Anzeige

Ad-Blocker-Stagnation: Die Anzahl der Web-Werbemuffel steigt nicht mehr

Gruner + Jahr Manager Oliver von Wersch ist Sprecher des Online-Vermarkterkreises des BVDW

Hat der Ad-Blocker-Hype seinen Zenit erreicht? Diese Verleger- und Publisher-Hoffnung weckt der Online-Vermarkterkreis mit seinen neuesten Zahlen. Sie zeigen, dass die Rate der geblockten Web-Werbung im vierten Quartal nicht weiter angestiegen ist. Die Zeiten des massiven Wachstums scheinen also vorbei. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass nun auch Spiegel Online gegen Eyeo, das Mutterunternehmen hinter Ad-Blocker Plus klagt.

Anzeige

Wie Horizont berichtet, hatte Spiegel Online bereits im vergangenen Jahr Klage eingereicht. Der erste Verhandlungstermin vor dem Landgericht Hamburg ist am 4. Mai. Bereits im Gang sind Verfahren von RTL, ProSiebenSat.1, Zeit Online und Axel Springer gegen Eyeo.

Wie gut die Chancen der Publisher sind, sich juristisch gegen die Werbe-Blocker durchzusetzen, ist völlig offen. Gerade deshalb dürften die aktuellen OVK-Zahlen den Verlagen gut gefallen. Der Online-Vermarkterkreis errechnete, dass im vierten Quartal bei durchschnittlich 21,52 Prozent der Page Impressions die Auslieferung von Online-Werbung verhindert wurde.

„Die Konstanz der Ad-Blocker-Rate ist sicherlich auch ein Ergebnis der verstärkten Aufklärungsaktivitäten des OVK bzw. BVDW sowie der Publisher und Vermarkter. Das trägt auf Nutzerseite deutlich zum Bewusstsein bei, dass kostenlose Inhalte und Services im Internet in erster Linie durch Werbung refinanziert werden“, kommentiert OVK-Sprecher und Gruner + Jahr Manager Oliver von Wersch.

Anzeige