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„Bevölkerung unter Generalverdacht“ – Tanit Kochs politischer Einstand als Bild-Chefredakteurin

Seit sieben Tagen ist Tanit Koch Chefredakteurin der Bild-Zeitung. Nach dem sie sich bereits am 2. Januar den Lesern vorgestellt hatte, meldet sie sich nun erstmals in der Kommentarspalte zu Wort. Unter der Zeile „Generalverdacht“ verlangt sie, die Bevölkerung ernst zu nehmen und nicht zu bevormunden.

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Koch ist der Meinung, dass viele Politiker und Behörden glauben würden, dass die meisten Bürger „von Hunderten kriminellen Migranten an Silvester automatisch auf Millionen hier lebende, gesetzestreue Menschen schließen“ würden.

Da sie das nicht tun, dürften sie aber auch nicht bevormundet werden. „Nicht mit Plattitüden. Und auch nicht durch das Verschweigen von Tatsachen.“ Denn: „Den Bürgern kann zugemutet werden, Wahrheiten – auch unbequeme – richtig einzuschätzen.“

Mit dem Verschweigen von Tatsachen würden die Behörden niemanden einen Gefallen tun: „Außer den Rechten“.

Vom Grundsatz her bleibt Koch im typischen Bild-Raster: Die Zeitung als Anwalt des normalen (kleinen) Bürgers. Stets bereit für den Leser zu kämpfen und einzutreten gegen die da oben.

Passend dazu schrieb sie bereits am 2. Januar in ihrem Willkommensbrief an die Leser: „Entscheidend für mich ist deshalb, was sich bei Bild nicht ändert: Unsere Redaktion bleibt unseren Beruf verpflichtet, der auch unsere Berufung ist – hervorragender, leidenschaftlicher Journalismus“.

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