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Von „furios“ bis „Schema F“: Das sagen die Kritiker zum neuen Schweiger-„Tatort“

Vor Weihnachten wurde er wegen den Terror-Attacken auf Paris verschoben. Aber am 1. Januar ist es soweit: Das Erste zeigt den neuen Til Schweiger-„Tatort“ „Der große Schmerz“. Am Sonntag folgt der zweite Teil. Die Meinung der Kritiker reicht von „fulminanter Doppelschlag“ (Tagesspiegel) bis zum „doofen Gebührenzahlergefühl, dass Schweiger gepampert wird als sei er Günther Jauch“ (taz).

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Kurt Sagatz hat der Film gut gefallen. Im Tagesspiegel spricht er von einem „fulminanten“ bzw. „furiosen“ Krimi. „Der „Tatort“ mit Til Schweiger bricht mit einigen Traditionen. In keinem anderen Krimi aus der ARD-Reihe sind die einzelnen Folgen so miteinander verschmolzen wie hier“, weiter schreibt er. „Das Ende einer Folge hat hier eher den Charakter eines Zwischenstandes, die Episoden werden zu Kapiteln in einer großen Erzählung. Möglicherweise erleben die TV-Zuschauer an diesem Sonntag darum auch eine herbe Enttäuschung.“

In ihrer Vorschau bemängelt die taz, dass um die Schweiger-Episoden im Vorfeld viel zu viel Bohei gemacht worden sei. Die Filme seien „aber derart nach Schema F wie ‚Ferdammt noch mal, immer die gleiche Schweiger-Soße‘ gestrickt sind, dass man nach einer Stunde spätestens gelangweilt auf die Uhr schaut.“ Grundsätzlich werde man das doofe Gebührenzahlergefühl nicht los, „Schweiger wird gepampert als sei er Günther Jauch, mit mehr Produktionsbudget, einem Marketingtopf, der sogar für Kinowerbung reicht, und einem eigenen Kino-„Tatort“, der 2016 anlaufen soll (und erst 2018 im TV zu sehen ist).“

Katharina Riehl bei Süddeutsche.de: „Wenn Tschiller Angst hat, sinkt Til Schweiger schreiend in den Hamburger Sand; wenn Tschiller duscht, perlt das Wasser in spärlichem Licht von Schweigers Körper ab. Und wenn jemand verletzt wird, trägt Nick Tschiller ihn zu Fuß, in seinen Armen (und in Slow Mo) direkt in die Notaufnahme. Man braucht eine gewisse Offenheit für die große Geste, um das nicht alles ein wenig albern zu finden.“

Nach Meinung von Frank Preuß (DerWesten) verwandelt Regisseur Christian Alvart den „Tatort“ „in ein bretthartes Actionspektakel, in dem alles eine Nummer fetter und böser sein muss – die Waffen, die Explosionen und die Schurken, die sich Hamburg zur Beute machen wollen: kurdische Clans, russische Mafiosi, koksende Politiker. Ein bisschen Hollywood eben. Und sei es zum Discounterpreis.“

Joachim Mischke, Berliner Morgenpost: „Wo Nick Tschiller draufsteht, ist erneut viel Action rund um Hafen, Kiez und andere Brutstätten des Schlimmen drin. Die wurde so raffiniert inszeniert, dass man den Ehrgeiz der „NT“-Macher um den Regisseur Christian Alvart auf seine Weise beim besten Willen nicht als ¬gescheitert bezeichnen kann. Auch wenn Til Schweiger verglichen mit den Muskelbergketten der Hollywood-Testosterongranate Vin Diesel nur ein hanseatisches Hühnerbrüstchen ist, das sofort losflennt, sobald es um die Familie geht.“ Gewohnt knapp meint TV Spielfilm: „Furioser Auftakt zur Knaller-Doppelfolge“

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