#einearmlaenge: Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker provoziert Shitstorm

Der Ratschlag ging nach hinten los: Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte gestern auf einer Pressekonferenz, um Vorkommnisse wie in Köln und Hamburg zu vermeiden, sollten Frauen zu Fremden doch „eine Armlänge“ Abstand halten. Die Reaktion in den sozialen Netzwerken ließ nicht lange auf sich warten: Unter dem Hashtag #einearmlaenge empörten sich Twitter-Nutzer über die Verhaltenstipps.

Die Übergriffe von Köln ringen der Politik Erklärungsversuche ab, mit denen nicht jeder etwas anfangen kann. So geschehen auf einer Pressekonferenz gestern, die Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers und dem leitenden Polizeidirektor Michael Femme abhielt.

Reker wird dort mit den Worten zitiert: „Es ist immer eine Möglichkeit, Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft.“ Die Verhaltenstipps der Kölner Oberbürgermeisterin wurden in den sozialen Netzwerken indes nicht gut aufgenommen. Unter dem Hashtag #einearmlaenge, das schnell zum Trending Topic avancierte, entlud sich bei Twitter die Empörung vieler Nutzer über die Verkehrung der Opfer-Täter-Rolle:

Kölns OB Henriette Reker empfiehlt belästigten Frauen „eine Armlänge“ Abstand zu Fremden. Es ist schön, wenn deutschen Traditionen so lebensnah wiederbelebt werden.

Posted by Torsten Beeck on Tuesday, January 5, 2016