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“Capital” stürmt mit dem “digitalen Lenin” auf Platz 1 der Blendle-Charts, dahinter dominiert Köln-Diskussion

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Überraschungssieger in den offiziellen Verkaufs-Charts des Journalismus-Shops Blendle. Zwar dominiert die Diskussion der Geschehnisse in der Kölner Silverster-Nacht die Top Ten, doch auf Platz 1 springt das Magazin Capital mit einem Porträt über einen 21-jährigen Russen, der mit einer neuen Technologie "die Finanzwelt elektrisiert".

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“Der digitale Lenin” – so nennt Capital den Russen Vitalik Buterin, der in der Schweiz an der neuen Technologie Blockchain arbeitet, mit der die Erfüllung von Verträgen aller Art in Zukunft auf Algorithmen und Datenbanken fußen soll – und nicht mehr auf das Vertrauen der Vertragspartner. Obwohl das Porträt seit Dezember auch in voller Länge online verfügbar ist, waren so viele Leute bereit, 89 Cent für den Text auszugeben, dass er an allen anderen deutschen Artikeln vorbei auf Platz 1 der Blendle-Charts sprang. Womööglich auch ein Beweis dafür, dass die einfache Bedienbarkeit der Plattform dazu führt, dass Leute lieber dort lesen, als noch zu googlen, ob es den Artikel auch kostenlos gibt.

Auf den Rängen dahinter dominieren erwartungsgemäß die Kölner Silvesternacht und ihre Folgen. So belegt Der Spiegel mit Christiane Hoffmanns Analyse “Misere und Machismo” den zweiten Platz, Cicero mit einem Stück über “Deutschlands Sprachpolizei” und die fehlende ehrliche Flüchtlingsdebatte folgt auf Rang 3. Ebenfalls weit oben dabei: der Focus mit einem vernichtenden Porträt über den AfD-Mann Björn Höcke – “Sein Kampf”.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 6 bis 12. Januar 2016:

1. “Der digitale Lenin” – Capital, Hannes Grassegger, 3348 Wörter, 89 Cent
Porträt von “Blockchain”-Pionier Vitalik Buterin, ein 21-jähriger, der gerade die globale Finanzwelt umkrempelt.

2. “Misere und Machismo” – Der Spiegel, Christiane Hoffmann, 1142 Wörter, 75 Cent
Klare, unaufgeregte Analyse von Christiane Hoffmann zu den Ereignissen in Köln, und wie sie sich von ihnen an Reisen in den Iran erinnert fühlte.

3. “Maul halten” – Cicero, Frank A. Meyer, 841 Wörter, 25 Cent
Meinungsstück von Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer über “Deutschlands Sprachpolizei” und wie sie eine ehrliche Flüchtlingsdebatte verhindere.

4. “Sein Kampf” – Focus, Hannes Vogel und Andreas Niesmann, 2134 Wörter, 89 Cent
Ein vernichtendes Porträt von AfD-Mann Björn Höcke und seine Verbindungen zur rechtsextremen Szene.

5. “Wir stellen ein” – Journalist, Jan Freitag, 1054 Wörter, 39 Cent
Interview mit Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo über die Digitalisierung der Wochenzeitung und neue Jobs im Journalismus.

6. “Sie hassen uns” – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Samuel Schirmbeck, 3212 Wörter, 45 Cent
FAZ-Autor Samuel Schirmbeck fordert eine seiner Meinung nach überfällige Islam-Kritik.

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7. “Stresstest” – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Bertram Eisenhauer, 1694 Wörter, 45 Cent
Meinungsstück von FAS-Autor Bertram Eisenhauer zu Deutschlands Reaktion und Debatte nach Köln.

8. “Die Rache Gottes” – Die Zeit, Andrea Böhm, Jörg Lau, Gero von Randow und Michael Thumann, 1788 Wörter, 29 Cent
Erklärstück zum Konflikt Saudi-Arabien und Iran, und seine Auswirkungen auf Europa und Deutschland.

9. “‘Das Auto ist meine Kapsel’ – ‘Harald, das ist absurd’” -Tagesspiegel, Pierre Baigorry und Harald Martenstein, 4026 Wörter, 25 Cent
Popstar Pierre Baigorry und Kolumnist Harald Martenstein streiten über das moderne Leben. Über Radfahrer, Steuern und Provokationen.

10. “Exzesse unterm Dom” – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reiner Burger, 1652 Wörter, 45 Cent
Analyse der Ereignisse in Köln, der späten Reaktion der Medien und der Folgen für die Politik.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt das Interview mit Giovanni di Lorenzo an, dahinter folgen Stories über Propaganda gegen Flüchtlinge in sozialen Netzwerken und über RTLs Dschungelcamp:

1. “Wir stellen ein” – Journalist, Jan Freitag, 1054 Wörter, 39 Cent
Interview mit Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo über die Digitalisierung der Wochenzeitung und neue Jobs im Journalismus.

2. “Der Ziegenmord von Lostau” – Der Spiegel, Matthias Bartsch und Anna Clauß, 1632 Wörter, 39 Cent
Recherche zur Propaganda gegen Flüchtlinge in sozialen Netzwerken und den Verstrickungen von AfD-Politikern.

3. “Das Geschäft mit dem Dschungel” – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Julia Löhr, 722 Wörter, 45 Cent
Wie RTL es schafft, dass sich Werber darum reißen, im Dschungel ihre Produkte platzieren zu können.

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Alle Kommentare

  1. Es ist aufschlussreich, dass Sie regelmäßig über die Blendle-Verkäufe berichten. Doch über welche Mengen sprechen wir? Wieviele Artikelkäufe führen zu Platz 1? Ihre Angaben sind ja erst aussagekräftig, wenn Sie uns die Zahlen verraten. Oder behält Blendle diese geheim?

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