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Bitterer Abgang: Jauchs letzte ARD-Talkshow endet mit Gegendarstellung von Closer

Günther Jauch (re.) und People-Chefredakteur Tom Junkersdorf

Von wegen besinnlicher Abschied am ersten Advent: Auch wenn viele Beobachter die letzte Sendung von Günther Jauch als Versuch werteten, den Zuschauer und – möglicherweise – das gesamte Format einzuschläfern, endete die Abschlussausgabe der Talkshow doch mit einem kleinen Knalleffekt. Statt nach der Abmoderation zu den „Tagesthemen“ zu schalten, musste die ARD noch eine Gegendarstellung vorlesen. Erwirkt hatte diese People-Chefredakteur Tom Junkersdorf.

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Allerdings ging es in der Gegendarstellung noch um einen Fall, der bereits 19 Monate zurückliegt. Damals war der Promi-Experte von Bauer Media noch Chef von Closer. Jauch beschäftigte sich in seiner Talkshow mit dem Unfall von Michael Schumacher und der folgenden medialen Berichterstattung. Im Zuge dessen zählte der Moderator Zeitschriften-Redaktionen auf, von denen man Absagen auf Einladungen in die Sendung bekommen habe. Dabei wurde auch Closer genannt.

Die Aufzählung erfolgte in Form eines Laufbandes, das durch das Bild lief. Dort flimmerte auch der Name der Closer über die Bildschirme der Empfangsgeräte.

Dem widerspricht Junkersdorf. Der Chefredakteur sagte, dass er sein Kommen angeboten habe, doch die Jauch-Redakteure hätten abgelehnt. Die Produktionsfirma hatte entgegengehalten, dass man beim Bauer Verlag angefragt und eine generelle Absage für alle im Hause erscheinenden Titel erhalten habe. Bereits im Januar 2015 wurde deshalb schon einmal eine Gegendarstellung Junkersdorfs im Anschluss an die Talkshow verlesen. Allerdings sollen die Hamburger nicht ganz glücklich mit dem juristischen Sieg gewesen sein. Ihnen wäre es lieber gewesen, wenn die Richtigstellung an exakt derselben Stellen mitten in der Sendung erfolgt wäre.

Nun folgte eine weitere Gegendarstellung. Sie lautete im Wortlaut:

In der Sendung ‚Günther Jauch‘ vom 13. April 2014 äußerte sich der Moderator Günther Jauch wie folgt: ‚Wir haben natürlich auch flächendeckend versucht, Menschen aus der Regenbogenpresse, Verantwortliche einzuladen, oder auch von anderen Medien. Wenn ich jetzt vorlese, wer uns da alles abgesagt hat, würden wir die Sendung füllen. Wir lassen jetzt einfach mal einen Teil von denen jetzt unten durchlaufen, damit Sie sich selber ein Bild machen können.‘ Dazu wurde eine Laufschrift eingeblendet, in der unter anderem die Zeitschrift ‚Closer‘ namentlich erwähnt wurde, deren Chefredakteur ich bin.

Hierzu stelle ich fest: Am Freitag vor der Sendung hat eine für ‚Closer‘ tätige Medienagentur der Produktionsfirma meine Teilnahme an der Sendung angeboten. Dies wurde abgelehnt.

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