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Wegen mehrerer Fotos: Funke muss Corinna Schumacher 60.000 Euro zahlen

Corinna Schumacher feiert einen Erfolg gegen Yellow-Press

Die Berichterstattung über die schweren Tage Michael Schumachers im Klinikum in Grenoble gehören wahrlich nicht zu den Sternstunden des Journalismus. Noch immer läuft die juristische Aufarbeitung wegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen. Nun muss die Funke Mediengruppe Schumachers Frau Corinna 60.000 Geldentschädigung zahlen.

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Wie das Bildblog unter Berufung auf Corinna Schumachers Anwalt berichtet, werden mit dem Urteil des Hamburger Landgerichts nicht die Verfehlungen einzelner Fotos bestraft, sondern die Hartnäckigkeit der Zeitschriften, immer wieder neue Fotos abzudrucken. In der Verhandlung ging es um zehn verschiedene Bilder aus den Zeitschriften Frau aktuell, Frau im Spiegel und Die Aktuelle, die der Funke Women Group angehören.

Das am vergangenen Freitag gesprochene Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Während das Bildblog eine Berufung der Funke Mediengruppe für wahrscheinlich hält, hält sich das Unternehmen auf Anfrage noch bedeckt. „Das Urteil liegt uns noch nicht vor, deshalb können wir uns nicht äußern“, so ein Sprecher gegenüber MEEDIA.

Corinna Schumacher geht in großem Stil gegen Yellow- und Boulevardpresse vor. Im Juli 2014 untersagte das Landgericht Köln der Funke-Zeitschrift Die Aktuelle bereits, Fotos von Frau Schumacher zu veröffentlichen, weil die Privatsphäre mehr wiege als der Unterhaltungswert. Zuvor setzte sie eine Unterlassung gegen Bunte, Neue Woche und Super Illu aus dem Hause Hubert Burda Media durch und stritt jüngst ebenfalls mit Bunte aber auch Freizeit-Revue und Freizeit-Spaß über die Berichterstattung zum Gesundheitszustandes ihres Mannes. Auch hier hatte Schumacher erfolg.

Michael Schumacher stürzte im Dezember 2013 beim Skifahren in den französischen Alpen, prallte dabei mit dem durch einen Helm geschützten Kopf auf einen Fels und erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Der ehemalige Formel-1-Pilot lag mehrere Wochen im Koma. In dieser Zeit sorgte nicht nur der Unfall, sondern auch das Verhalten der Medien für Aufsehen. Immer wieder musste die Managerin Schumachers die Medien, die selbst ohne Nachrichten berichteten und auch Falschmeldungen aufgriffen, um Mäßigung bitten. Auch Corinna Schumacher bat die Medien um Zurückhaltung. Zuvor versuchte sich beispielsweise ein Reporter als Priester verkleidet Zugang zum Krankenzimmer des Promis zu verschaffen, wenige Wochen später appellierte die Familie an die Medien, die gestohlene Krankenakte Schumachers nicht auf dem Schwarzmarkt zu kaufen.

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