Fremdschäm-Garantie: Berliner Politiker nehmen Flüchtlings-Schlager auf

Gut gemeint, schlecht gemacht: ein Schlager für Flüchtlinge

Erinnern Sie sich noch an die peinliche Aktion bei der Bundestagsabgeordnete in einem Schlauchboot auf der Spree dümpelten um dieses Flüchtlings-Feeling zu simulieren? Es geht noch viel, viel schlimmer. Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses haben zusammen mit dem Schlagersänger Donato Plögert einen Flüchtlings-Schlager aufgenommen.

Textprobe: „Wir seh`n viel als selbstverständlich – und den Wohlstand als geschenkt. Dabei ist man so viel reicher, wenn man auch an andre denkt!“ Ja, so platt geht es weiter. Komponist dieses Machwerks ist irritierenderweise Christian Bruhn, der u.a. echte Kult-Schlager wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ oder die berühmte Titelmusik zur Zeichentrickserie „Captain Future“ komponiert hat.

Angeblich haben alle im Bundestag vertretenen Parteien den Flüchtlings-Schlager gesponsert. Gesicht und Stimmen haben hergegeben: Thomas Birk (Bündnis 90/Die Grünen), Hakan Tas (Die Linke), Fabio Reinhardt ( Piraten) und Daniel Phillipp Worat von der Organisation Companies For Refugees. Zusammen nennen sie sich Five4Refugees. Die Erlöse des Titels gehen an das Flüchtlingsrat-Projekt und den Verein „Berliner singen mit Flüchtlingen“. Singen mit Flüchtlinge – OK. Aber bitte nicht so.

Es gilt der alte Ausspruch von Harald Schmidt: Gut gemeint, ist leider sehr oft schlecht gemacht.