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Golden Globes: alle Gewinner und 10 Dinge, die Sie über die Preisverleihung wissen sollten

Ausgezeichnet mit Golden Globes: Lady Gaga und Leonardo di Caprio
Ausgezeichnet mit Golden Globes: Lady Gaga und Leonardo di Caprio

Sie sind die Leistungsshow des TV- und Kinogeschäfts in den USA und beginnen den jährlichen Zyklus der Preisvergaben: die Golden Globes. Zum 73. Mal wurden sie in der Nacht von Sonntag auf Montag verliehen – mit dem gefürchteten Ricky Gervais als Moderator. MEEDIA machte den Live-Check: Die wichtigsten Fakten über die Globes.

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Von Thomas Weiß

Die Globes werden von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) vergeben, einem Verband von ausländischen Film- und TV-Journalisten, die in Hollywood arbeiten. Sie gelten als Trendmesser für die Oscars (Ausstrahlung am 28.2.2016) und sind bei Stars und Filmteams beliebt wegen des freizügigen Alkoholausschanks während der Live-Übertragung. Der britische Comedian Ricky Gervais moderierte 2010 bis 2012, seine bitteren Kommentare sind berüchtigt (“Willkommen zu den Golden Globes. Es wird eine Nacht voller Party und Saufen – Charlie Sheen würde es “Frühstück” nennen.”) In den letzten drei Jahren übernahmen Tina Fey und Amy Poehler als Duo die Moderation, jetzt war Gervais wieder an der Reihe und startete gleich mit seiner Einschätzung des Preises: “Der Golden Globe ist wertlos. Ein Stück Metall, das ein niedlicher alter verwirrter Journalisten dir persönlich geben will, damit er dich treffen kann und ein Selfie mit dir machen kann.” Die 10 Top-Infos zum Event:

1. Die HFPA ist eine bunte Truppe
Die Hollywood Foreign Press Association besteht aus etwa 90 Journalisten und Fotografen aus Ländern wie Brasilien, Mexiko, Dänemark und Deutschland, die in Südkalifornien über TV- und Kinostarts berichten. Hier einige der Namen. www.vulture.com/2015/01/who-exactly-picks-the-golden-globes-winners.html# Für Deutschland sind es Freelancer oder Pauschalisten wie Elmar Biebl (u.a. “Bunte”), Frances Schoenberger (“Stern”) oder Scott Orlin (“Cinema”). Haupteinnahmequelle der HFPA www.goldenglobes.com/hfpa: Die Fernsehrechte an den Golden Globes. Aktueller Präsident ist Lorenzo Soria (“L’Espresso”, “La Stampa”), der von Moderator Gervais vor seiner kurzen Live-Ansprache so eingeführt wurde: “Wir haben keine Nachruf-Sektion, die sie alle runterziehen könnte. Wir haben stattdessen den Präsidenten der HFPA.”

2. Pay-TV gewinnt
Anders als bei den Oscars werden hier auch TV-Hits geehrt. Früher waren die klassischen US-Free-TV-Sender die großen Abräumer bei Globes. Heute sind es die einstigen Exoten, die die Preise holen. Etwa der Pay-TV-Sender Showtime (Serie “The Affair”) und die Kabelsender USA Network (Serie “Mr. Robot”), AMC (Serie “Mad Men”) und FX (“American Horror Story: Hotel”).

3. Amazon wird zur festen Größe
Im letzten Jahr war Amazon mit zwei Golden Globes für die Serie “Transparent” (Beste Serie, Bester Hauptdarsteller) noch ein Überraschungssieger. 2016 verfestigt sich der Trend mit der Amazon Originals Serie “Mozart in the Jungle” (wieder in den Königsdisziplinen Beste Serie, Bester Hauptdarsteller). Bei Amazon Prime Instant Video sind in Deutschland auch exklusiv die zweimal prämierte Top-Serie “Mr. Robot” und die prämierte Serie “The Affair” sehen. Netflix ging mit seinen nominierten Beiträgen, der Serie “House of Cards” und dem Antikriegsdrama “Beast of No Nation”, leer aus.

4. Klassische Sender können auch punkten
Selbst wenn Moderator Ricky Gervais genüßlich über NBC, den übertragende Sender in den USA, lästerte: “Es ist ihnen egal was ich sage, sie haben keine einzige Nominierung bekommen.” Die großen US-Free-TV-Sender haben noch die Kraft, auch anspruchsvolle Serie zu platzieren: “Empire” von Fox, “Crazy Ex-Girlfriend” von The CW und “Wolf Hall” von BBC (in den USA PBS) haben diesmal gewonnen. Im Interview auf dem roten Teppich meinte “The Grinder”-Star Rob Lowe allerdings: “Ich bin der einzige Schauspieler in meiner Kategorie von einem Network.”

5. Deutsches TV zeigt mehr Respekt
Eingespielte Musik unterbrach viele Künstlerreden des Abends, die Abmoderation wurde abgeschnitten: NBC zeigte eine ärmliche Performance. Bei deutschen Preisverleihungen wird schon mal kräftig überzogen. Bei NBC war nach der Vergabe der letzten Kategorie gerade noch Ricky Gervais im Off zu hören, der sich seinem und Mel Gibsons Namen mit einem “Schalom” verabschiedete, eine Anspielung auf Gibsons umstrittene Äußerungen zum Judentum.

6. Comedians sind gute Moderatoren
Die Schauspieler James Franco und Anne Hathaway versagten 2011 bei den Oscars als Host, Comedians wie Billy Crystal oder Ellen DeGeneres feierten dort Erfolge.
Auch bei den Globes fuhr man bislang gut mit Komikern. Das Timing von Ricky Gervais war in seinen allerdings zu kurzen und viel zu wenigen Augenblicken perfekt, seine Spitzen gut gesetzt, wie etwa bei der Vorstellung dieser Presenter: “Eva Longoria und America Ferrera sind nicht nur wunderschöne, begabte Schauspielerinnen. Sie sind auch zwei Menschen, die euer zukünftiger Präsident, Donald Trump, so schnell wie möglich ausweisen wird.”

7. Alkohol ist keine Lösung
…er macht die Show aber unterhaltsamer. Anders als bei den Academy Awards wird bei den Globes an runden Tischen gesessen und kräftig gebechert. Das sorgt für ausgelassene Stimmung. Deshalb würgte Jason Statham vielleicht also seinen Produzenten auf der Bühne http://uproxx.com/tv/jason-statham-headlock-spy-globes/, darum kickte Lady Gaga Leo DiCaprio fast vom Tisch, als sie nach vorne ging. Und darum verstanden sich Ryan Gosling und Brad Pitt so gut, als sie vor dem Publikum standen.

Just halfway through the #GoldenGlobes, Lady Gaga and Leonardo DiCaprio have already given us the best gif of the evening.

Ein von Variety Magazine (@variety) gepostetes Video am

Ryan Gosling AND Brad Pitt on the #GoldenGlobes stage?! We can’t deal. Potential hosts next year? ??

Ein von People Magazine (@peoplemag) gepostetes Foto am

8. Stars sind ein undisziplinierter Haufen
“Haltet eure Fressen, ihr abstoßender, Pillen schluckender, sexuell abartiger Abschaum.” So begrüßte Ricky Gervais die Gäste. Sie ließen sich trotzdem nicht davon abhalten, ständig herumzulaufen und zu quatschen, wie es bei der Übertragung oft zu hören war.
Wieder besonders beliebt: ein Ausflug auf den engen Raucherbalkon des Beverly Hills Hilton.

9. Bärte sind in Hollywood noch Trend
In Berlin Mitte schon wieder out, in Hollywood noch in: Vollbärte, von gepflegt bis zerzupft. Tobey Maguire, Jim Carey und Regisseur Alejandro González Iñárritu traten als Zausel auf, Leonardo Di Caprio mit einem perfekt frisierten Bart.

10. Es gibt die perfekte Rede
Jeder Medienmacher, der irgendwann mal einen Preis bekommen sollte: Als Blaupause für die geschliffene, seriöse Dankesrede dient ab sofort Leonardo DiCaprios Kurzansprache, nachdem er für die Hauptrolle in “The Revenant” gewann. Sogar seine Eltern und Indianer hat er noch untergebracht:

Hier die Liste aller Gewinner:

Bester Film (Drama)
Carol
Mad Max: Fury Road
The Revenant
Room
Spotlight

Bester Hauptdarsteller in einem Film (Drama)
Bryan Cranston, Trumbo
Leonardo DiCaprio, The Revenant
Michael Fassbender, Steve Jobs
Eddie Redmayne, The Danish Girl
Will Smith, Concussion

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Beste Hauptdarstellerin in einem Film (Drama)
Cate Blanchett, Carol
Brie Larson, Room
Rooney Mara, Carol
Saoirse Ronan, Brooklyn
Alicia Vikander, The Danish Girl

Bester Film (Musical oder Komödie)
The Big Short
Joy
The Martian
Spy
Trainwreck

Beste Hauptdarstellerin (Musical oder Comedy)
Jennifer Lawrence, Joy
Melissa McCarthy, Spy
Amy Schumer, Trainwreck
Maggie Smith, The Lady in the Van
Lily Tomlin, Grandma

Beste Hauptdarstellerin TV-Serie (Drama)
Caitriona Balfe, Outlander
Viola Davis, How to Get Away With Murder
Eva Green, Penny Dreadful
Taraji P. Henson, Empire
Robin Wright, House of Cards

Bester Regisseur, Film
Todd Haynes, Carol
Alejandro González Iñárritu, The Revenant
Tom McCarthy, Spotlight
George Miller, Mad Max: Fury Road
Ridley Scott, The Martian

Beste TV-Serie (Drama)
Empire, Fox
Game of Thrones, HBO
Mr. Robot, USA
Narcos, Netflix
Outlander, Starz

Bester Original-Song, Film
“Love Me Like You Do,” Fifty Shades of Grey
“One Kind of Love,” Love & Mercy
“See You Again,” Furious 7
“Simple Song #3,” Youth
“Writing’s on the Wall,” Spectre

Beste Hauptdarstellerin (Serie, Mini-Serie oder TV-Film)
Kirsten Dunst, Fargo
Lady Gaga, American Horror Story: Hotel
Sarah Hay, Flesh and Bone
Felicity Huffman, American Crime
Queen Latifah, Bessie

Bester Film (Ausland)
The Brand New Testament
The Club
The Fencer
Mustang
Son of Saul, Ungarn

Bester Hauptdarsteller (Serie, Mini-Serie oder TV-Film)
Aziz Ansari, Master of None
Gael García Bernal, Mozart in the Jungle
Rob Lowe, The Grinder
Patrick Stewart, Blunt Talk
Jeffrey Tambor, Transparent

Bestes Drehbuch (Film)
Emma Donoghue, Room
Tom McCarthy, Josh Singer, Spotlight
Charles Randolph & Adam McKay, The Big Short
Aaron Sorkin, Steve Jobs
Quentin Tarantino, The Hateful Eight

Bester Nebendarsteller, Film
Paul Dano, Love
Idris Elba, Beast of No Nation
Mark Rylance, Bridge of Spies
Michael Shannon, 99 Homes
Sylvester Stallone, Creed

Bester Film (Animation)
Anomalisa
The Good Dinosaur
Inside Out
The Peanuts Movie
Shaun the Sheep Movie

Bester Hauptdarsteller (Film, Musical oder Komödie)
Christian Bale, The Big Short
Steve Carell, The Big Short
Matt Damon, The Martian
Al Pacino, Danny Collins
Mark Ruffalo, Infinitely Polar Bear

Bester Hauptdarsteller TV-Serie (Drama)
Jon Hamm, Mad Men
Rami Malek, Mr. Robot
Wagner Moura, Narcos
Bob Odenkirk, Better Call Saul
Liev Schreiber, Ray Donovan

Beste Musik, Film
Carter Burwell, Carol
Alexander Desplat, The Danish Girl
Ennio Morricone, The Hateful Eight
Daniel Pemberton, Steve Jobs
Ryuchi Sakamoto, The Revanant

Bester Nebendarsteller TV (Serie, Mini-Serie oder TV-Film)
Alan Cumming, The Good Wife
Damian Lewis, Wolf Hall
Ben Mendelson, Bloodline
Tobias Menzies, Outlander
Christian Slater, Mr. Robot

Bester Hauptdarsteller TV (Serie, Mini-Serie oder TV-Film)
Idris Elba, Luther
Oscar Isaac, Show Me a Hero
David Oyelowo, Nightingale
Mark Rylance, Wolf Hall
Patrick Wilson, Fargo

Beste Mini-Serie oder TV-Film
American Crime, ABC
American Horror Story: Hotel, FX
Fargo, FX
Flesh and Bone, Starz
Wolf Hall, PBS

Beste TV-Serie (Musical oder Komödie)
Casual, Hulu
Mozart in the Jungle, Amazon Video
Orange Is the New Black, Netflix
Silicon Valley, HBO
Transparent, Amazon Video
Veep, HBO

Beste Hauptdarstellerin TV-Serie (Musical oder Komödie)
Rachel Bloom, Crazy Ex-Girlfriend
Jamie Lee Curtis, Scream Queens
Julia Louis-Dreyfus, Veep
Gina Rodriguez, Jane the Virgin
Lily Tomlin, Grace and Frankie

Beste Nebendarstellerin TV (Serie, Mini-Serie oder TV-Film)
Uzo Aduba, Orange Is the New Black
Joanne Froggatt, Downton Abbey
Regina King, American Crime
Judith Light, Transparent
Maura Tierney, The Affair

Beste Nebendarstellerin, Film
Jane Fonda, Youth
Jennifer Jason Leigh, The Hateful Eight
Helen Mirren, Trumbo
Alicia Vikander, Ex Machina
Kate Winslet, Steve Jobs

 

Über den Autor:
Thomas Weiß ist Journalist und Consultant für NewTV. Er arbeitete 10 Jahre in der Chefredaktion führender TV-Zeitschriften und ist Experte für Video-on-Demand, SmartTV, Streaming und NewTV-Content. Auf seinem youtube-Kanal tvcheck.info bespricht er neue Serien bei Netflix, Amazon Video & Co. Twitter:https://twitter.com/TVCHECKinfo

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