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Weißraum als Protest gegen Pegida-Ableger: die Nicht-Meldung des Express

Jörg Philippi-Gerle protestierte im Express mit einer weißen Seite gegen den Pegida-Ableger Dügida

Am Samstag druckte der Express eine teilweise leere Seite – als Signal, dass in dem Boulevardblatt „keinen Platz für Rechts“ gebe. In einem zugehörigen Kommentar erklärte Redaktionsleiter Jörg Philippi-Gerle die Beweggründe. Man wolle den „Unsinn“ des Düsseldorfer Pegida-Ablegers Dügida nicht mehr hören und Fremdenfeindlichkeit keinen Raum geben.

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„An dieser Stelle berichten wir heute nicht über Dügida“, verkündete der Express-Redaktionsleiter Jörg Philippi-Gerle am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Regionalzeitung. Dazu veröffentlichte die Redaktion eine weiße Seite und einen erklärenden Kommentar, in dem Philippi-Gerle von „Protest“ spricht: „Und jetzt reicht es langsam. Jetzt, wo der ‚Dügida‘-Zug auch noch an der Stelle, wo früher die Synagoge stand, entlang marschieren will, haben wir einfach keine Lust mehr, diesem Bündnis der Verwirrten, Provokateure und deren Mitläufern Platz und Raum in unserer Zeitung einzuräumen.“

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15 mal habe die Zeitung bereits über die Demonstrationen des Pegida-Ablegers berichtet und „15 mal den Unsinn gehört, der dort erzählt wird“. Damit soll nun Schluss sein – sofern bei den Demos „nicht wirklich Bedeutendes passiert“, so Philippi-Gerle. „Eine Stadt wie Düsseldorf, wo Flüchtlinge in diesen Tagen herzlich empfangen werden, hat bessere Geschichten verdient.“

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