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Schleudersitz: Robert Schneider löst Uli Reitz als Focus-Chefredakteur ab

Focus-Chefredakteur Robert Schneider führt das Nachrichtenmagazin von Burda seit März 2016
Focus-Chefredakteur Robert Schneider führt das Nachrichtenmagazin von Burda seit März 2016

Der Posten des Focus-Chefredakteurs ist der gefährlichste Schleudersitz, den die hiesige Medienbranche zu bieten hat. Robert Schneider, bisher Chefredakteur der Super Illu, löst Ulrich Reitz zum 1. März als Chefredakteur beim gebeutelten Magazin ab.

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Zuerst berichtete Christian Meier in der Welt von dem anstehenden Wechsel. Nicht ohne den Hinweis, dass Burda einen bevorstehenden, neuerlichen Wechsel in der Focus-Chefredaktion noch vor kurzem weit von sich gewiesen hat. Kaum war die Meldung der Welt dann draußen, kam die Burda-Pressemitteilung auch schon hinterher.

Der geschasste Reitz darf als Editor-at-Large weiter an Bord bleiben und sich um “Politik und Debatte” kümmern. Schneider soll wohl die konstant kränkelnde Auflage zurechtbiegen – ein Höllenjob. Als journalistischer Berater kommt der frühere Bild am-Sonntag-Chefredakteur Walter Mayer, 56. Während dessen Zeit als BamS-Chef war Schneider mal sein Stellvertreter. Reitz’ Vorgänger auf dem Posten als Focus-Chef, Jörg Quoos, hatte es dort nur 20 Monate ausgehalten, bis er gefeuert wurde. Reitz kam jetzt nur auf knapp 15 Monate.

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(swi)

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Alle Kommentare

  1. Ich habe göttlich gelacht als ich die Überschrift gelesen habe, angefangen mit “Schleudersitz”.

    Gerne hätte ich Robert Schneiders Gesichtsausdruck gesehen als er die Überschrift gelesen hat.

    Ob ihm das mit dem Schleudersitz vorher schon so bewusst war, ich bin mir nicht sicher. Zu stark feiert man sich selbst in gewissen Kreisen.

    Allerdings frage ich mich gerade welcher der oberen Managementposten bei Burda keinem Schleudersitz gleichkommt. Das Unternehmen ist derart fragmentiert, Herr Welte würde wohl das Wort tradiert verwenden, dass sich kaum Spielräume ergeben.

    Gerade das Topmanagement hat die Bodenhaftung derart verloren – da im Intranet ein Höhenflug nächsten als würde man bei Burda kurz davor stehen Google & Co. zu verdrängen und zum Startup zu mutieren.

    Die nächste Pressemitteilung zum Thema Focus Chefredakeur dürfte auch ein Junior Wahrsager hinbekommen.

  2. Der Focus war die Fortsetzung der Spiegelaffäre mit anderen Mitteln, gegründet nur für den Zweck, dem einstigen “Sturmgeschütz der Demokratie” den Garaus zu machen. Mit den sonst bekannten polizeilichen Mitteln war dem Spiegel bekanntermaßen nicht beizukommen.

    Das Experiment ist geglückt, der Spiegel ist heute ein seichtes farbloses Blatt mit geschrumpfter Auflage. Mission accomplished, damit hat der Focus seine Existenzberechtigung verloren und kann eingestellt werden. Tschüß.

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