Anzeige

„Yallah Deutschland“: Krautreporter starten Videoportal von und für Flüchtlingen

Sebastian Esser ist Geschäftsführer und Herausgeber der Krautreporter

Die Krautreporter bauen ihre Berichterstattung zum Thema Flüchtlinge aus und starten ein Videoportal, „das von, für und über Flüchtlinge“ gemacht wird. „Yallah Deutschland“ veröffentlicht Beiträge in deutscher und arabischer Sprache, weitere könnten folgen. Finanziert wird das Projekt der Krautreporter zunächst für zwei Monate vom Medieninnovationszentrum Babelsberg.

Anzeige

Die Redaktion von „Yallah“ (türkisch für „loslegen“) wird von Journalisten sowie Laien besetzt, wie die Krautreporter erklären. Neben Flüchtlingen, solle auch die zu Wort kommen, die in ihrer Heimat geblieben sind. „Yallahs Videos und Links beantworten Fragen von Flüchtlingen über Deutsche und umgekehrt.“

Haben es Hunde besser als Flüchtlinge in Deutschland? Zumindest beim Reisen habe es Hunde leichter

Posted by Yallah Deutschland on Thursday, January 7, 2016

Das Portal ist optimiert für das Smartphone, die Inhalte werden auch über einen WhatsApp-Service angeboten. Finanziert wird das Projekt derzeit vom Medieninnovationszentrum in Babelsberg. Der Betrieb sei für die kommenden zwei Monate gesichert. Danach wolle man „Yallah Deutschland“ über Unterstützer finanzieren.

Während die Krautreporter um Herausgeber Sebastian Esser und Chefredakteur Alexander von Streit ihr neues „Baby“ willkommen heißen, ist es um das Ursprungsprojekt ruhig geworden. Nachdem das erste Finanzierungsjahr des Online-Magazins abgelaufen war, sollte das Portal nur noch für zahlende Mitglieder sichtbar werden. Derzeit sind die Artikel jedoch noch frei verfügbar. Nach Ansichten von Branchenbeobachtern ist das Konzept der Krautreporter nicht aufgegangen. Statt den Journalismus zu bereichern, hätten es die Macher nicht geschafft, Krautreporter zu einer unverwechselbaren Marke zu formen

Anzeige