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Programm-Highlights 2016: ARD schickt “Weissensee” in die Verlängerung

ARD-Programmdirektor Volker Herres
ARD-Programmdirektor Volker Herres

Das Erste geht mit einer ihrer renommiertesten Fernsehserien in die Verlängerung: Von "Weissensee" werde die vierte Staffel gedreht, kündigte Programmdirektor Volker Herres am Donnerstag in Hamburg an. Die Finanzierung sei nicht einfach gewesen, jetzt aber unter Dach und Fach. Programmhighlights werden Verfilmungen der Barschel-Affäre sowie eine NSU-Trilogie.

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Die Serie, die bislang im Berlin der Vorwendezeit angesiedelt war, soll jetzt mit den ersten freien Wahlen in der DDR, der Gründung der Treuhand, der Währungsunion bis zur Ermordung von Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder weiterlaufen. «Eine bislang selten im TV erzählte Phase der Geschichte», sagte Herres.

Anders bewertete Herres den bisherigen Verlauf des Sechsteilers «Die Stadt und die Macht» mit Anna Loos als Regierende Bürgermeisterin Berlins. So leicht empfinde er nach sieben Jahren als Programmdirektor keinen Schmerz mehr. «Aber das tut weh!» Die Quoten der ersten vier Teile fielen mit rund 2,4 bis 2,9 Millionen Zuschauern enttäuschend aus.

Dennoch gab Herres als Losung aus: «Bangemachen gilt nicht.» Mit dem Mehrteiler «Charité», der derzeit unter anderem in Prag gedreht wird, darf das Publikum eine neue Miniserie erwarten – aus «einer bislang fiktional weitgehend unterbelichteten Epoche der deutschen Geschichte, der Kaiserzeit», wie Herres sagte.

Auch in Arbeit: die Serienproduktion «Babylon Berlin», die in den 20er Jahren spielt. Details über das Projekt sollen zusammen mit dem Produktionspartner, dem Pay-TV-Anbieter Sky, am Rande der Berlinale im Februar vorgestellt werden.

Beim «Tatort» werden auch dieses Jahr neue Ermittler ins TV geschickt – unter anderem zeigt Das Erste einen Event-“Tatort” mit Heike Makatsch als Ermittlerin in Freiburg sowie den ersten Einsatz in Dresden. Im Herbst ist der 1000. Film der populärsten deutschen Krimireihe zu sehen.

Schweigers Kino-“Tatort” kommt erst 2018 ins Fernsehen
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Til Schweigers Kino-«Tatort», der am 4. Februar anläuft, wird laut NDR-Fernsehfilmchef Christian Granderath Anfang 2018 ins Fernsehen kommen. Die weiteren drei mit Schweiger vereinbarten Filme bauten inhaltlich darauf auf und würden definitiv erst danach zu sehen sein.

Von einem «Tatort»-Overkill zu den Festtagen wollte Programmdirektor Herres nicht sprechen. Auch zum Jahreswechsel 2016/2017 werde der «Tatort» wieder eine große Rolle spielen. Die Konkurrenz müsse dabei nicht geschont werden. Zwei der vier «Tatort»-Krimis zu den Festtagen liefen gegen das ZDF-«Traumschiff» und erreichten dabei nur gut sieben Millionen Zuschauer.

Auch die neuere Geschichte spielt eine Rolle bei den fiktionalen ARD-Produktionen: So hat das Erste die Geschichte der Sportschuh-Fabrikanten-Brüder «Die Dasslers» verfilmt, mit Hanno Koffler und Christian Friedel. Das Projekt sieht sich in Konkurrenz mit dem Privatsender RTL, der 2016 seinen Adidas-Film «Die Turnschuhgiganten» zeigen wird.

Demnächst im TV: «Die Barschel-Affäre» aus dem Schleswig-Holstein der 80er Jahre und der Dreiteiler «NSU – Terror in Deutschland» mit Anna Maria Mühe als Beate Zschäpe im 2. Quartal. Auch hier trifft die ARD auf Konkurrenz: Das ZDF hat zu diesem Thema ein Dokudrama gedreht.

 

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Alle Kommentare

  1. Was Herrn Herres weh tun sollte, ist die Qualität von ” Die Stadt und die Macht”… Ich habe mich mehr als einmal während der quälend öden drei Folgen (danach bin ich abgesprungen) gefragt, wer das im Sender abgenommen und für gut befunden hat.
    Herr Herres ist Angesteller des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und da hat die Quote verdammt nochmal zweitrangig zu sein. Ja, der Legitimationsdruck, 18€ zu kassieren, da muss man doch auch Masse erreichen, aber das tut man doch mit x Formaten von Fußball bis Tatort. Der Legitimationsschwund liegt m.E.nach auch eher im informativen Bereich, zu viel “Staatsfunk”, nicht in der Unterhaltung.
    Und politische Serien/Filme sind ein undankbares Format, um große Quotenreichweiten zu erzielen, das wusste man doch vorher. Umso wichtiger sollte doch der qualitative Anspruch sein. Wäre der gegeben und man hätte 2 Mio. Zuschauer in der Erstverwertung plus positive Kritiken plus daraus folgender Nachfrage in der Mediathek/ Netflix plus eventueller Auslandsvermarktung, dann hätte hätte Fahradkette.
    Denn viel schlimmer als die Unter-Sender-Schnitt liegende Reichweite ist doch das verheerende Echo sowohl in der professionellen Kritik, als auch im Publikum.

    1. der charmante bergdoktoder ? Dann noch der Lehrer, weiterhin in anderen Programmen: stirb langsam 2 und im Auftrag des teufels ….

      Was wird dem Zuschauer so geboten?? ich weiß nicht, warum sowas so beliebt ist, muss man wahrscheinlich nicht viel nachdenken dabei ……

      Wir waren zufrieden mit allen teilen “Die Stadt und die Macht”
      Schade, dass es keine Fortsetzung gibt!

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