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Gefühlvoll oder geschmacklos? Die Debatte um den Edeka-Weihnachtsspot #Heimkommen

Nach supergeil kommt supertraurig: Doch ist das auch supergut oder doch eher superkitschig oder gar superböse? Selten hat ein Weihnachtsspot so viele Emotionen geweckt, wie Jung von Matts Edeka-Clip #Heimkommen. Die einen hassen, die anderen lieben den Film.

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In dem Spot ist ein alter Mann zu sehen, dem all seine Kinder zu Weihnachten abgesagt haben. Anstatt traurig alleine zu feiern, täuscht er seinen Tod vor und verschickt Traueranzeigen, in denen er seine Söhne und seine Tochter zur Abschiedsfeier in sein Haus lädt. Alle bereuen, ihren Vater/Großvater oder Schwiegervater nicht häufiger besucht zu haben.

Als sie zur vermeintlichen Trauerfeier kommen, stellen sie fest, dass es nur eine List des alten Mannes war, um seine Liebsten an Weihnachten zu einem gemeinsamen Essen zu versammeln.

Ist die Story jetzt gefühlvoll oder geschmacklos? Kritiker und Fürsprecher stehen sich in zwei Lagern gegenüber. Die einen halten den Spot für eine emotionale Storytelling-Meisterleistung, bei der kein Betrachter-Auge trocken bleibt.

Die anderen halten den Machern vor, dass sie mit den Gefühlen der Zuschauer spielen, dass der Film makaber sei und es doch schrecklich wäre, dass jemand aus Einsamkeit seinen Tod vortäuschen müsse.

Die Macher dürften gerade wegen der Debatten mehr als zufrieden sein. Das Beste, was Werbung leisten kann, ist die Menschen zu beschäftigen und für Gesprächsstoff zu sorgen. Das gelang dem Team unter der Federführung von Jens Pfau mit #Heimkommen zum wiederholten Male. Denn Pfau war auch der kreative Kopf hinter Edekas Viralhit Supergeil.

Sein neuestes Werk ist zudem so etwas wie der Gegenentwurf zum Hipster-Hit Supergeil. Statt auf Coolness und Trendsetter, setzt Pfau diesmal auf traditionelle Familienwerte, wie Heimat und Harmonie.

Keine zwei Meinungen dagegen gibt es bei der Bewertung des Erfolges der Werbung. Sie hat sich längst zu einer Klick-Sensation entwickelt. Am Montag um 14.30 Uhr verzeichnete der Film bereits über 4,9 Millionen YouTube-Views. Bei Facebook kamen noch einmal 11,9 Millionen dazu.

An die Daten der Vorgänger kommt der Neuling noch nicht ran. Die Kassensymphonie aus dem vergangenen Jahr zählt mittlerweile 28,6 Millionen Views und Supergeil 15 Millionen Views.

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