„Brauchen keine Gesinnungspolizei“: Herbert Grönemeyer ergreift Partei für Xavier Naidoo

Herbert hat ein Herz für Xavier

Nach massiven Protesten hat der NDR die Nominierung Xavier Naidoos für den Eurovision Song Contest zurückgezogen. Im Internet hatten sich einige Musikerkollegen mit Naidoo solidarisiert. Jetzt hat auch Herbert Grönemeyer zu Wort gemeldet.

„Der NDR konnte sich glücklich schätzen, so ein Kaliber wie Xavier für seine Eurovision gewonnen und überredet zu haben. Was jetzt auf seinem Rücken für ein absurdes Theater abgefertigt wird, ist unverständlich.“

An der Nominierung Naidoos wurde Kritik geübt, weil Liedtexte des Sängers als Homophob oder antisemitisch ausgelegt werden konnten. Außerdem hat Naidoo in Äußerungen und Auftritten eine Nähe zu der rechten Gruppierung von Verschwörungstheoretikern gezeigt, die sich Reichsbürger nennen und die Souveränität der BRD leugnen. Grönemeyer hat eine andere Meinung:

„Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich. Wir brauchen keine Gesinnungspolizei oder Meinungsüberwachung, sondern hoffentlich 80 Millionen verschiedene Köpfe und Wahrheiten. Solange niemand davon verhetzt, verunglimpft, verletzt oder ausgegrenzt wird, ist das Kultur.“

Der NDR konnte sich glücklich schätzen, so ein Kaliber wie Xavier für seine Eurovision gewonnen und überredet zu haben….

Posted by Herbert Grönemeyer on Dienstag, 24. November 2015

Zuvor hatten sich schon andere Kollegen Naidoos, wie Rea Garvey, mit ihm solidarisiert.

Yesterday I got to meet my Brothers!! We sat down for the first time in a couple of years to plan our next…

Posted by Rea Garvey on Freitag, 20. November 2015

Die ARD hat die Nominierung Naidoos allerdings am Mittwoch nochmals als Fehler bezeichnet.