Boulevardblatt Österreich fällt trotz FETTEM Hinweis auf Helene-Fischer-Satire der HuffPo herein

Satire...

Den Text der Huffington Post zu lesen, macht eigentlich keinen Spaß, weil direkt zu Beginn (und kleiner nochmal am Ende) in extragroßen Buchstaben darauf verwiesen wird, dass es sich um Satire handelt. Und doch hat das Boulevardblatt Österreich geglaubt, US-Investor Warren Buffet wäre bereit, Helene Fischer 100 Millionen Dollar Schweigegeld zu zahlen, um ihren Gesang nicht mehr zu hören.

Die HuffPo stellte ihre Satire am Montag ins Netz. Darin hieß es, der milliardenschwere US-Investor Warren Buffet würde Helene Fischer 100 Millionen Dollar zahlen, wenn sie ihre Karriere beenden würde. Buffet wolle mit seinem Geld „endlich etwas Sinnvolles“ tun. Buffet habe sich bei einem Deutschland-Besuch auf ein Konzert der Sängerin verirrt und sei „wie gelähmt“ gewesen, schrieb die Huffington Post.

Wenn die „Huffington Post“ das wenigstens als Satire gekennzeichnet hätte, wäre „Österreich“ auch nicht drauf reing… oh. (Danke an @emil_goldberg!)

Posted by BILDblog on Wednesday, July 22, 2015

Zwei Tage später, am heutigen Mittwoch, dürften die Österreicher nicht gestaunt haben. In ihrer gleichnamigen Boulevardzeitung fanden sie nämlich einen riesigen Aufmacher. „Zahle 100 Millionen für Fischers Aus“. Im Text fanden sich die gefakten Zitate der Huffington Post wieder. Und ebenfalls traurig: Die Boulevard-Macher klauten die falschen Infos und verwiesen dabei noch nicht einmal auf die Quelle.

(gesehen bei BildBlog)