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„Wunderbarer Neger“: CSU-Minister im Shitstorm wegen Blanco-Beleidigung bei „Hart aber fair“

In Sachen öffentlicher Aufregung hat „Hart aber fair“ gerade einen Lauf. Erst die Debatte über den gelöschten Gender-Talk und jetzt ein Fauxpax von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. In der Sendung am Montag nannte der 58-Jährige Roberto Blanco einen „wunderbaren Neger“. Die Folge war ein mächtiger Shitstorm in den sozialen Netzwerken.

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Thema von „Hart aber fair“ war die Flüchtlingskrise. Als Gäste eingeladen waren neben Herrmann, die nach Deutschland geflüchtete Nurjana Arslanova, Ranga Yogeshwar, Grünen-Chefin Simone Peter und Focus-Boss Ulrich Reitz.

Zum Eklat kam es, als der CSU-Politiker dem Focus-Chefredakteur einfach ins Wort fiel, während der sich gerade über die Erfolgsaussichten von Einwanderern auf dem deutschen Arbeitsmarkt ausließ. Herrmann wollten Reitz beipflichten und vergriff sich dabei derb in der Wortwahl: „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat.“ Beim FC Bayern spielten auch eine ganze Menge mit schwarzer Hautfarbe mit, und das fänden die Fans von FC Bayern auch gut, sagte er weiter.

Herrmann bezog sich – nach eigener Aussage – auf einen zuvor gezeigten Einspieler, in dem ein Bayer Flüchtlinge abfällig als „Neger“ bezeichnet hat.

Reaktion von Plasberg auf das Herrmann-Zitat in der Sendung: „Holla!“. Weit heftiger waren dagegen die Repliken in den sozialen Netzwerken. Am Dienstagmorgen schaffte es der Hashtag #Neger gar in die Trending Topics von Twitter.

https://twitter.com/Nisalahe/status/638592144299716608
Am Dienstagmorgen entschuldigte sich Herrmann im „Morgenmagazin“ im ZDF für seine „völlig inakzeptable“ Äußerung. „Ich verwende das Wort Neger sonst überhaupt nicht“, sagte der CSU-Politiker.

Ironie an der Geschichte: Blanco selbst ist Ehrenmitglied der CSU. Legendär ist der Spruch, als er Franz-Josef Strauß auf einem CSU-Parteitag traf: „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“.

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