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Nach Explosion in Istanbul: Türkische Regierung verhängt Nachrichtensperre

Bei einer Explosion in Istanbul sind mindestens zehn Menschen getötet worden.
Bei einer Explosion in Istanbul sind mindestens zehn Menschen getötet worden.

Nach dem mutmaßlichen Anschlag in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat die Regierung eine Nachrichtensperre verhängt. Zur Begründung teilte die Medienaufsicht RTÜK am Dienstag mit, ein solcher Schritt sei laut Gesetz möglich, wenn er der "nationalen Sicherheit" diene. Wie die dpa berichtet, wird die Arbeit der Journalisten vor Ort durch die Nachrichtensperre erheblich erschwert, der DJV übt Kritik.

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Laut der Nachrichtenagentur wurde eine ihrer Reporterinnen an einer Absperrung daran gehindert, Fotos vom Ort der Detonation zu machen. Die Polizisten verlangten ihren Presseausweis, um ihn zu überprüfen. Eine Moderatorin von CNN Türk sagte, wegen der Nachrichtensperre könne der Sender nur noch eingeschränkt berichten.

Das Vorgehen in der Türkei wird hierzulande vom Deutschen Journalistenverband kritisiert. “Die türkischen Bürger, die Touristen und ihre Angehörigen haben ein Recht auf Information über das furchtbare Geschehen“, so der Bundesvorsitzender Frank Überall. Es sei durch nichts zu rechtfertigen, dass die türkischen Behörden Informationen unter der Decke halten wollten.

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Bei einer Explosion in einem Touristenviertel in Istanbul sind nach aktuellen Angaben am Dienstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, viele weitere – darunter auch Deutsche – wurden verletzt. Die türkische Regierung geht offenbar von einem Terroranschlag aus.

(dpa/ms)

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