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Nach #aufschrei jetzt #ausnahmslos: neue Hashtag-Initiative der Netz-Feministinnen nach Köln

Anne Wizorek: Nach #Aufschrei kommt #Ausnahmslos

Drei Jahre ist es her, dass Anne Wizorek den Hashtag #aufschrei ins Leben gerufen hat. Nach den sexuellen Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht und der seitdem anhaltenden Debatte über sowohl Rassismus als auch Sexismus hat sie gemeinsam mit 21 weiteren Frauen einen neuen Aufruf gestartet: #ausnahmslos gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus.

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„Wo bleibt der neue feministische Aufschrei?“, fragten wenige Tage nach den Überfällen in Köln zahlreiche Journalisten und Blogger. Jetzt ist er da: Drei Jahre nach den Sexismus-Diskussionen unter dem Schlagwort #aufschrei, die durch ein Porträt von Rainer Brüderle im stern entfacht wurde, hat die Netzfeministin Anne Wizorek gemeinsam mit 21 weiteren Frauen einen neuen Hashtag ins Leben gerufen. Mit #ausnahmslos positionieren sie sich „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall“. Sie fordern Hilfe und Unterstützung für alle Betroffenen und „solidarisch mit all denjenigen, die sexualisierte Gewalt und Belästigung erfahren und erfahren haben“.

Wichtig sei der „konsequente Einsatz“, so die Frauen. Sexualisierte Gewalt dürfe nicht nur dann thematisiert werden, „wenn die Täter die vermeintlich ‚Anderen‘ sind: die muslimischen, arabischen, Schwarzen oder nordafrikanischen Männer – kurzum, all jene, die rechte Populist_innen als ’nicht deutsch‘ verstehen“. Es sei für alle schädlich, wenn feministische Anliegen von instrumentalisiert würden, um gegen einzelne Bevölkerungsgruppen zu hetzen.

Mehr als 400 Personen haben die Aktion bereits unterzeichnet, darunter auch die Politkerinnen Manuela Schwesig (SPD), Claudia Roth (Grüne), Katja Kipping (Linke) und Renate Künast (Grüne). Manuela Schweswig bezieht – wie viele andere – auch bei Twitter eine klare Position:

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