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Wegen Hass-Rede bei Pegida: Random House sperrt alte Katzen-Krimis von Akif Pirinçci

Wegen seines Hass-Auftritts bei Pegida stoppt Random House die Auslieferung der älteren, belletristischen Bücher Akif Pirinçcis.

Bei der Pegida-Demonstration am gestrigen Montag in Dresden trat Akif Pirinçci, der das Hetz-Buch „Deutschland von Sinnen“ verfasst hat, auf. Pirinçci ließ seinem Hass freien Lauf. Wegen dieses Auftritts und einer umstrittenen KZ-Äußerung gibt es nun Strafanzeigen und der Verlag Random House stoppt die Auslieferung der älteren, belletristischen Bücher Pirinçcis.

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Vor seiner neuen „Karriere“ als Hetz-Autor hat Pirinçci nämlich mit den Katzen-Krimis der „Felidae“-Reihe bereits eine harmlose und beliebte Bestseller-Buchserie gelandet. Der erste Band wurde auch verfilmt. Diverse Verlage von Random House, der Buch-Sparte von Bertelsmann, hatten die „Felidae“-Krimis noch im Programm, nämlich die Verlage Goldmann, Heyne und Diana.

Wie Random House nun am Dienstag mitteilte, distanziert sich der Verlag wegen Pirinçcis Pegida-Auftritt von dem Autoren:

Die Verlage Diana, Goldmann und Heyne haben mit großer Bestürzung und Unverständnis die Aussagen des Autors Akif Pirinçci auf der gestrigen Pegida-Kundgebung in Dresden zur Kenntnis genommen und distanzieren sich entschieden. Der Schutz von Demokratie und Menschenrechten ist für uns ein zentraler Bestandteil unseres verlegerischen Schaffens, ebenso wie der Respekt vor Traditionen und dem Wunsch nach kultureller Vielfalt. Die Aussagen von Akif Pirinçci stehen diesen Werten diametral entgegen.

Als Reaktion auf den Auftritt würden die bereits vor Jahren veröffentlichten, ausschließlich belletristischen Bücher von Akif Pirinçci umgehend gesperrt und nicht mehr angeboten, heißt es bei Random House.

Der Auftritt Pirinçcis hat auch mindestens zwei Strafanzeigen nach sich gezogen:

Pirinçcis Hass- und Hetzbuch „Deutschland von Sinnen“ war im Manuscriptum Verlag von Thomas Hoof erschienen, dem Gründer des Edel-Versandhauses Manufactum. Hoof hatte Manufactum schon vor Jahren an den Otto-Konzern verkauft. Bei Otto und Manufactum distanzierte man sich nach Erscheinen von „Deutschland von Sinnen“ von Thomas Hoof, weil dieser das Pirinçci-Buch verlegt hatte.

(swi)

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