.

    Die Mehrheit der Deutschen haben natürlich kein Interesse an jenem Begriff von Pressefreiheit, den der FAZ-Mitbegründer Paul Sethe 1965 zynisch, aber offen in die bekannten Worte packte: “Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.” Im Gegenteil: Spätestens seit die bellizistische Ukraine-Berichterstattung offenbart hat, dass die transatlantisch perfekt vernetzten Alphajournalisten sich für die Bewahrung ihrer exklusiven Position am Rockzipfel transatlantischer Machtkonzentration noch nicht einmal zu schade sind, ihr eigenes Land in den dritten Weltkrieg zu jagen, wissen die Menschen, dass derart verstandene Pressfreiheit in erbitterter Feindschaft zum Grundrecht der freien Meinungsäußerung der Bürger befindet und “Pressefreiheit” despotisch als Meinungshoheit deutet. Die geht dann soweit, dass der hegemoniale Diskurs geschützt den offenen Verfassungsbruch propagieren darf, wenn gegen die Verpflichtung zur Friedenswahrung nach GG Artikel 26 (1) in hetzerischer Weise zu einer kriegerischen Konfrontationshaltung gegen Russland aufgerufen wird – als hätte es nie den Zivilisationsbruch und Sündenfall der deutschen Eliten mit Hilfe des Pressemagnaten Hugenbergs zweimal schon, nämlich 1914 und 1939, gegeben – in erster Linie damals schon gegen Russland.

    Die überwiegende Menge der prekarisierten Journalisten an der Basis sieht das übrigens ebenso, wie eindeutig vom Ergebnis her niederschmetternde Untersuchungen der “inneren Pressefreiheit” bereits 2013 (es gibt auch eine noch schlimmere von 2015, die ich jetzt nicht finde) belegen:
    http://pressefreiheit-in-deutschland.de/studien-ergebnisse-gefahren-fuer-die-innere-pressefreiheit-301/

    Deutsche Journalisten werden sich überlegen müssen, ob sie weiterhin bereit sind, gegen die Grundrechte der Bürger auf freie und ausgewogene Information als Grundlage eines gesellschaftlichen Tiefendiskurses und damit als Propagandisten einer für die Bevölkerung schädlichen Elitenagenda weiter aufzutreten oder gemeinsam mit den tief entsetzten Bürgern für die Rettung unseres demokratischen Rechtsstaats zu kämpfen.

    Dies könnten sie durch die erhöhte Bereitschaft tun, den eigenen Stall offensiv auszumisten.

    Den Medienkonzernen wünsche ich eine desaströse Bestrafung durch schmerzhafte Verluste von Marktanteilen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia