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Journalisten, Immobilienmakler und Juristen besonders gefährdet: Diese Jobs belasten die Gesundheit

Es ist wahrlich nicht einfach mit der richtigen Berufswahl. Die einen Jobs bringen zu wenig Geld, die anderen haben ein mieses Image oder machen krank. Letztes gilt vor allem für Aufgaben, die zu langweilig sind, denn dann steigt die Bore-out-Gefahr. Dies gilt auch für diese elf Jobs: Nach einer Studie der Universität von Cincinnati sind nämlich Broker, Manager oder auch Journalisten besonders gefährdet – zumindest was Depressionen betrifft.

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Zwischen 2002 und 2005 untersuchten die Wissenschaftler über 200.000 Arbeitnehmer in Pennsylvania, um herauszufinden, welche Jobs am häufigsten Depressionen auslösen würden. Die Forscher erfassten jedoch nur die Personen, die während des Untersuchungszeitraums mindestens zwei Mal medizinische Hilferufe aufgrund von „größeren depressiven Störungen“ gebraucht haben.

Die Wirtschaftswoche hat die Ergebnisse übersichtlich zusammengefasst. Insgesamt wurden 55 Gewerbegruppen untersucht.

Platz 11: Journalisten
Die schlechte Nachricht für alle Journalisten ist, dass sie auch auf der Liste stehen. Immerhin aber nur auf dem letzten Platz. Von allen befragten Redakteuren, Autoren und Verlegern leiden etwa 12,4 Prozent an einer Depression.

Platz 10: Broker
Geld macht nicht nur glücklich, sondern möglicherweise auch krank. Auf Position zehn liegen Broker mit 12,6 Prozent. Die großen Verdienstmöglichkeiten gehen mit einem brutalen Stressfaktor einher. Keine gesunde Mischung.

Platz 9: Vereins- oder Partei-Mitglieder
Diese Nennung ist auf den ersten Blick überraschend. Eigentlich soll ein Ehrenamt ja helfen ein erfüllteres Leben zu führen. Wer sich allerdings in Parteien, Vereinen oder Organisationen engagiert, erhöht sein Depressionsrisiko. Für diese Gruppe errechneten die Forscher einen Wert von 13,3 Prozent.

Platz 8: Umweltschützer
Möglicherweise ist es besonders frustrierend, sich für saubere Luft und mehr Ökologie einzusetzen. Für diesen Bereich registrierten die Wissenschaftler 13,4 Prozent.

Platz 7: Juristen
Anwälte belegen wie auch Journalisten und Versicherungsvertreter immer Top-Positionen in den Rankings von Jobs mit miesen Imagewerten. Es ist also nicht verwunderlich, dass Juristen auch in dieser Liste mit 13,4 Prozent nicht fehlen.

Platz 6: Personaldienstleister (14,3 Prozent)
Dass Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen gefährdet sind, ist nicht wirklich verwunderlich. Viele Menschen mögen es nicht, wenn sie ständig von Job zu Job geschoben werden.

Platz 5: Industrie
Fabrikarbeit kann auf die Dauer sehr eintönig und trotzdem sehr stressig sein, wenn man unter Druck klare Produktions-Vorgaben erfüllen muss. Die Wissenschaftler errechneten hier einen Wert von 14,3 Prozent.

Platz 4: soziale Arbeit
Grundsätzlich gilt bei dieser Untersuchung: Berufe, die sich auf die Interaktionen von Menschen konzentrieren, sind stressiger als andere. Dies dürfte auf Sozialarbeiter, Altenpfleger etc. allemal zutreffen. Ihr Index liegt bei 14,6 Prozent.

Platz 3: Immobilienmakler
Das überrascht dann doch. Eigentlich gelten Immobilienmakler als Menschen, die eine ruhige Kugel schieben und für eine – eigentlich – sinnlose Tätigkeit viel Geld kassieren. Trotzdem scheinen sie unter einem gehörigen Druck zu stehen. Immerhin liegt ihr Risiko bei 15,7 Prozent.

Platz 2: Nah- und Fernverkehr
In Sachen Stresslevel wird immer wieder vergessen, welch große Leitung Bahn- oder Zug-Führer ausgesetzt sind. Sie müssen immer pünktlich sein und dürfen nie Fehler machen. Diese könnten tödlich sein.

Platz 1: Manager und Führungskräfte
Ähnlich wie bei Brokern oder Immobilienmarklern werden viele jetzt sagen: Bei den Managern ist es Jammern auf hohen Niveau. Trotzdem sind Führungskräfte sehr hohen Belastungen ausgesetzt und diese sind auf Dauer oft nicht gesund. Für diese Gruppe errechneten die Wissenschaftler einen Anteil von Depressionskranken von 17 Prozent.

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