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Stress bei der Arbeit kostet bis zu drei Lebensjahre

Wer früher gestresst ist, ist länger tot: Eine Studie der renommierten Harvard Business School und Stanford University hat herausgefunden, dass hohe Arbeitsbelastung und damit verbundener Stress die Lebenserwartung von Menschen je nach Geschlecht und Ausbildungsgrad um bis zu drei Jahre verkürzen kann.

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So würden besonders Menschen mit einer Schulbildung unter zwölf Jahren häufig in Jobs landen, die keine gesundes Arbeitsumfeld böten. Gerade diese Gruppe ist am häufigsten von erhöhtem Stressempfinden betroffen. Wohingegen Menschen mit guter Ausbildung am besten mit Stress umgehen können – und deswegen auch die höhere Lebenserwartung haben.

Die häufigsten Auslöser für Stress waren laut Studie Arbeitslosigkeit, keine Krankenversicherung zu haben, Schichtdienst, Überstunden, Unsicherheiten sowie Konflikte zwischen Arbeit und Familie. Wenig Einfluss auf die Arbeit zu haben, gaben sowohl Männer als auch Frauen als größten Stressauslöser an. Bei Männern rühre diese vor allem von der Angst, den Job verlieren zu können. Frauen hingegen fühlen sich gestresster durch Schichtdienst.

73 Prozent gaben an, dass sie derzeit an mindestens einer Form von arbeitsbedingtem Stress leiden würden. Zeitdruck sei der häufigste Grund, gefolgt von Veränderungen im Unternehmen, über die man nicht informiert würde. Rund 60 Prozent empfinden die Organisation von Arbeit und Privatleben als schwierig, 36 Prozent gaben an, mehr als 40 Stunden pro Woche zu arbeiten.

Immerhin: 50 Prozent der Befragten erklärten auch, dass es möglich sei, die Arbeit halbwegs flexibel einzuteilen, die Hälfte könnte sogar aus dem Home Office arbeiten. Die Umfrage kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass firmenseitige Work-Life-Balance-Programme besonders effektiv dem Stress entgegenwirken. Allerdings böten derzeit nur 34 Prozent der befragten Unternehmen solche Programme an. Ein Grund kann der relativ niedrige Zuspruch seitens der Arbeitnehmer sein. Denn in den 41 Unternehmen, die Teil der Studie waren, hätten nur ganz acht Prozent der Angestellten solche Programme auch genutzt.

(via)

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